Technische Detailbilder und Informationen zum Fronius Symo 3.0-3-S

Seit einigen Jahren haben wir einen Fronius Symo Einspeisewechselrichter, welcher bei uns sehr gute Dienste leistet. Da ich ein leidenschaftlicher Techniker, Bastler und Forscher bin, habe ich im Internet nach weiteren Informationen gesucht. Gar nicht so einfach, da ranzukommen, wenn es um technische Detailinformationen geht. Es ist wenig zu finden. Darum habe ich mir die Infos selbst beschafft, und veröffentliche sie hier.


Die meisten Menschen interessieren sich nicht dafür, warum ein Auto funktioniert. Es soll einfach funktionieren. Genauso beim Einspeisewechselrichter, oder auch PV Wechselrichter. Der soll zuverlässig funktionieren – und Einspeisevergütung einspielen. Denn es geht ja den meisten Menschen – hoffe das so knallhart schreiben zu dürfen – nur um das Geld. Und nicht um die gute Sache. Nicht um die Umwelt. Denn wer bitte baut sich eine PV Anlage, wenn er keine Einspeisevergütung bekommt? Früher niemand. Heute kaum jemand!

Aber wenn man mehr wissen möchte, ist es gar nicht so einfach, an Detailinformationen ranzukommen. Bis heute (04-2022) ist es mir nicht gelungen, im Internet zum Beispiel Schaltbilder, oder auch nur Blockschaltbilder, nicht mal eine Innenansicht der Platinen des Fronius Symo Wechselrichters zu bekommen. Es wird also viel geheim gehalten. Wir wollen hier mal etwas lüften 🙂

So hängt er bei uns in der Technikgarage an der Wand, seit 2013. Das ist nur ein kleiner Teil unserer aktuellen Technik. Wir haben auch einen 3 phasigen 20kVA Inselwechselrichter, der aber offiziell auch am öffentlichen Stromnetz angekoppelt werden darf (keine Unterbrechung, egal in welche Umschaltrichtung). Natürlich ist da auch ein HV (HochVolt) Akku angekoppelt. Und unsere PV Anlage liefert mit Ihren 4 x 10 moduligen Strängen 10 kWp Sonnenstromnachschub 🙂

Aber wie sieht der Fronius Symo detailliert von innen aus, wie lauten die technischen Daten, und vor allem; wie funktioniert das Gerät? Wir unternehmen ein paar Versuche des Erklärens. Die Wandmontage ist übrigens echt clever gelöst von Fronius. Man montiert die Wandhalterung, wo auch die Kabel angeschlossen werden. Der Wechselrichter selber wird dann einfach eingehängt, und ist elektrisch verbunden. Echt gut! Bitte nicht böse sein, aber Fronius ist meiner Meinung nach einer der ganz wenigen besten PV Wechselrichterhersteller ever. Und die können noch viel mehr, als nur Wechselrichter bauen.

Leider ist der Inhaber Günter Fronius im Jahre 2015 im Alter von 107 Jahren gestorben. Aber die Firma führt die Linie von Günter Fronius weiter fort. Und das finde ich einfach genial.
Das Objekt der technischen Begierde; Fronius Symo, hier in der 3kWp Version.

Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0, technische Daten.
Fronius Symo und seine technischen Daten. Wir haben die kleinste Version mit einer 3 kWp Endstufe. Es gibt diese Geräte auch in erheblich größeren Leistungsklassen.
Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0

Die technischen Daten des Fronius Symo.

Beim Fronius Symo handelt es sich um einen über N und 3 Phasen gleichmäßig einspeisenden PV Wechselrichter. Das Besondere an diesem Gerät ist die clevere Bedienung und Programmierung. So ist es zum Beispiel – wenn man denn meint das machen zu müssen – über spezielle Codes möglich in tiefere Menüebenen zu gelangen. Dort kann man sehr detaillierte techn. Eigenschaften einstellen. Hoch interessant, welche Möglichkeiten man hier hat. Wer jedoch offiziell für Geld Strom einspeist (wir machen sowas nicht), muss natürlich die Gesetzmäßigkeiten beachten, darauf wird im Handbuch auch hingewiesen.

Leistung und DC Eingangsspannung.

Das Gerät hat einen sehr großen Eingangsspannungsbereich von 150V DC bis 1000V DC. Während fast des kompletten Bereiches kann die volle Leistung abverlangt werden, und der integrierte MPPT (Maximum Power Point Tracker) findet immer den optimalen Leistungspunkt (Produkt aus Spannung x Strom) der PV Anlage.

Dazu wird die DC der PV über einen Boost-Buck Wandler, welcher gleichzeitig die MPPT Funktion programmtechnisch integriert hat, geleitet. Dies wird mit einem Infinion DF80R12W2H3F IGBT realisiert. Dazu ist auch noch ein HF Trafo als Speicherdrossel erforderlich. Somit ist im Gerät selbst immer die gleiche symetrische DC Betriebsspannung / Busspannung (Plus, Masse, Minus / +/- rund 300V DC) vorhanden – ganz gleich ob die PV Anlage nur 200V DC liefert, oder vielleicht sogar knapp 1000V, was auch noch zulässig ist.

Die intern generierte Busspannung wird dann über den FS3L30R07W2H3F, (6 fach Brücke) zerhackt, und über Filter mittels N auf die drei Phasen gegeben. Eigentlich ganz einfach, oder? Konkret sind dazu nur zwei gekühlte Bauteile nötig, die beiden erwähnten IGBTs. Die Speicherdrossel, und die drei nachfolgenden Filterdrosseln müssen nicht gekühlt werden. Echt cool. Denn Wärme entsteht nicht wirklich viel. Unten finden Sie die Links zum jeweiligen Datenblatt der beiden verwendeten IBGTs. Was will man mehr?

Und der Fronius Symo Hybrid?

Jo, der Fronius Symo Hybrid ist eine Erweiterung des Fronius Symo. Denn der Hybrid kann (muss nicht zwingend) auch an eine HV Batterie (Akku) angeschlossen werden, und kann auch – wenn es sein muss jedoch eingeschränkt – ein (etwas schwächliches) 3 phasiges Inselnetz aufbauen. Dieses Inselnetz reicht jedoch nicht für ein ganzes Haus mit allen eingeschalteten Großverbrauchern. Außerdem wandert die Frequenz (leider, aber absichtlich) auf 54 Hz. Damit laufen garantiert alle netzsynchronen Uhren nach dem Mond. Aber; der Fronius Symo Hybrid kann bei Dunkelheit (Nachts) fast vollständig den Strombedarf aus dem Akku decken, welcher tagsüber über die PV Anlage wieder aufgeladen wird. Immerhin.

Vielen Dank Ihnen und Euch fürs lesen von Teil 1 der Vorstellung des Fronius Symo Netzwechselrichter.

Bitte lesen Sie sich auch noch den bald folgenden zweiten Teil zur internen Technik und Funktionsweise durch, welcher bald hier erscheint/verlinkt wird.

Ihr/Euer Jürgen

Neue (Funk) Ladetechnik vom Smartphone Hersteller Huawei

Einige Menschen haben Angst vor Elektrosmog. Dies schließt auch die Mobilfunkmasten ein. Dies mag durchaus begründet sein, wird aber aktuell von Seiten der Behörden nicht als Gefahr eingestuft. Man muss hier bedenken; wer krank ist, muss sich manchmal mehrmals jährlich extrem starken elektromagnetischen Strahlungen von MRT (Magneto Resonanz Tomografie) aussetzen. Ist diese Strahlung wirklich gefährlich? Sicherlich ist sie nicht förderlich. Fakt ist aber auch; die Entwicklung geht weiter, und wir können mit Dampfmaschinen alleine keinen Blumentopf mehr gewinnen!


1992 wurde von IBM das erste Smartphone entwickelt bzw. vorgestellt. Heute sind wir 30 Jahre weiter, und heutige Smartphones sind schon „ziemlich“ gut. Freilich muss man sich auch fragen; brauchen wir (Menschen) diese moderne Technik wirklich? Im Sinne der Weiterentwicklung denke ich schon. Dies muss freilich nicht für jeden einzelnen Menschen Gültigkeit haben. Manche Menschen sagen sich; ich möchte gerne ein Smartphone haben und nutzen, aber es muss keine 1000,- Euro kosten. Das ist auch völlig okay.

Radiowellen, Funkwellen
pexels-photo-10094293; Funkwellen gibt es heute fast überall. Ob diese schädlich sind, bleibt abzuwarten.
Funkwellen findet man auch im Krankenhaus, z.B. dann wenn eine MRT Untersuchung ansteht. Deren Magnetfelder sind auch von völlig unterschiedlicher Frequenz, und sogar ganz extrem stark. So stark, dass sämtliche elektronische Geräte vom Körper entfernt werden müssen, um diese nicht in Sekunden zu zerstören.

Es geht voran

Die Entwicklung geht weiter. Schon seit einigen Jahren brauchen wir in Smartphones keinen Stecker mehr einstecken, um es aufladen zu können bzw. zu müssen. Wir legen es einfach auf eine mobile Ladestation. Dies funktioniert wenn im Smartphone diese Technik ebenfalls unterstützt wird. Aber es muss eben auf einem bestimmten Platz gelegt werden. Nämlich auf die spezielle Ladeschale. Aber es geht (demnächst) noch einfacher.

Im Prinzip handelt es sich bei der hier vorgestellten Technik mit dem Auflegen auf einer speziellen Ladefläche um einen Trafo. Die Primärwicklung ist in der mobilen Ladestation. Das ist die Fläche, auf der wir das Smartphone einfach auflegen. Die Sekundärwicklung ist im Smartphone. Beide Geräte müssen jedoch dicht zusammen sein. Wenige Zentimeter Abstand unterbricht schon die Aufladung. Auch moderne PKWs haben so eine mobile Lademöglichkeit integriert. Das ist schon praktisch. Moderne Smartphones laden zumindest Nachts den Akku bis zum nächsten Morgen nicht direkt voll, sondern nur bis ca. 80%. Der Rest wird kurz vor dem verlassen des Hauses aufgeladen. Dies dient der Lebensdauer des Akkus.

Der nächste Schritt der Smartphone-Ladetechnik; Hypercharge

Huawei z.B. kann mit bis zu 200Watt – das ist schon echt viel für ein Smartphone(Akku) – den eingebauten Akku in nur 8 Minuten von völlig leer auf 100% aufladen. Das Verfahren von Huawei nennt sich „Hypercharge“. Eine echte „Leistung“, keine Frage. Wie gut das für den Akku auf Dauer ist, müsste man vielleicht in Frage stellen. Aber eines sollte auch klar sein; die Akkus von heute und morgen sind robust, und nicht mit den ersten Lipo Akkus vergleichbar.

