LTE Test, Teil 1 (vodafone LTE zuhause)

Jeder kennt die Festnetztelefonie, denn diese gibt es seit vielen Jahrzehnten. Doch seit einigen Jahren ist diese Technik auch vollkommen ohne ein Kabel ins Haus möglich.


Meine Erfahrungen (aus 2011, 2012, 2013 und 2014) in diversen Tests mit vodafone (LTE zuhause) der originalen Easybox 803 (später 904) und zuletzt der AVM Fritzbox (6820 LTE, dann 6840 LTE) und LTE selber, beschreibe ich hier. Ich muss leider schon hier direkt vorwegnehmen, bei weitem nicht überzeugt zu sein! Die Easybox(en) wurde(n) seinerzeit noch mit separaten Empfangsmodem, oder mit einem separaten Empfangsstick (USB) betrieben. Später war die gesamte Technik integriert in der Easybox. Auch in der AVM Fritzbox (6840 LTE) die ich später benutzt habe für diesen Test, ist die komplette Technik integriert.

LTE zuhause von Vodafone ist eine Telefonie und Internettechnik, welche über vorhandene Handyfunktürme arbeitet. Man spricht hier von der sog. 4G Technik. Neben den Vodafone D2 Netz haben z.B. auch andere Firmen wie Telekom (D1 Netz), Telefonica (E Netz) Rechte für die Nutzung von LTE (Long Term Evolution) ersteigert. LTE arbeitet in verschiedenen Frequenzbereichen von ca. 800 Mhz bis ca. 2600 Mhz, wobei die niedrigeren Frequenzen eher für die ländlichen Gegenden sinnvoll sind. Vodafone arbeitet bei mir (ländliche Gegend, Raum OS) im Bereich von um die 800 Mhz. Mitlerweile (Stand 2014) arbeitet Vodafone auch mit AVM zusammen, um deren Fritz!Boxen anzubieten. Nur so war es überhaupt möglich, das Telefonie PW von Vodafone zu bekommen. Denn die wollten das zunächst nicht rausrücken, was ich etwas komisch, aber auch schade finde. Dieses muss man aber haben um in der Fritzbox dieses eintragen zu können, für die Festnetztelefonie. Rein rechtlich betrachtet ist Vodafone (meiner Meinung nach) sogar verpflichtet, alle Daten, auch das Telefonie PW, rauszugeben. Zumindest wenn Vodafone nicht ausdrücklich die Verwendung anderer Router untersagt. Sowas wird ja oft von den großen IT Playern mal so eben gesagt. Denn offenbar wollen viele TK Anbieter nicht, dass Kunden eigene Router verwenden.

Angefangen hat alles in 2011. Wir wohnten noch eine Zeit zur Miete, weil unser Neubau noch nicht fertig gestellt war. Eines Tages besuchte uns ein (offenbar freier) Mitarbeiter von Vodafone, und stellte die neue funkbasierte Technik vor. Das Ergebnis der Vorstellung war überzeugend. Allerdings konnte ich nur die Geschwindigkeit des Internetzuganges testen.

Wie funktioniert das denn überhaupt?

Rein technisch läuft das so ab, dass man einen Router hat, welcher das Handynetz empfangen kann. So wie z.B. auch Smartphones arbeiten. Dazu muss also auch eine SIM Karte eingelegt werden, die in diesem Fall von Vodafone mitgeliefert wird. Der Mitarbeiter hatte alles dabei, und die Verbindung war schon ziemlich schnell. Und das über das funkbasierte Handynetz von Vodafone. Sogar mehrere Festnetztelefonnummern mit Ortvorwahl konnte man dazu nutzen. Ich dachte mir; Mensch, das ist ja genial. Wir ziehen eh bald aus dieser Wohnung aus, und nehmen dann einfach unseren Anschluss mit. Der funktioniert ja auch noch 3 km weiter, in unseren Neubau. Ein späterer Test hat ergeben, dass der Anschluss min. an einem 20 km weiter entfernten Ort auch noch funktioniert. Dazu loggt sich der Router einfach selbst in eine andere Funkzelle ein. Der AVM Router zeigt übrigens „unheimlich“ viele Details an, also auch den jeweiligen Funkturm, und seine Entfernung zum Router. Ist schon „irre“ 🙂