Strom aus der Luft

Nicola Tesla wollte auch schon um 1890 kostenlose Energie über die Luft verteilen. Ein Smartphone gab es seinerzeit freilich noch nicht 🙂 So eine Technik, Strom über die Luft zu übertragen, ist durchaus möglich. Denn Huawei möchte mit seiner Technik „Mi Air Charge“ auch schon bald seine Huawei Smartphones über mehrere Meter Entfernung – übrigens nicht nur die eigenen Smartphones, sondern auch andere mobile Geräte, wie Ohrhörer usw. – kabellos „mit der Mi Air Charge Systemlösung“ aufladen. Diese muss natürlich noch genehmigt werden. Hier sind aber ernsthaft keine großen Hürden zu erwarten.

Und so funktioniert der Kram 🙂

Über eine Entfernung von mehreren Metern wird ein „Stromstrahl“ (na ja, nur sinnbildlich) von einer Ladestation an mobile Geräte mit einer Leistung von einigen Watt übertragen. Dabei muss der Empfänger diese Technik unterstützen, dem Ladegerät auch seine Position mitteilen. Dann wird im Empfänger mit dutzenden von Antennen die elektromagnetische Energie in Strom umgewandelt, und über einen Laderegler dem Akku zugeführt. Ist doch ganz einfach 🙂 Aufgrund der genauen Positionierung des Empfängers, wird dann der Elektrosmog auch recht gering gehalten.

Vielen Dank fürs lesen, Ihr Jürgen Blumenkamp

Windkraft und Photovoltaik – quo vadis?

Wie soll das alles noch werden? Wie wird sich das noch entwickeln? quo vadis, lateinisch, zu deutsch „was wird daraus“? Wollen wir wirklich gefährliche Atomkraft? Immer mal wieder ein Unfall, mit krebskranken Menschen, verseuchter Umwelt? Und auch Kohlekraft, auch gefährlich und umweltschädlich? Oder ist vielleicht doch die Photovoltaik in Verbindung mit Windkraft, und guten Stromspeichern die Lösung? Von mir aus gerne.


Die Politik und die Industrie haben offenbar aktuell andere Pläne, als sich mit phantastischer Technik, PV (Photovoltaik) und WKA (Windkraftanlagen) zu beschäftigen. „Die“ haben ganz andere Dinge zu tun, und können sich nicht um Vorschläge von völlig unwichtigen Personen kümmern. Warum sollten die sich um Alternative Energie kümmern? Das macht „denen da oben“ doch keinen Spaß. Sonne und Wind schicken ja nichtmal eine Rechnung! Ist ja voll langweilig. So ist sie, die bis vor kurzem noch besonders christliche Regierung (CDU) und die Industrie, welche die CDU fest im Griff hat. Oder hat die CDU die Industrie im Griff? Die – Politik und Industrie – machen weiter mit den Dingen, die sie immer schon gemacht haben, denn was anderes kennen die nicht, können die nicht, und versuchen die auch nicht. Selbst wenn, die wollen das einfach nicht; Dampfmaschinen und Verbrennungsmotoren. Alte Technik für unbewegliche Betonköpfe. Das lief immer. Damit kann man Geld verdienen. Umwelt? Was ist das denn? Wie schreibt man das? Ist das wichtig?

PV Modul
Copyright Pixabay. Solarbild Nr. 1306024. Phtovoltaik (PV) = Strom direkt aus (Sonnen) Licht. Und keiner schickt ne Rechnung. DAS ärgert natürlich die Energiebosse. Ja und? Sollen die sich doch ärgern!
Strom aus PV / Sonne. Genial. So genial, das die Energiebosse sich schwarz ärgern 🙂

Wir Bürger sollen uns einschränken, für die Unfähigkeit der Politiker!

Mehr auf die Umwelt achten, und weniger Fleisch essen. Wir Bürger sollen uns einfach mehr einschränken. Dabei zahlen wir Bürger letztlich alles, mit unseren Steuern und unseren Konsum. Denn Unternehmen schaffen nur Arbeitsplätze, zahlen aber keine oder kaum Steuern. Denn das ist ja der Preis der Steuerersparnis, nämlich Arbeitsplätze zu schaffen, um dann eben keine oder kaum Steuer zahlen zu müssen. DIE (Steuer) müssen dann die Bürger zahlen, und ihr Geld verkonsumieren. Aber vielleicht – ich glaube es zwar nicht, aber die Hoffnung stirbt ja – genau – zuletzt – wird mit der neuen Regierung alles besser. Ich habe da aber nicht viel Hoffnung. Denn ich weiß; Geld verdienen ist auch wichtig. Denn Geld regiert die Welt. Und das hat die CDU mit der Industrie immer schon hinbekommen – leider auf Kosten der Umwelt. Ja so ist das, wenn man nicht langfristig denkt.

Wie wird sich Deutschland energietechnisch entscheiden? Was wird die neue 2021er Regierung realisieren (können)?

Die bisherigen (Stand Oktober 2021) Sondierungsgespräche der Ampelregierung um SPD, Grünen und FDP wollen es ja zumindest „versuchen“ bis 2030 (Wahnsinn, bin voll begeistert) die Kohlekraft zu verabschieden.

Ampel(Regierung) 2021
copyright pexels-photo-1727004. Mal schauen, wie sich die neue Ampel(Regierung) ab 2021 durchsetzen kann. Einfach wird es wohl eher nicht.
Die neue Ampel(Regierung)

Und was sollen diese Blockaden für die PV und Windkraft eigentlich bewirken?

Wieso muss man eine PV (Photovoltaikanlage) anmelden? Wieso ist die Bürokratie so unglaublich hoch, dass viele Leute sich schon seit Jahren sagen; es lohnt sich einfach nicht. Die Auflagen sind so knallhart, die Steine sind so dermaßen groß und schwer, die einen von der Politik und auch von große Teile der Industrie in den Weg gelegt werden. Auch die Windkraft wird massiv blockiert, mit zig Maßnahmen. Ist das wirklich die Politik, die wir alle wollen? Einige wollen sie ganz sicher so. Aber viele Leute wollen sie nicht, die Politik von „denen da oben“. Die Politik von denen, die es nicht können (Stand bis September 2021).

Fridays for future um Greta Thunberg

Ich sprach es oben schon an; Greta Thunberg hat vor einigen Jahren eine wirklich phantastische Bewegung ins rollen gebracht. Und diese Bewegung rollt immer noch, hat schon sehr viel Gutes und Umweltfreundliches bewirkt. Und diese Bewegung wird noch viel mehr Gutes bewirken. Wir alle müssen nur noch etwas Geduld haben. Das ist kein Versprechen. Das ist meine ganz große Hoffnung, die vermutlich auch eintreffen wird. Und das finde ich richtig fett gut!

Vielen Dank Ihnen und Euch allen für das Lesen dieses meines Artikels. Ihr seid gerne eingeladen, hier auch zu kommentieren. Auf geht´s. 🙂

VG, Jürgen Blumenkamp (der schon oft als „Ökospinner“ bezeichnet wurde)

Das (mögliche) Problem mit dem Lithium

Wohl kaum ein Bereich ist seit einigen Jahren so stark in Diskussion, wie das Thema um die E-Mobilität. Es gibt viele Befürworter, zu denen ich selbst immer schon gehörte. Es gibt aber auch viele Gegner. Hier wollen wir mal beschreiben, woher große Teile des Lithium herkommen, wofür es benötigt wird, und warum der Abbau aktuell noch nötig ist – um einen echten umweltgerechten Umschwung zu ermöglichen. Ein Vorteil für alle Menschen. Eine echte Win-Win Situation.


Man kann sich ruhig auf dem Kopf stellen. Es wird sich aber dennoch nichts ändern. Wie auch? Wenn es so einfach wäre, würden wir alle auf dem Kopf stehen – nur um z.B. das Wetter zu ändern. Oder die Umwelt. So läuft das aber nun mal nicht. Denn die Dinge entwickeln sich so, wie sie sich entwickeln müssen. Und darum kann man – dies nur am Rande – auch als einzelne Person nicht viel ändern, wenn man sein eigenes Verhalten ändert. Es kann höchstens als Vorbild für andere Menschen dienen. Bestenfalls. Das ist auch ganz okay soweit. Das ist auch so beim Riesenthema „Lithium“ und „Kobalt“. Auf der einen Seite ein Problem. Auf der anderen Seite aber auch eine (riesige) Chance, ein Vorteil für alle Menschen, für die ganze Umwelt, eine echte Win-Win Situation. Wir müssen es nur richtig machen!

Die industrielle Revolution

Um 1850 begann sie mit Dampfmaschinen, welche mühselig über ein Feuer und einen Wasserkessel angeheizt wurden – übrigens ähnlich altmodisch, wie heute noch die Atomkraftwerke funktionieren. Die Technik der Dampfmaschinen ist schön anzusehen. Wirklich keine Frage. Ich finde die Dinger auch ganz okay. Und das ist nicht ironisch gemeint. Aber der Wirkungsgrad ist einfach zu schlecht. Darum haben wir diese Dampfmaschinen nicht mehr. Eigentlich logisch, oder? Die Dinge entwickeln sich nun mal weiter. Und das ist doch auch völlig okay. Oder wollen wir Stillstand? Heute noch so leben, wie vor einigen hundert Jahren? Ehrlich? Na dann herzlichen Glückwunsch. Ich bin da wirklich total tolerant. Wer heute noch so leben möchte, wie vor hunderten von Jahren, soll das gerne tun. Habe ich kein Problem mit. Jeder soll tun und lassen, was er/sie/es möchte. Für mich ist das aber leider nichts. Ich bin Techniker, und liebe die Technik. Auch wenn die nicht immer liebenswert ist.

Pexels Foto Nr. 3976320, Windturbinen
Pexels Foto Nr. 3976320 von Kervin Edward Lara, Windturbinen, Windkraft.
Es nützt alles nichts. Dampfmaschinen sind schön anzusehen, haben aber einen total miesen Wirkungsgrad. Darum gibt es die heute nicht mehr. Und genauso ist es bei Verbrennermotoren. Auch eine schön anzusehende Technik, aber auch mit vielen komplexen Teilen, und mit einem extrem schlechten Wirkungsgrad. Darum gibt es diese Motoren bald nicht mehr. Wir können auch die gefährlichen Atomkraftwerke, und die umweltschädlichen Kohlekraftwerke, welche beide! einen sehr schlechten Wirkungsgrad haben auf Dauer nicht mehr einsetzen. Die Lösung kann nur eine intelligente Verbindung zwischen der Alternativen Energieerzeugung aus Photovoltaik (Sonnenlicht) und Windkraft (Luftdruckunterschiede), gekoppelt mit einer umweltverträglichen Speichertechnik sein. Denn E Motoren in E Autos haben zwar einen genialen Wirkungsgrad von über 90%, aber der Strom muss ja auch irgendwo herkommen. Und das ist gar nicht so schwer, versprochen! Denn so viel Strom ist das gar nicht.
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Jeder Mensch braucht Lithium. Wirklich!

Haben Sie ein Smartphone, einen Notebook, oder andere Kleingeräte? Dann haben Sie darin auch einen Lithiumakku. Ist einfach so. Doch wo kommt das Lithium her, wie wird es abgebaut, welche Umweltschäden können entstehen?

Und wofür braucht man Kobalt?

Heutige Akkus (Stand 2021) brauchen neben Lithium auch Kobalt, und zwar jeweils in etwa rund 10 kg pro Autoakku. Doch der Kobaltabbau ist ebenfalls wie der Lithium Abbau nicht gerade sauber. Abgebaut wird der Kobalt zum Beispiel im Afrikanischem Kongo. Rund 20% findet jedoch mehr oder weniger illegal statt. Die Arbeitsbedingungen sind einfach nur schlecht, und hier sterben auch immer wieder Menschen. Das hier auch die verbotene Kinderarbeit an der Tagesordnung steht, ist klar. Der Mindestlohn im Kongo (am Tag wohlgemerkt!) liegt bei lächerlichen 4,- Euro. Auch wenn es im Kongo für dieses Geld viel mehr Gegenwert gibt, als im Europäischem Raum; es bleibt eine lächerliche Schande. Wir wollen hier keinesfalls einzelne Länder oder deren Menschen schlecht machen. Dies liegt mir schlicht fern. Fakt ist aber, dass die Chinesischen Firmen im Kongo den Hauptabnehmer für Kobalt darstellen. Immerhin wird in China rund 80% Kobalt aufbereitet, und somit ist China ein Monopolist. Hier sollte erheblich mehr Transparenz sein! Der Kobalt darf nur von Erwachsenen Menschen angeliefert werden. Ob jedoch Kinder diesen Kobalt abgebaut haben, stört hier niemandem. Offenbar stört sich daran die (deutsche) Autoindustrie auch nicht so sonderlich. Wie sonst ist zu erklären, dass es kaum Standards für den Kobalt- und Lithium Abbau gibt? Die (deutsche) Autoindustrie tut auch hier so, als sei alles in bester Ordnung; wir produzieren die schönen sauberen E-Autos, und sagen auch; ja, der Abbau der Rohstoffe für die Akkus ist auch sauber. Aber genau das ist Stand 2021 noch immer nicht der Fall. Muss das denn wirklich sein? Muss man leben nach dem Motto; nach mir die Sintflut? Wir sterben doch eh bald, sollen unsere Kinder es richten. Nein, so geht das nicht! Ich persönlich, Jürgen Blumenkamp, bin klarer Befürworter der E Mobilität. Aber bitte nicht auf dem Rücken der Ärmsten der Armen.

Wo wird Kobalt aktuell (Stand 2021) abgebaut?

Jährlich rund 90.000 Tonnen stammen aus dem afrikanischem Kongo, welcher nach China exportiert wird. Das erheblich größere Russland fördert nur 5.900 Tonnen. Es folgen Kanada mit 3800 Tonnen, Kuba mit 4900 Tonnen, Australien mit 4700 Tonnen.

Lithium aus Puna, Argentinien, Süd Amerika

Auf dem südamerikanischem Kontinent, in der Gegend von Chile hat sich im Laufe von millionen von Jahren auf der rund 1800km langen Hochebene zwischen zwei Gebirgsketten viel Lithium angesammelt, denn hier gibt es eine sogenannte Höhlenwüste.

Puna, Argentinien, Süd Amerika
Photo by Pixabay, Puna, Argentinien, Südamerika
Die Hochebene in Argentinien, wo das Lithium abgebaut wird.

Eine geologisch aktive Region auf der Erde

Es brodelt, Vulkanismus und Trockenheit, hier gibt es tonnenweise Lithium. Die Wüstensonne hat über Jahrmillionen die Salzseen eingedampft, und so die Minerale konzentriert. Früher hat man hier nur das Salz abgebaut. Heute wird die Sole (Flüssigkeit) angezapft. In einem Liter dieser Soleflüssigkeit, die wie Wasser aussieht, ist rund 1 Gramm Lithium enthalten. Die Menge für einen heutigen (Stand 2021) Smartphoneakku. Für einen heutigen E-Auto Akku braucht man aber noch rund 10000 Liter, also dann rund min. 10 kg Lithium. Eines der möglichen Probleme ist also der hohe Wasserverbrauch. Auch wenn Wasser vielleicht nicht wirklich verbraucht wird, weil es ja ein Kreislauf ist, so ergibt sich dennoch eine (zumindest vorübergehende) Verlagerung von Wassermengen. Hier gibt es auch eine Industrie, welche das Lithium abbaut. Die Livent Mine ist hier führend. Doch genau dieses Unternehmen möchte keine Interviews geben. Schade eigentlich. Aktuell werden hier rund 6000 Tonnen Lithium abgebaut. Diese Menge reicht für rund 500000 E-Auto Akkus. Die Produktion soll jedoch erheblich gesteigert werden.

Das Abbauprinzip

Ansich muss man „nur“ die Soleflüssigkeit in einem (flachen) See pumpen. Dann verdunstet durch die Sonne die (große Menge) Flüssigkeit, die ja auch Wasser enthält, aber eben auch das Lithium. Übrig bleibt nach einigen Monaten ein ca. 5%iges Lithiumkonzentrat. Leider fehlt das Wasser jetzt an manchen Stellen, denn es ist ja in die Wolkenschicht aufgestiegen. Darunter leiden auch die Landwirte, die ja dann ihre Pflanzen nicht mehr optimal bewirtschaften können. Fakt ist offenbar, dass die Region sowieso sehr regenarm ist. Die Gegner des Abbaus sagen, dass der Abbau des Lithium zum absenken des umliegenden Grundwasserspiegels führt. Die Befürworter sagen; nein, der Abbau ist ein abgeschlossenes System, und hat keinen oder kaum Einfluss auf den umliegenden Grundwasserspiegel. Fakt scheint zu sein, dass der Abbau von Lithium viel Wasser (Süßwasser) in Anspruch nimmt.

Eine Chance für Argentinien?

Generell ist der Lithiumabbau durchaus ein lohnendes Projekt, welche für Argentinien durchaus wirtschaftlich interessant sein kann. Der Abbau von Lithium ist übrigens im Vergleich zum Abbau von Kupfer (oder auch Gold) immer noch erheblich sauberer, und umweltfreundlicher. Auch der energieaufwand ist einigermaßen okay, denn die meiste Energie liefert ja die Sonne beim trocknen der Soleflüssigkeit über einige Monate. Auch dies spricht – ganz allgemein – dafür, zukünftig viel mehr alternative Energie zu nutzen, also Techniken, welche die Energie der Sonne und Ihre Folgeenergien (Wind) nutzen. Denn die Sonne und der Wind schicken keine Rechnung. Ist doch praktisch, oder? Aber dies wollen offenbar viele Menschen nicht wahrhaben, und ignorieren dies.

Die (allgemeine) Industriealisierung

So lange wir die Erde bevölkern, brauchen wir auch Rohstoffe. Wir müssen nur aufpassen, dass wir dabei nicht die Umwelt zu sehr belasten. Denn schon das oberste Gericht hat gerade in 2021 klar gestellt; jedes Land, auch Deutschland hat die Pflicht, die Umwelt zu schützen, und vorausschauend zu planen. Denn unsere Kinder und Enkel wollen hier auch noch leben können auf dieser Erde – ohne im Sommer unendlich schwitzen zu müssen, oder von Überschwemmungen heim gesucht zu werden. Ein weiteres Problem ist auch die Umweltflucht. Dies führt zu Einwanderungen fremder Menschen, auch in Deutschland, einfach weil die Menschen in Ihren Regionen aufgrund der Trockenheit nicht mehr leben können. Mal ehrlich, wem kann man so eine Flucht verübeln? Wir hier in Deutschland würden doch auch auswandern in andere Länder, wenn uns hier das Leben unmöglich gemacht wird. Hier fehlt also schlicht das Verständnis für andere Menschen, was ganz allgemein vermutlich das größte Problem ist. Fakt ist aber auch, dass wir nicht auf Dauer mit Verbrennermotoren (die alte Knattertechnik) durch die Gegend fahren können. Wir können auch nicht mit riesigen Schornsteinen in Kohlekraftwerken die Luft (und auch die Lebewesen) verpesten. Denn das ist auch keine Lösung.

Die Lösung? Der Skandal?

Das größte Problem beim Lithiumabbau ist vermutlich der eigentliche Abbau in den Minen. Denn hier gibt es praktisch keine Kontrollen. Die Firmen lassen aktuell ja nichtmal Reporter in Ihre Produktionen reinschauen. Dies alleine „stinkt“ zum Himmel. Hier muss viel mehr Druck von der Allgemeinheit ausgeübt werden. Und dieser Druck wird kommen, keine Frage. Denn man kann sich nicht auf Dauer ducken. Irgendwann kriegt man einen auf dem Deckel. So müssten sich alle Akkuhersteller, welche ja immer noch das Lithium brauchen für Ihre Akkus, zusammen tun, und knallharte Standards durchsetzen. Aber da haben die aktuell wohl noch kein großes Interesse dran. Schade, sehr schade 😦 Aber dieser Punkt des Interesses wird noch kommen!

Vielen Dank sagt Jürgen Blumenkamp für Ihre Lesegeduld. Hier noch ein paar Links zum Thema „Lithium“, und zum angesprochenen Umwelturteil.

Wikipedia, Abbau von Lithium.

Das oben angesprochene Oberste Gericht zu Umwelturteil.

Die neue Technik; die Physik der Quantencomputer (QC)

Was um alles in der Welt ist ein Quantencomputer? Wir wollen diese Technik hier vorstellen. Ein QC (Quantencomputer) hat ein Prozessor, welcher die Gesetze der Quantenmechanik nutzt – und das ist ganz neu. Im Unterschied zum herkömmlichen Computer arbeitet ein Quantencomputer nicht auf der Basis elektrischer Informationen in Form von 1 und 0. Statt dessen werden quantenmechanische Zustände mit Hilfe von QuBits verarbeitet. Und das ist genial – und bahnbrechend neu.


Einen herkömmlichen Computer kennt heute eigentlich jedes Kind. Man muss nicht wissen, wie so ein Gerät funktioniert. Phantastisch ist ein – sogar schon herkömmlicher – Computer aber allemal. Er – der Computer – ist die Hardware. Eben all das, was man anfassen kann, wo man gegen treten kann (sollte man aber nicht tun!). Aber man braucht auch clevere Software, also das BIOS (Basic Input Output System), und das OS (Operating System). Eben all das, was man nicht anfassen kann. Es sind letztlich die Befehle, das Betriebssystem, die Anweisungen, wie in diesen und jenen (Rechen)Fällen vorzugehen ist, um eine Lösung zu finden. Und die Software macht es auch überhaupt erst möglich, mit dem Computer zu interagieren, also z.B. Befehle einzugeben, über die Tastatur, oder die Eingabemaus. Schon heute (2021) können wir sogar per Sprachbefehl einem herkömmlichen Computer umfangreich steuern.

Bits und Bytes – für den (herkömmlichen) Computer

Wenn eine Beleuchtung eingeschaltet ist, kann sie auch ausgeschaltet sein. Von den Zwischenzuständen (gedimmt) mal abgesehen. Also kann diese Situation mit einem Bit und seinen beiden möglichen Zuständen 1 für „Lampe ein“ und 0 für „Lampe aus“ dargestellt werden. Wenn man 8 Bits zusammen fasst, hat man ein Byte. Stellt man sich für diese 8 Bit also 8 Leuchten vor, kann man mit einem Byte schon 256 verschiedene Zustände der 8 Leuchten darstellen. z.B. können alle Leuchten aus sein. Oder alle ein. Oder nur die vierte Leuchte ist eingeschaltet. So gibt es wie erwähnt 256 verschiedene Zustände. Die Z3 war übrigens der erste funktionsfähige Computer und wurde 1941 von Konrad Zuse und Helmut Schreyer gebaut.

Wann gibt es Quantencomputer zu kaufen?

IBM hat im Januar 2019 seinen ersten Quantencomputer auf dem Markt per Miete angeboten, konkret den Quantum System One. Dieses System hat 27 QuBits. Diese Quantencomputer können ganz besonders gut und ganz besonders schnell rechnen. Quasi in Lichtgeschwindigkeit. Aber aktuell nur bei exra für diese Quantencomputer zugeschnittene Rechenaufgaben. Das wird man aber alles noch verbessern. Immer mit der Ruhe! Aktuelle Quantencomputer haben bereits spezielle Rechenaufgaben in wenigen Minuten gelöst. Dafür brauchen die herkömmliche Computer 10000 Jahre. Da lohnt es sich schon, die Sache mit den Quantencomputern, den Qubits, und der Quantenphysik weiter zu erforschen!

Aber wie arbeitet ein Quantencomputer?

Gute Frage. Denn es gibt noch nicht viele Quantencomputer. Darum kann man die nicht mal eben kaufen, und aufmachen, um mal zu schauen, wie so ein Teil von innen aussieht. Und die wenigen sind ziemlich teuer. Ziemlich sehr teuer! Aktuell kostet der obige IBM Quantencomputer eine Monatsmiete von knapp 30.000,- Euro. Fakt ist, das herkömmliche Computer, solche die wir alle kennen, also mit Millionen von Transistoren in sog. Integrierten Schaltkreisen (Prozessoren) Bitinformationen (eben mit Bits) rechnen. Das wird mit Hilfe der bekannten herkömmlichen Physik der (Bau)Teile gemacht. Ein Quantencomputer kann aber nicht nur die bittypischen Zustände 0 und 1, sondern auch alle Zustände dazwischen ermitteln und verarbeiten. Diese Zwischenzustände werden als „Qubits“ bezeichnet. Das ist voll phantastisch! Denn Quantencomputer können mit Ihren Qubits – wenn sie das sollen – deren besondere Eigenschaft ausnutzen. Nämlich die vielen Zwischenzustände verarbeiten. Das ganze bitteschön gleichzeitig, und nicht seriell (nach einander). Die herkömmlichen Computer können mittels der Bits nur 0 oder 1 darstellen. Eine Münze liegt entweder mit der Zahl oder dem Kopf oben. Ein Qubit des Quntencomputer kann jedoch auch – sinnbindlich (aber in echt) – eine geworfene Münze während Ihres Höhen- und Abwartsfluges, während sie sich dreht, verarbeiten. Er, der QC kann also die Millionen Zwischenzustände der Münze berechnen, obwohl sie noch gar nicht „gelandet“ ist. Das Qubit des QC (Quantencomputer) kennt also nicht nur die klassischen Zustände 0 und 1, sondern noch Millionen weitere Zustände. Finde ich voll gut 🙂

Wie werden die Qubits geschrieben und gelesen?

Üblicherweise macht man das mit Microwellenstrahlung, oder mit Licht bzw. Lasern. Aber Google arbeitet an einem anderen Arbeitssystem. Dort werden elektrische Impulse genutzt, um die Qubits im Kreis fliegen bzw. fließen zu lassen. Aber auch hier ist Microwellenstrahlung nötig. Andere Forscher arbeiten aber auch an anderen Techniken. Hier wird dann mit Photonen (Lichtteilchen) gearbeitet, welche eine physikalische Umsetzung von Qubits darstellen.

Wie groß ist so ein Quantencomputer?

Bisher noch ziemlich groß. In aller Regel ist der Prozessor, welcher nicht nur die üblichen Bitzustände 0 und 1 wie ein herkömmlicher Computer es kann, mit all seinen Zusatzgeräten und Meßstellen so groß, wie ein ganzes (sehr großes) Zimmer. Aber die Rechenkünstler werden immer kleiner!

Team Monz von der Uni Innsbruck

Ein Team unter Leitung von Thomas Monz von der Universität Innsbruck ist es gerade im Juni/Juli 2021 gelungen, einen Quantencomputer in zwei 19 Zoll Serverracks unter zu bringen. So ein System muss jetzt nicht mehr in großen Industriehallen stehen, oder in Universitätshallen von Forschungseinrichtungen. Sowas passt jetzt auch in einem Rechenzentrum – und leistet dort Enormes! Bei diesem Quantencomputer werden 24 verschränkte Calcium Ionen in einer Magnetfalle als Qubits (also die vielen Zwischenzustände zwischen 0 und 1) verwendet. Diese Qubits werden mit Laser in verschiedene Energiezustände gebracht, was den vielen Nullen und Einsen (den Bits) eines herkömmlichen Siliziumcomputers entspricht. Die beiden Racks sind durch elektrische und optische Leitungen miteinander verbunden.

19 Zoll Quantencomputer, UNI Innsbruck
Team Monz, UNI Innsbruck. Schematischer Aufbau der beiden 19″ Racks des Quantencomputers. Copyright CC BY 4.0
Laut dem Team Monz der UNI Innsbruck arbeitet der modulare Quantencomputer sehr zuverlässig.

Muss das so kalt sein?

Oh ja. Denn bei Quantencomputern wird die sog. Quantenphysik, welche wahrlich völlig anders funktioniert, und nur von wenigen Menschen verstanden und erklärt werden kann, angewandt. Das Ganze funktioniert auch nur bei extremer Kälte. Nämlich beim absoluten Nullpunkt. Und der ist wahrlich ziemlich kalt! Wir reden hier über eine Temperatur, die im Bereich von -273 Grad Celsius liegen muss. Was für Lebewesen also ziemlich kalt und tödlich ist, ist für Quantencomputer ziemlich gut temperiert und notwendig.

Ein Beispiel zur Nutzung dieser Technik

Dieser IBM Quantencomputer wurde durch unsere Bundeskanzlerin Merkel mit einer entsprechenden Bitte und einer netten Förderung für diese Technik nach Baden-Württemberg in eine Industriehalle in der Nähe von Ehningen Nahe Stuttgart, in das Fraunhofer Institut geholt. Dort soll weiter an dieser Technik geforscht werden. Beispielsweise soll mit Simulationen ermittelt werden, welche chemischen Komponenten in einem Akku sich als „gut“ bewerten lassen – ohne den Akku überhaupt immer erst aufbauen und testen zu müssen. Gute Idee!

Der Zuse Z3 Computer, Infos auf Wikipedia.

Hier kann man eine Anfrage stellen, nach dem IBM Quantencomputer.

Hier der Link zur CC BY 4.0 Lizenz des obigen Bildes der Uni Insbruck (Team Monz).

YT Video, erklärt die Funktionsweise eines Quantencomputer.

Und Quarks kann auch gut Quantencomputer erklären 🙂

Tachojustierung, Tachomanipulierung, km Zähler

Tachostände von PKW Kilometerzählern werden manipuliert. Warum? Nun, es geht wie immer um das Geld. Der RATGEBER im Ersten berichtete kürzlich darüber. PKWs mit geringeren Kilometerständen können besser verkauft werden. Das ist natürlich Betrug, keine Frage! Die PKW Industrie könnte – wenn Sie wollte – durchaus etwas dagegen unternehmen. Wenn sie denn wollte…


Es stellt sich raus, der km Zähler des gerade gekauften PKW nicht korrekt ist. Ist schon irgendwie blöd, oder? Wollen Sie dann den Verkäufer suchen und ggf. verklagen? Was ist zu tun in so einem Fall? Nun, wenn Sie dies nachweisen können (z.B. mit den Vorbesitzern sprechen….) können Sie – mit etwas Glück – den Verkäufer belangen.

Wie kommt überhaupt ein „falscher“ Kilometerstand zustande? Früher konnte man Geräte nur illegal kaufen, die man – mit etwas Kenntnis – selber an die Servicebuchse (OBD On Board Diagnostics) des PKWs anschließt. Noch weiter zurück gab es solche OBD Buchsen nicht, die Zähler waren noch mechanisch, und wurden somit auch mechanisch zurück gedreht. Für um die 300,- Euro gibt es heute solche OBD Geräte ganz offiziell zu kaufen. Und das ist nichtmal mehr strafbar. Allerdings ist die Benutzung strafbar. Es sei denn, Sie sagen beim Käufer auch ganz klar; ich habe den KM Zähler zurück gedreht.

Toyota Yaris Hybrid, Cockpit, Tacho
Oben das Cockpit eines Hybridfahrzeuges. Weiß jemand, was das für ein Fahrzeug ist?
Tachostände, also km Stände zu manipulieren ist einfach, aber unerlaubt.

Denn auch bei der Polizei (Deutschland) hat man vor wenigen Jahren mal ein paar Dutzend „KM Kriminelle“ verfolgt und auch „verdonnert“. Doch die entsprechende Arbeitsgruppe wurde nach recht kurzer Zeit aufgelöst. Auch hier scheint kein ernsthaftes Interesse zu bestehen, diese Kriminellen zu fassen. Warum eigentlich nicht? Nun, was nicht verboten ist, lohnt sich nicht zu verfolgen.

Der RATGEBER im „Ersten“ hat sich so ein Gerät beschafft, getestet und untersucht. Dazu wurde das Gerät in einer unabhängigen Werkstatt umfangreich begutachtet. Fazit; Funktion einwandfrei. Es ist mit recht wenig Aufwand möglich gewesen, den KM Stand zu verändern – und niemand merkt etwas davon.

Doch was – könnte – die Lösung sein? Nun, ein fälschungssicherer Tacho ist möglich. Doch bei der Autoindustrie angefragt, wurde abgewimmelt. Der Staat sollte das „manipulieren“ von Tachoständen selber verfolgen und bestrafen. Denn: man hat dort einfach kein Interesse daran, solche Fälle aufzuklären. Warum nicht? Nun, die Autoindustrie hat kein Problem mit diesen „Missständen“. Das haben die Gebrauchtwagenhändler. Denn diese müssen letztlich garantieren, dass die KM Stände des PKW auch korrekt sind. Und wie schon erwähnt, lassen sich PKWs mit geringeren KM Ständen schlicht (erheblich) besser verkaufen. „Besser“ bedeutet eben auch „teurer“. Das ist – letztlich – „Betrug“.

Es ist zwar richtig, dass gebrauchte PKWs mit geringeren KM Ständen letztlich auch den Verkauf von Neuwagen – etwas – behindern. Aber viel Neuwagenverkaufsbehinderung ist das offenbar nicht. Ich meine, dass die Autoindustrie zukünftig für mehr einwandfreie Technik, wenig Umweltbelastung, und vor allem mehr Vertrauen werben sollte!

Schreiben Sie mir Ihre Meinung – gerne al Kommentar. Danke.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

Kann man sein Smartphone von der Steuer absetzen?

Man sagt immer, es sei so genial, selbstständig zu sein. Weil man dann z.B. auch sein Smartphone von der Steuer absetzen kann. Und weil man dann für sich selbst arbeitet, und nicht für einen Chef. Natürlich ist die Selbstständigkeit kein Zuckerschlecken. Aber Vorsicht; Zucker ist ungesund! Hier versuche ich mal zu klären, was geht – in Sachen „von der Steuer absetzen“.


Sicher kann man Vieles von der Steuer absetzen. Zumindest wenn man ein angemeldetes Gewerbe hat, welches eben auch eine Steuerausweisung haben muss, also kein „Kleingewerbe“ ohne Steuerausweisung (ohne ausgewiesene MwSt.) sein darf. Weitere Voraussetzung ist, dass man regelmäßig die Umsatzsteuererklärung (Umsatzsteuervorauszahlung) abgibt. Aber gilt das auch für ein Smartphone, oder iPhone (ist ja letztlich auch ein Smartphone)? Der Beleg muss/sollte auf seinen Namen, bzw. ggf. auf den Firmennamen ausgestellt sein (Ausnahme ist z.B. ein Tankbeleg), idealerweise mit ausgewiesener Steuer. Zum erfassen des Beleges eignet sich z.B. Lexoffice sehr gut, welches onlinebasiert ist, und daher nicht installiert werden muss, also von jedem Rechner passwortgeschützt genutzt werden kann – auf Wunsch auch per Zwei-Faktor-Authentifizierung. Viele User mögen keine onlinebasierten Programme, wollen lieber auf Ihrem eigenen Rechner die Progs installieren, und selber die Daten hosten. Ich sage Ihnen eines; vergessen Sie das! Diese Zeiten sind schlicht vorbei. Genauso wie es heute keine Dampfmaschinen mehr gibt. Der Beleg, also der Artikel muss freilich auch sinnig zum Gewerbe passen, und nicht beim Finanzamt gleich hochgezogene Augenbrauen verursachen. Letztlich ist aber die Frage, ob das Finanzamt diese Ausgabe akzeptiert. In aller Regel wird und muss das Finanzamt diesen Beleg aber akzeptieren!

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Alles Mögliche angeben beim Finanzamt ist kein Problem. Aber das Finanzamt muss es auch (notfalls zähneknirschend) akzeptieren.

Worauf ist zu achten?

Zunächst einmal ganz pauschal; ärgern Sie nicht Ihr Finanzamt! Es sitzt am längeren Hebel. Seien Sie sicher! Das bedeutet, halten Sie Ihre Abgabefristen ein. Vermeiden Sie verspätete Abgaben von Unterlagen. Lassen Sie keine Fragen offen. Halten Sie jährlich größenordnungsmäßig – auch wenn Sie aus welchen Gründen auch immer aktuell keine Steuer zahlen – 30% bis 50% Ihres Gewinnes pro Jahr auf einem separaten Konto parat. Denn es kann gut sein, dass das Finanzamt diesen Betrag, oder einen guten Teil davon nachträglich einfordern wird. Das Finanzamt tut nur seine Arbeit. Unterstützen Sie Ihr Finanzamt dabei, und Sie werden keine Probleme mit dem Finanzamt haben!

Der Beleg sollte auf dem Namen des Unternehmens ausgestellt sein, und wird ggf. für die Gewährleistung, aber auch als Beleg allgemein für das Unternehmen abgeheftet. Am besten Sie verwenden ein onlinebasiertes, professionelles Rechnungs und Buchhaltungsprogramm, da dieses alle möglichen Belege fast vollautomatisch per Texterkennung korrekt zuordnen kann. Übrigens, by the way; auch Kontoführungsgebühren können in vielen Fällen abgesetzt werden, und von professionellen Büroprogrammen auch zugeordnet werden. Dazu wird die entsprechende Buchung des Betrages direkt vom online Kontoauszug kategorisiert vom Buchhaltungsprogramm. Ist doch ganz easy.

Und nicht nur das Gerät (Smartphone) selbst, auch die laufenden Kosten beim Provider können abgesetzt werden – wenn diese auch betrieblich (voll oder teilweise) genutzt werden. Normalerweise ist auf dem Beleg auch eine USt. ausgewiesen. Diese Vorsteuer bekommt man bei der nächsten anstehenden Umsatzsteuervoranmeldung (monatlich z.B.) wieder zurück. Generell gilt dieses Verfahren für Summen bis 1000,- Euro. Bei höheren Summen muss man die Nutzungszeit (z.B. auf 3 Jahre) verteilen – freilich halten Smartphone´s oft nicht so lange…

Mögliche Einwände des Finanzamtes

In vielen Fällen wird – oft zu Recht, oft aber auch zu Unrecht- vom Finanzamt reklamiert, dass man das Telefon ja auch privat nutzt. Oder das Auto. Falls also keine volle Nutzung erfolgt, kann es erforderlich sein dafür einen privaten Obolus zu zahlen. Dazu wird z.B. in der Buchungsübersicht des online Finanzprogrammes eine private Telefonnutzung (z.B. 50%, oder auch mehr oder in vielen Fällen auch weniger) eingebucht. Oder eine private Autonutzung.

  • Lexoffice, ist ein geniales (online) Programm für fast alle Unternehmer
  • Es gibt in letzter Zeit immer mehr solcher online Buchhaltungsprogramme!
  • Das sagt Wikipedia zu Lexoffice. Lexoffice gehört zum Haufe Verlag.

Ihr Jürgen Blumenkamp

PS: Ja, ich nutze selbst seit längerer Zeit die oben beschriebene online Version von Lexoffice, und bin sehr damit zufrieden! Versprochen! Man muss nichts installieren, kann das Programm von jedem Gerät – auch vom Smartphone – nutzen, und es ist eine zuverlässige deutsche Entwicklung, die auch vom Finanzamt akzeptiert wird. Damit kann man sich auf die Kernthemen seines Betriebes konzentrieren. Sie haben Fragen dazu?

Fragen Sie mich 🙂

Im folgenden noch eine Abbildung der Onlineoberfläche. Dazu wird einfach die Webadresse von Lexoffice eingegeben, und man loggt sich ein. Das Programm ist eine Komplettlösung, und verwaltet fast alle Arten von Kunden, Artikel, Dienstleistungen, Kundenrechnungen, Lieferantenlieferungen (Ausgaben) und Kontobuchungen. Auch weitere Funktionen sind ebenfalls integriert, und/oder können freigeschaltet werden. Natürlich können Sie auch einen privaten Modus aktivieren, und so Ihre Zahlen z.B. vor Kunden verbergen, denen Sie etwas von Ihren Dienstleistungen zeigen möchten.

Oben die Abbildung nach dem Login. Ich bitte um Verständnis für die unkenntlich gemachten Unternehmenszahlen aus dem ersten Quartal 2021. Ich habe bewusst diese Art der Darstellung gewählt, statt den privaten Modus.
Oben eine der Bildschirmmasken der professionellen Unternehmersoftware „Lexoffice“.

Ich bedanke mich für´s lesen dieses Beitrages, und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, auch in finanzieller und unternehmerischer Sicht. Vielen Dank auch an den Steuerberater Burkhard Küpper von Küpper & Kollegen, von dem einige dieser Tipps übernommen wurden.

Freundliche Grüße

Jürgen Blumenkamp

Bahnbrechendes klimafreundliches Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG)

Ein ganz dicker Dank an die „Fridays for future“ Bewegung um Greta Thunberg. Diese Jugendlichen haben noch vor der Coronakrise (2018) begonnen, „die da oben“ mal wachzurütteln. Doch „die da oben“ wurden nicht wach. Die waren einfach zu müde. Aber das BVerfG hat nun mal richtig gerüttelt. Echt gut. Daumen ganz weit oben!


Halleluja. Was für ein bahnbrechendes Urteil! Fridays for Future (zu deutsch „Freitage für (die) Zukunft“ hat hier quasi eine Klage gewonnen. Hier ist die globale soziale Bewegung ausgehend von Schülern und Studierenden, die sich für umfassende und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen einsezen, ein ganz großer Sieg gelungen. Jeden Freitag hat diese meiner Meinung nach vorbildliche Bewegung die Schule quasi geschwänzt, um auf die Straße zu gehen und auf die aktuelle Klimapolitik hinzuweisen. Die Initiatorin ist die Schwedin Greta Thunberg. Sie hat wirklich etwas Phantastisches möglich gemacht. Daumen ganz weit oben. Hier sieht man deutlich, was man erreichen kann, wenn man für wirklich gute und wichtige (klima)Ziele auf die Straße geht.

Fridays for future
Photo by Markus Spiske on Pexels.com Bild Nr. 2058779
Ist es wirklich so schwer, mal etwas mehr auf das Klima zu achten? Wir brauchen mehr Alternative Energie, weniger Kohlekraftwerke, und weniger Atomkraftwerke. Warum klappt das nicht?

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat heute, am 29.04.2021 mehrere Klimaklagen mindestens für teilweise begründet erklärt. Das ist eine aus meiner Sicht wirklich sehr gute und sehr positive Nachricht. Denn gerade jetzt zu Coronazeiten geht es vielen Leuten einfach nicht wirklich gut. Denn es findet eine sehr große Geldumverteilung statt. Weg von den Armen, hin zu den Reichen. Und das ist wahrlich sozial betrachtet nicht gut. Aber gut ist das Urteil des Gerichts. Gibt es also doch noch Gerechtigkeit? Denn die Klagen waren erfolgreich, und das ist einfach nur gut. Auch der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Einzelkläger der 2018 erhobenen Klage, der 2020 weitere Personen und Verbände mit eigenen Klagen folgten, bewerten das Urteil als einen großen Erfolg. Nochmal; Daumen ganz weit oben!

Das BVerfG erklärt heute die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens im Grund genommen für verfassungsrechtlich verbindlich. Die grundrechtliche Freiheit, aber genauso auch das Staatsziel Umweltschutz verpflichteten den Gesetzgeber, einen zukunftsfähigen Plan zu entwickeln. Nur so kann mit den noch möglichen (restlichen) Emissionen sorgsam umgegangen werden. Das ist aber laut Gericht nicht gewährleistet. Denn wenn keinerlei konkrete Planung für die Zeit nach 2030 stattfindet, so das Gericht, und überdies beinahe das gesamte Budget nach der bisherigen Klimapolitik bis 2030 aufgebraucht sein werde, kann es für die jetzt ganz jungen Menschen, jene welche für Fridays for Future immer wieder den Mund auf gemacht haben, und auf die Straße gingen, keine lebenswerte Zukunft geben. Die Klimapolitik muss also ganz stark beschleunigt werden. Aber werden die Politiker und die Industriellen jetzt wach? Wir wollen es hoffen.

Nochmals meinen ganz persönlichen Glückwunsch an Fridays for Future um Greta Thunberg. Daumen ganz weit oben. Im folgenden noch ein paar wichtige Links;

  • Der Solarenergieförderverein SFV E V
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Ich bedanke mich für´s lesen, Euer Jürgen Blumenkamp

Die Folgen der Corona Pandemie – die noch gar nicht alle auf dem Schirm haben

Seit ungefähr Anfang 2020 ist in Deutschland quasi eine Art „Hölle“ los. Ein neuartiger Virus breitet sich von Bayern aus, nachdem er aus China dort eingeflogen wurde mit Fluggästen. Leider läuft organisatorisch im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Virus noch immer einiges schief.


Die Corona Pandemie (weltweites Auftreten) begann im letzten Quartal 2019 in China, Wuhan. Seit Anfang 2020 ist sie auch in Deutschland angekommen, und hat alleine in Deutschland 2,9 Millionen Menschen infiziert, und bis heute (April 2021) fast 80.000 Menschen zum Teil grausam getötet. Rein medizinisch musste alles unternommen werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Dies ist in Deutschland soweit auch ganz gut gelungen.

Hier soll grob die Chronologie der Pandemie beschrieben werden, aber auch die erkennbaren Folgen z.B. auf den Dumpinglohn, und die Reaktionen einiger Menschen aufgrund der Maßnahmen der Politik. Weiter versuchen wir zu ermitteln, warum die Regierung es offenbar nicht schafft den Virus in den Griff zu bekommen – auch wenn der Kampf gegen das Virus wahrlich nicht einfach ist. Letztlich ist es aber nicht schlimm, wenn man es selbst nicht kann. DANN sollte man aber Hilfe annehmen. Es gibt Unternehmen, die der Regierung bereits Hilfe bei der Organisation angeboten haben. Doch offenbar möchte die Regierung keine Hilfe. Erstaunlich, wenn man bedenkt das die Regierung alleine in 2020 über 430 Millionen Euro für externe Beratungen ausgegeben hat.

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Die Corona Pandemie verändert unser Leben.

Was läuft denn schief?

Hier soll nicht pauschal gegen die Politik geschimpft werden. Deren Job ist sicher nicht immer der Einfachste. Das größte Problem scheint der Impfstoff zu sein. Denn in erster Linie gibt es davon nicht genug. Aktuell gibt es 4 zugelassene Impfstoffe. Das ist BioNtech/Pfizer, Moderna, AstraZenica und Johnson & Johnson. AstraZenica und Johnson & Johnson sind in 03 und 04 2021 teilweise in die Kritik geraten, wegen einer möglichen Thrombosenbildung. Gut verträglich scheint u.a. BioNtech/Pfizer zu sein. Es wurde sehr viel Geld für rund 400 Impfzentren in Deutschland ausgegeben – obwohl wir auch rund 55000 Hausärzte haben, die Ihre Patienten (und deren Verträglichkeiten) gut kennen. Dort können leicht pro Tag rund 20 Patienten – oder mehr – geimpft werden. Die Impfzentren sowie auch die Zulassung des Impfstoffes wurde unter großem Zeitdruck durchgeführt. Die Impfzentren haben in der Vergangenheit sicher gute Dienste geleistet. Aber brauchen wir die (heute) wirklich noch? Teilweise sind an den Impfzentren (auch) bei Kälte die wartenden Bürger*Innen in einer langen Schlange. Sowas geht gar nicht! Auch die 116 117 ist oft für die Terminierung nicht erreichbar. Aber gerade alte Leute – Gefährdete – kennen sich mit Webseiten zur Anmeldung nicht aus. Noch etwas geht gar nicht; die Bürokratie im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung ist viel zu zeitaufwändig. Wenn diese durchaus unsinnige Bürokratie verringert werden kann, dann können auch Hausärzte endlich gute Arbeit und gute Dienste leisten bei der Corona-Impfung. Denn so sagen sich viele Ärzte; das ist pro Patient viel zu zeitaufwändig. Denn es muss sehr viel ausgefüllt werden, Patienten müssen unterschreiben und aufgeklärt werden. Nach der Impfung müssen diese ggf. noch einige Minuten beobachtet werden. So geht das nicht, wenn man einen „Impfturbo“ einschalten will. Im Fazit muss man feststellen; immer mehr Bürger*Innen können nicht verstehen, dass wir jetzt schon seit über einem Jahr fast eingesperrt werden.

Corona Maßnahmen laufen schief

Hans-Jochen Vogel ist im Juli 2020 gestorben, SPD, ehemaliger Münchener Oberbürgermeister, und Bundeskanzlerkandidat, und hat immer gesagt; „Politische Macht muss dienen“. War er, Vogel, einer der letzten ehrlichen Politiker? 1981 wurde er von seinen Parteifreunden vom Flughafen Berlin abgeholt mit Limousinen, um zum Schöneberger Rathaus zu fahren. Doch er lehnte ab und fuhr auf eigene Kosten per Taxi – seine Parteifreunde ließ er stehen.

Wie läuft es heute in der Politik, gerade im Zusammenhang von den Corona-Maßnahmen? Im Bundestag beschimpfen sich alle gegenseitig. Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister sagt, man müsse jedes private Treffen vermeiden. Er selbst trifft sich aber Abends mit Geschäftsfreunden. Dabei stellt sich heraus, er ist sogar schon mit Corona infiziert (ohne es zu wissen, wie zu vermuten ist). Weiter hat Spahn auch seine Unterstützer aufgerufen, seinen Wahlkampf finanziell zu unterstützen, jedoch mit max. 9999,- Euro, da bis zu dieser Grenze keine Spendernennung gefordert wird. Darf man ein solches Vorgehen „durchgehen“ lassen? Immobilien von Spahn werden mit mehreren 100.000,- Euro Gewinn nach wenigen Jahren wieder verkauft. Gleichzeitig wird aber gesagt, Hartz IV sei keine Armut. Was ist mit der Maskenaffäre, in der offenbar der Geschäftspartner von Spahn verwickelt ist? Warum müssen immer wieder in nächtlichen Sitzungen Politiker Entscheidungen treffen, bei denen womöglich viele einnicken, und dies als „abnicken“ gewertet wird? LKW Fahrer dürfen auch nicht zu lange und zu übermüdet fahren, einfach weil das zu gefährlich ist.

Schwindet das Vertrauen in die Politik?

Welches Vertrauen kann man noch in die Politik haben? Der einfache Arbeitnehmer muss Nebentätigkeiten von seinem Chef ausdrücklich bewilligen lassen, sonst droht eine Kündigung. Genauso ist es auch bei der Annahme von Weihnachtsgeschenken von Geschäftspartnern. Sowas anzunehmen kann auch die Kündigung kosten.

Aber ausgerechnet die Union blockiert seit vielen Jahren die Offenlegung von Nebeneinkünften der Politiker. Der aktuelle Vorschlag der „christlichen“ Union, Nebeneinkünfte erst offenlegen zu müssen ab 100.000,- Euro, kann für den Normalverdiener nur wie ein schlechter Witz klingen – über den man dann freilich auch nicht lachen kann. Wenn das Transparenz sein soll, ist eine Nebelkerze vielleicht auch ein Luftreiniger 😦 Gleichzeitig müssten wir alle doch eigentlich gerade jetzt alles unternehmen, um den Corona Virus zu stoppen. Aber warum dreht sich in der Politik schon jetzt so viel um die K Frage? Ist die wirklich so wichtig?

Was droht uns denn nun wirklich in dieser Coronakrise? Hans-Jochen Vogel hat immer gefordert, was gegen die Wohnungsnot zu machen. Denn mit normalen Gehältern ist es nicht möglich, in Großstädten zur Miete zu wohnen. Hier solle was gegen gemacht werden, hat Vogel immer gefordert. Damit war vermutlich nicht gemeint, dass Jens Spahn Immobilien günstig kauft, teuer vermietet, und am Schluss auch wieder mit Gewinn verkauft.

Durch die Gier einzelner Abgeordneter verliert die Politik immer mehr an Glaubwürdigkeit. Ist es nur Politikverdrossenheit? Oder kann daraus auch Demokratieverdrossenheit werden? Vielleicht hilft ein neuer Impfstoff für die Politiker und Manager Deutschlands; eine Impfung gegen gegen Gier!

Immer mehr Geldumverteilung?

Ich persönlich – Jürgen Blumenkamp – bin nicht pauschal sauer über die Politik. Deren Arbeit ist ganz sicher nicht einfach, und ich wollte die Arbeit auch nicht machen. Aber ich bin sauer darüber, dass es einen Mindestlohn gibt, der so dermaßen niedrig ist, dass ein normaler Lebensstil damit nicht möglich ist. Und auch ver.di kann nichts daran ändern. Ich persönlich bin von diesen Ungerechtigkeiten zwar größtenteils nicht betroffen. Meine Familie kann darüber echt froh sein. Aber es gibt unendlich viele Menschen, deren Leben eine einzige Qual ist. Nur weil schlicht zu wenig Geld da ist. Geld, welches man in einer Marktwirtschaft dringend und zwingend benötigt. Und genau dieses Geld wird weiter umverteilt, gerade aktuell in der Corona Krise. Den armen Menschen wird noch mehr genommen, und es denen gegeben, die schon mehr als genug Geld haben. Diese Ungerechtigkeit ist nicht zu verstehen, gehört aber offenbar zu einer Marktwirtschaft.

Woher kam der Virus?

Dieser Virus hat die ganze Welt befallen, mit Ausnahme von wenigen Bereichen. In sofern ist es eigentlich egal, woher das Virus kommt. Nun, die erste Infektion in Deutschland des neuartigen Virus wurde im Januar 2020 bei einem 33 jährigen Mann bestätigt. Er hatte sich vermutlich bei einer Kollegin in China angesteckt. Dort, in China hat genau dieser Virus schon seit Monaten zu großen Einschränkungen geführt. Im Februar 2020 gab es in NRW Kreis Heinsberg große Ansteckungen bei einer Karnevalssitzung. Bundesgesundheitsminister Jens Span von der CDU erklärte dann, „wir befinden uns am Beginn einer Epidemie in Deutschland“.

Ein paar Zahlen, Daten und Fakten zum Coronavirus

Ende 2019 ist das Virus in die Welt hinaus getragen worden. Mit Stand April 2021 sind von den aktuell fast 8 Milliarden Menschen auf der Erde bisher 130 Millionen infiziert. Von diesen 130 Millionen sind 2,8 Millionen Menschen gestorben. In Deutschland sind von den 83 Millionen Menschen rund 2,8 Millionen mit Corona infiziert. Von diesen 2,8 Millionen Menschen sind an oder mit dem Virus in Deutschland bisher 76000 Menschen gestorben. Die Letalität (Sterberate) liegt bei 2,6%. Nicht alle Menschen werden krank, sind also für das Virus nicht anfällig. Manche bemerken (fast) keine Symptome, andere fühlen sich nur schwach, wieder andere sterben allerdings an Corona. Der Krankheitsverlauf ist nach Informationen von Ärzten und Überlebenden, durchaus grausam. Wir haben sicher alle die Bilder aus 2020 aus Italien gesehen. Es sterben sehr viele Menschen, manche leiden zuvor auch sehr stark. Sowas wünscht man nicht mal seinen Feinden. Alleine die Beatmung, teilweise bei Bewusstsein, ist extrem unangenehm.

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Ein (Schnell)Test ist nicht immer 100% sicher. Leider. Auch eine Impfung schützt offenbar nicht vor einer erneuten Ansteckung, mildert aber den Krankheitsverlauf.

Großveranstaltungen abgesagt

Schon ab Februar und März 2020 wurden Großveranstaltungen nach langen Diskussionen abgesagt. Die Internationale Tourismus-Börse ITB war die erste davon. In weiteren teilweise auch nächtlichen Verhandlungen der Politik wurden weitere Anti Corona Maßnahmen beschlossen. Dazu gehörte z.B. auch das fast völlige herunter fahren große Teile der Wirtschaft. Ganz viele Geschäfte in den Dörfern und Städten durften nicht mehr öffnen, und hatten so leider auch keine Einnahmen. Betroffen waren öffentliche Einrichtungen wie Theater, Opern, Konzertveranstaltungen, aber auch viele Geschäfte wie z.B. Eisenwarenhandel, oder auch der Gastronomiebereich, der jedoch immerhin zeitweise noch Essen zur Abholung anbieten durfte. Auch viele andere Geschäfte wie z.B. Baumärkte durften gar nicht mehr öffnen, oder nur für Gewerbetreibende. Einkaufsmärkte wie Aldi, Lidl, Netto & Co durften weiter geöffnet haben, freilich unter Beachtung der aktuellen medizinischen Vorgaben, z.B. das Tragen einer Medizinischen Maske. Der Grund für das offen halten dieser Läden bestand darin, dass es sich um Artikel des täglichen Lebens handelt.

Bundeskanzlerin Merkel appelliert

Es wird von Seiten der Regierung an die Bevölkerung appelliert, das Möglichste zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Bundesländer beschließen im März 2020 die Schließung der Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien. Weiter werden Finanzhilfen für die Wirtschaft beschlossen, sowie im Eilverfahren Erleichterungen für die Kurzarbeit. Bundesinnenminister Horst Seehofer ordnet die Grenzkontrollen zu den Staaten Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark wieder an. Nur mit wichtigen Grund darf die Grenze überquert werden.

Reisewarnungen

Ebenfalls schon im März 2020 beschließt die Regierung weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Bars, Kinos, Freizeiteinrichtungen, Kirchen, Moscheen und Synagogen werden geschlossen, sowie auch einige Läden für die verschiedensten Güter. Ebenfalls gibt es vom Auswärtigen Amt eine weltweite Reisewarnung. Die Bürger sollen vom Reisen ins Ausland abgehalten werden. Noch im Ausland befindliche Deutsche sollen per beschlossener Rückholaktion eingeflogen werden. Gleichzeitig gibt es ein Einreiseverbot für fast alle Länder außerhalb der EU. In einer erneuten Ansprache sagt Bundeskanzlerin Merkel, man möge Sozialkontakte vermeiden, um Ansteckungen zu verhindern. „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“. Auch Ausgangsbeschränkungen sind verhängt worden. Ausnahmen sind Wege zur Arbeit oder zum Einkaufen.

Warum diese krassen Maßnahmen?

Grundsätzlich ist jeder Tote Mensch ein Toter zu viel, der an diesem Coronavirus stirbt. Prozentual sterben – eigentlich – nicht so ganz viele Menschen an dieser Pandemie. Das Robert-Koch-Institut (RKI, Link unten) veröffentlicht in täglichen Berichten auf seiner Website, aber auch in der sogenannten Corona Warn App, die Zahl der bestätigten Neuinfektionen, den sogenannten 7 Tage Mittelwert daraus, die Gesamtzahl aller Infektionen, aber auch die sogenannte 7-Tage-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sowie auch den sogenannten 7-Tage-R-Wert (sollte unter 1 sein = Ansteckungen pro infizierte Person).

Mehr Tote durch Corona?

Aktuell ist nicht geklärt, ob die Anzahl der Toten wirklich alleine aufgrund des Virus so hoch sind, oder ob Sie aus anderen Gründen gestorben sind, aber mit Corona infiziert waren, und damit womöglich geschwächt. 85% der Toten sind älter als 70 Jahre, und hatten eine Vorerkrankung. Im Prinzip könnte man sagen, dass z.B. auch die Grippe in einem starken Verlauf tödlich ist. Der Unterschied ist aber doch groß. Denn nur das Coronavirus tritt z.B. nicht nur in Deutschland auf, sondern weltweit, UND erfordert eine plötzliche Inanspruchnahme von Intensivmedizin. Hier kann also das Gesundheitssystem überfordert werden. Genau das will man in Deutschland verhindern. Und das ist bisher auch gut gelungen. Allerdings finden viele Menschen die Maßnahmen nicht so schön. Halten wir uns aber vor Augen, das z.B. in den USA bis heute mehr als 500.000 Menschen an oder mit Corona gestorben sind. In Brasilien sind über 300.000 Menschen an oder mit Corona gestorben, und in Mexiko über 200.000 Menschen.

Die Übersterblichkeit…

…gibt Auskunft über die Schwere einer Pandemie. Im Prinzip wird ermittelt, wie viele Menschen gehäuft sterben, zum Beispiel aufgrund einer Grippe, oder eben aufgrund einer Pandemie. Denn die Sterberaten sind ganzjährig einigermaßen gleichmäßig. Bei der schweren Grippe 2017/2018 starben rund 25.000 Menschen in Deutschland. An dem Coronavirus sind aber schon deutlich mehr Menschen gestorben, aktuell rund 3 x mehr. Das Problem bei der Übersterblichkeit ist aber auch ein Hinweis an die Kritiker; denn viele Menschen sterben erst viele Wochen nach der Infektion.

Hilfe von Firmen bei der Organisation

Wie sich zuletzt im März 2021 gezeigt hat, aber wohl nicht nur dann, ist die Regierung mit einigen organisatorischen Dingen überfordert. Im Prinzip ist das nicht schlimm. Als Chef sucht man sich dann fähige Mitarbeiter, gerne durchaus auch in ausgelagerte Firmen. Warum wurden Angebote von Firmen, die sich offenbar gut mit organisatorischen (Corona) Dingen auskennen, abgewiesen? Es gibt sehr viele kompetente Personen in Firmen, die hier sehr gut und sehr schnell hätten helfen können. Man kann nicht verstehen, warum hier keine Hilfe von der Regierung angenommen wird.

Das Osterruhe Chaos

Bei der Diskussion um die erwähnte Osterruhe 2021 gab es Fehler. Gründonnerstag und Karsamstag sollten „Ruhetage“ sein. Die Entscheidung zur Osterruhe wurde mit allen 16 Landesministern abgestimmt. Doch das Maßnahmenpaket dazu wurde wieder verworfen. Die Bundeskanzlerin hat dann die komplette Schuld auf sich genommen, und die Bevölkerung um Verzeihung gebeten. Merkel weiter; es passieren auch mal Fehler. Dafür hat sie auch viel Lob bekommen. Doch warum hat die Frau Bundeskanzlerin Merkel nicht auch beim Wirecard-Skandal, bei der PKW Maut, oder bei schlecht organisierten Corona Finanzhilfen für Unternehmen die Schuld auf sich genommen?

Die Folgen für den (Dumping)Lohn

In der Pflegebranche war alles schon vereinbart. Es sollte mehr Lohn geben. Ein großer Schritt und Vorteile, auch für die alten Menschen in den Pflegeheimen. Doch in so einer (Corona)Krise sehen auch die Arbeitgeber nur Geld. Und dann hat sogar die christliche katholische Caritas nein gesagt. Doch der ausgearbeitete Tarifvertrag wurde abgelehnt. Aber auch die evangelische Diakonie hat sich aus der Affäre gezogen. Man will offenbar möglichst viel auf digital und Roboter umstellen. Roboter sollen die alten Menschen pflegen. Und Roboter sollen auch viele Arbeitnehmer ersetzen. Somit wird der Lohn praktisch auch in Zukunft in der (Lohn) Dampingindustrie nicht steigen. Das sind echt traurige Nachrichten. Denn es ist schon schlimm genug, seine kostbare (Lebens)Zeit gegen wenig Stundenlohn eintauschen zu müssen. Immerhin leben Menschen nicht sehr lange. Wenn man das auch noch in einem miesen, auch körperlich anstrengenden Job machen muss, der vielleicht nicht wirklich Spaß macht, dann, ja dann macht das Leben einfach keinen Spaß mehr. Es gibt Auswege. Aber diese zu erreichen (Finanzielle Freiheit, Finanzielle Unabhängigkeit) sind wahrlich nicht einfach. Wenn wir eine gangbare Lösung gefunden haben, melden wir uns hier gerne wieder. Versprochen!

Vielen Dank für´s lesen, Ihr Jürgen Blumenkamp

Fast alles über Bitcoin. Wie weit kann der Bitcoin noch steigen?

2008 ging ein Hype los, der sich zunächst quasi in einer Art Unterwelt, im Darknet ausgebreitet hat. So war es vermutlich überhaupt nur möglich, dass sich ein Finanzsystem entwickeln kann, ohne das es im Keim von „Mächtigen“ erstickt werden kann. Jetzt ist es zu spät. Zu spät ist aber nicht schlecht!


Nicht alles, was sich nach einer gewissen Entwicklungszeit als gut für Menschen, auch im Sinne von „dezentral“ heraus stellt, muss sterben. Manchmal werden (gute) Dinge wie Bitcoin einfach in der Eile übersehen, und können sich (im Untergrund, im Darknet) so stark entwickeln, daß in der Zwischenzeit große Firmen (Tesla, Square oder auch Microstrategy, und PayPal …) große Summen investieren, und der Staat einfach mal etwas zu spät ist 🙂. Denn es ist wohl zu vermuten, dass der Staat den Bitcoin gerne den Hals umdrehen möchte. Der Bitcoin befand sich in den ersten wenigen Jahren komplett unter dem Radar. Der Fokus lag auf die Stabilisierung des Netzwerks. Damals wusste noch keiner, dass BTC (Bitcoin) jemals etwas wert sein könnte. Darum ist diese Entwicklung ebenfalls einmalig und kann nicht kopiert werden. Wenn Bitcoin also jemals scheitern sollte, brechen nicht nur alle anderen Kryptowährungen ebenfalls ein. Bei einem scheitern wird der Welt die Chance auf ein dezentrales, transparentes, faires und neutrales Zahlungsnetzwerk genommen.

Photo by Moose Photos on Pexels.com. Der Bitcoin ist keine Münze, die man anfassen kann, sondern ein rein digitales Zahlungsmittel.
Der Bitcoin ist ein digitales, dezentrales Zahlungsmittel. Banken braucht man hier nicht.

Wer hat´s erfunden?

Es gibt mehrere Arten von Märchen. Die einen fangen an mit „Es war einmal“. Die anderen mit „Es begab sich vor einiger Zeit“. Und dann gibt es noch das Pseudonym Satoshi Nakamoto, unter dem in 2008 die Technik (die Blockchain) des Bitcoin entwickelt wurde. Und das ist kein Märchen! Eine absolut phantastische, geradezu sogar atemberaubende Entwicklungsleistung. Scheint jedenfalls so. Das System um die Blockchain, welche den Bitcoin verwaltet, ist einfach nur genial durchdacht. Das dezentrale Zahlungsnetzwerk hinter der Bitcointechnik, und die Eigenschaft der digitalen Knappheit sind nun auch bei Aktiengesellschaften wie Tesla, Square oder auch Microstrategy, sowie PayPal angekommen, da diese Firmen bereits große Summen in Bitcoin investiert haben. Warum sollten Firmen in Bitcoin investieren, wenn Bitcoin „nicht gut“ ist? Bitcoin war lange Zeit als Zahlungsmittel für Kriminelle im Darknet gefangen. Erst 2020 kam der Wendepunkt – und damit der Wandel hin zu einem anerkannten Finanzprodukt. Der studierte Mathematiker Niklas Steenfatt hat u.a. die Gabe, komplizierte Dinge so zu erklären, dass sie auch verstanden werden – von jedem Menschen! Niklas hat auch einen sehr interessanten YouTube Kanal, in dem er in einem Video die Funktionsweise von Bitcoin detailliert erklärt. Das Video von Niklas Steenfatt ist zweiteilig, und im zweiten Teil spricht Professor Rieck, der ebenfalls einen sehr bekannten Youtube Kanal hat. Siehe Link unten.

Genial(st)e Erfindung der letzten 10 Jahre

Ziemlich genau zu der Zeit, als eine große Bank (Lehman Brothers) pleite ging, ist auch der Bitcoin entstanden. Ein Zufall? Die zugrunde liegende Technik (Blockchain) wurde weiter entwickelt. Schon im Januar 2009 wurden die ersten Bitcoin gehandelt, bzw. geschürft, also erzeugt. Seit es ab 2008 den Bitcoin gibt, ist dieser um sagenhafte 4 Millionen % gestiegen. Eine seinerzeitige Investition von lächerlichen 100,- Euro hätte heute zu einem phantastischen Vermögen von über 4 Millionen Euro geführt. Wahnsinn! Warum habe ich seinerzeit nicht investiert? Nun, diese Frage werden sich ganz bestimmt viele Menschen stellen (müssen). Nachdem klar war, das Bitcoin in einen Siegeszug unterwegs ist, wurde in 2012 die Bitcoin Foundation gegründet, dessen Aufgabe darin bestand, das Programmierteam um die Blockchain finanziell zu unterstützen, aber auch die Währung zu überwachen.

Die Bitcoin Funktionsweise im Detail

Herkömmliches Geld wird immer über eine Bank transferiert, z.B. als Überweisung. Bei der Bank hat man ein Konto, und wir vertrauen der Bank. Das können wir im Prinzip auch. Banken sind nicht pauschal böse. Die Bank ist also eine Instanz in der Mitte. Ohne die Bank geht es nicht. Oder doch? Denn herkömmliches Fiat Geld ist ja eine zentrale Währung – wie alle bisherigen Währungen. Die Bezeichnung „Fiat“ kommt aus dem lateinischen, und bedeutet „es werde“. Die Regierung sagt also, das Stück Papier „werde“ so viel wert, wie drauf steht. Das Magic Internet Money, auch BTC oder Bitcoin genannt, ist jedoch digitales Zahlungsmittel – und braucht keine Regierung, ist also dezentral. Digitales Geld könnte man im Prinzip jemandem einfach direkt – ohne Bank, weil dezentral – per Mail und Anhang schicken. So einfach geht es in der Praxis dann jedoch nicht, denn so ein Verfahren könnte man ja leicht kopieren – wie man eine Mail eben einfach kopieren oder weiterleiten kann, während man selbst immer noch diese Mail hat. Damit so ein Betrug nicht geschehen kann, gibt es die Blockchain, welche die Verwaltung durchführt.

Das mögliche Problem mit dem Strom

Es wird heute immer wieder reklamiert, dass bestimmte Projekte sehr viel Strom benötigen, und man diesen Strom „doch besser“ für andere, angeblich sinnvollere Dinge verwenden könnte. Haben Sie mal überlegt, wieviel Strom zum Beispiel in der produzierenden Industrie verschwendet wird, nur um einen günstigeren Tarif zu bekommen? Es interessiert schlicht niemandem. Das ist Marktwirtschaft. Es wird sich das durchsetzen, was funktioniert. Und ich glaube, Bitcoin wird sich durchsetzen. Auch wenn „die da oben (Staat)“ das nicht wollen. Umweltfreundlich ist das leider nicht immer. Doch was genau bitte ist denn umweltfreundlicher, sinnvoller, und besser? Ist das nicht eine genau so unsinnige Aussage/Frage wie folgende; „ich warte noch eine Weile, bis ich mir ein E Auto kaufe/finanziere/lease, die sind mir jetzt noch zu teuer“. Ja gut, so kann man vorgehen. Dann fährt man eben mit einem alten Auto. Manchmal geht es ja auch nicht anders. Aber dann könnte man ja auch ewig warten, und sich später fragen; warum habe ich mir das E Auto, oder den Bitcoin nicht schon eher zugelegt. Mal ehrlich, es interessiert heute niemandem mehr, wieviel oder wie wenig Strom ein Projekt (zum Beispiel das Minen von Bitcoin, und/oder das Berechnen der Blocks bei Bitcoin) benötigt. Strom ist universell, und wird auf Dauer sicher (hoffentlich) immer grüner, also umweltfreundlicher. Außerdem gehört zum Bitcoin die Blockchain. Und diese geniale Technik kann auch für fast alle anderen organisatorischen Aufgaben, auch in der Industrie, nicht nur in der Finanzwelt, sehr effektiv eingesetzt werden. So what 🙂

Stromverbrauch Bitcoin 2021

Stand Juni 2021 verbraucht die gesamte Bitcoin-Technik in etwas so viel (oder so wenig, wie auch immer) Strom, wie im Vergleich 30 Millionen deutsche Haushalte verbrauchen. Wie gesagt, wenn Sie meinen, das sei aber ganz schön viel, dann machen Sie sich doch einfach mal schlau, welche Systeme und Techniken in Deutschland sonst noch vergleichsweise „ganz schön viel“ Strom verbrauchen…

Kann es Geld ohne Banken geben?

Vor 2008 hätte jeder gesagt; nein, unmöglich. Denn auf die Ehrlichkeit von Geldsender und Geldempfänger kann man sich nicht verlassen. Aber das Pseudonym Satoshi Nakamoto hat sich etwas geniales einfallen lassen, nachdem er alle wichtigen Informationen weiter gegeben hat, und sich dann zurück gezogen hat. Das Ganze ist wirklich filmreif. Bitcoin basiert auf einem Peer to Peer Prinzip, bei dem kein zentraler Server erforderlich ist, da alle Teilnehmer direkt mit einander kommunizieren. Ein Konto ist jetzt nichts anderes als eine Zahl, die Bitcoin Adresse, welche öffentlich ist. Dazu gehört ein privater Schlüssel, also eine Art PIN, oder auch ein Passwort. Der private Schlüssel ist natürlich geheim, und darf nicht weiter gegeben werden. Das Besondere ist, dass ein Bitcoin Kontobesitzer jedem beweisen kann, im Besitz des zugehörigen Schlüssels zu sein- ohne den Schlüssel preisgeben zu müssen. Damit bei Überweisungen die Reihenfolge eindeutig festgehalten wird, gibt es die zugehörige Technik namens Blockchain, was eine Kette aus allen Überweisungen ist – zeitlich sortiert.

Bitcoin kaufen; darauf sollten Sie achten

Bitcoin ist seit langem in aller Munde, und boomt regelrecht. Wenn Sie in diesem Markt einsteigen möchten, kann das Ihre Rente bedeuten! Wer weiß, vielleicht sogar die Rente Ihrer Kinder! Der Begriff „Bitcoin“ ist zwar bekannt. Aber wie und wo man Bitcoin sicher kaufen kann, ist nicht bekannt. Schon heute investieren viele Firmen in Bitcoin, nicht nur Tesla, sondern auch Square, Microstrategy, und PayPal. Die bekannteste Plattform für den Kauf bzw. den Handel mit Bitcoin ist bitcoin.de, welche mit der Fidor Bank zusammen arbeitet. Die Fidor Bank funktioniert sehr gut mit der bitcoin.de Website. Wie bei jeder Bank gibt es auch hier den Einlagen Sicherungsfond, womit Ihr Geld gesichert ist. Achtung, nur das Geld ist gesichert, nicht die Bitcoin. Die Anmeldung läuft ganz offiziell per Postident ab. Dazu muss man in aller Regel zur Post gehen, mit seinem Ausweis. In aller Regel können Sie aber auch Videoident machen, auch per Post, aber dann von zu Hause per Smartphone. Dazu meldet sich ein Postmitarbeiter per Smartphone Videotelefonie bei Ihnen, und macht die Identifizierung. Sie installieren im Vorfeld die App der deutschen Post für das Videoident-Verfahren auf Ihrem Smartphone. Viele Banken und (Neo)Broker wie z.B. Traderepublik und andere, arbeiten mit diesem genormten Verfahren zur Identifizierung.

Aspekte der Blockchain Kryptowährung Bitcoin

  • Spekulation ist ein wichtiger Faktor. Jedoch nicht der Einzige für diesen enormen Höhenflug von Bitcoin.
  • Bitcoin / BTC, ist das digitale Gold, und erfüllt einzigartige Eigenschaften, welche BTC (in der Theorie) zu einem der besten Wertaufbewahrungsmittel machen.
  • Alle 4 Jahre gibt es ein Halving, da werden die Belohnungen für das Schürfen neuer Bitcoin halbiert. So sieht es das Bitcoin-Protokoll vor. Nach einer bestimmten Anzahl von Blöcken wird die Anzahl neuer Bitcoin pro Block reduziert. Danach gehen die Kurse im Folgejahr in die Höhe.
  • Etwas über das Pseudonym Satoshi Nakamoto in Wikepedia
  • Und auch auf Wikipedia, die Kursentwicklung von Bitcoin
  • Die deutsche Bitcoin.org Seite (vom Pseudonym Satoshi Nakamoto und Martti Malmi)
  • Und die deutsche bitcoin.de Seite (Konto eröffnen usw.)
  • Die Bitcoin Foundation…ebenfalls viele Infos über Bitcoin.
  • Der Blockchain Hero erklärt alles über den Bitcoin, die Blockchain, und weitere Kryptothemen
  • Ein Youtube Video von Niklas Steenfatt und Professor Rieck über die Funktionsweise des Bitcoin

Vielen Dank für´s lesen dieses Artikels. Ihr/Euer Jürgen Blumenkamp

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