Aktuell (Stand 2011, 2012, 2013, 2014) bietet ausschließlich Vodafone eine vollkommen kabelfreie Lösung von LTE an. Dies bedeutet konkret, dass KEINE Kabel erforderlich sind, um das Internet und Festnetz im Hause (Gebäude, Freien) nutzen zu können! Sollte sich diese Situation ändern, es hier also Neuerungen geben, bitte ich gerne um ein Feedback (siehe Kontakt…). Im Dezember 2009 wurden – im Ausland – die ersten LTE Netze in Betrieb genommen, und erreichten exzellente Download- und vor allem ganz besonders gute (im Verhältnis zum Download) Uploadraten. Bei z.B. 5 MBit/Sek. Download, erreicht man leicht einen Upload von min. 2 MBit/Sek. Diese Geschwindigkeiten mögen nicht berauschend sein, reichen aber für Video und Audiostreaming aus, werden zukünftig aber sicher noch steigen, also schneller werden.

LTE Test, Teil 1, Fritzbox
LTE Test, Teil 1, Fritzbox, Rufnummerübersicht.
Zwei Abbildungen der Weboberfläche der Fritzbox 6820 LTE, von AVM.

Je nach Vertrag können neben der www Nutzung auch regionale (mit regionaler Vorwahl) Telefonnummern zugewiesen werden, welche dann auch unterwegs überall erreichbar sind, also z.B. auch in ganz Deutschland – mit jeweils gleicher Vorwahl. Natürlich müssen diese Nummern (mit der Ortsvorwahl) vom Telefonieanbieter auch freigeschaltet sein. Es handelt sich dabei um Voice-over-IP (Internettelefonie) ähnliche Technik, und aktuell geht dies nur bei Vodafone. Natürlich kann man mit diesen regionalen Telefonnummern auch überall raustelefonieren. Man kann sich also seine (Fritz!) Box in seinen PKW packen, und kann dort supergünstig surfen und telefonieren, und sogar für andere über eine ganz gewöhnliche Vorwahl-Nummer im Festnetz erreichbar sein. Das geht also auch während der Fahrt, durch ganz Deutschland. In letzter Konsequenz ist LTE ein sehr schnelles Verfahren, wenn es um das Thema surfen geht. Aber auch das Telefonieren (Voice-over-IP) geht mittlerweile (Stand 2017) befriedigend bis gut.

Wenn man vom Festnetz-Telefon abhängig ist, ist LTE aktuell offenbar nicht in allen Bereichen des Landes eine echte Alternative zu einem kabelgebundenen (Kupfer…) TK Anschluss. Info: Nur vodafone (Stand 2011) bietet LTE mit Festnetzrufnummern, mit Telefonie Flat und mit Internet komplett über Funk an. Per Internet ist jedoch aktuell (Stand 2017) ein Limit bei 50 GByte. Danach wird gedrosselt auf 384 kBit/Sek. Nicht viel, aber immer noch 12 mal schneller als die vollkommen unbrauchbaren 32 kBit beim normalen Handyanschluss, wenn dieser in die Drosselung geht. Üblicherweise ist ein Funkanschluss nicht ganz so zuverlässig, wie ein Kabelgebundener. Für mich persönlich nur bedingt nachvollziehbar. Viele IT Experten bestätigen aber dieses „Funkverhalten“.

Übrigens, auf http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Term_Evolution gibts noch mehr zu diesem speziellem Thema zu lesen!

Damit bedanke ich mich bei Ihnen für das Lesen dieses Beitrages.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

Autor: Jürgen B.

IT Fachmann, weltoffener Techniker, für Alternative Energie und E Mobilität.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: