Technische Detailbilder und Informationen zum Fronius Symo 3.0-3-S

Seit einigen Jahren haben wir einen Fronius Symo Einspeisewechselrichter, welcher bei uns sehr gute Dienste leistet. Da ich ein leidenschaftlicher Techniker, Bastler und Forscher bin, habe ich im Internet nach weiteren Informationen gesucht. Gar nicht so einfach, da ranzukommen, wenn es um technische Detailinformationen geht. Es ist wenig zu finden. Darum habe ich mir die Infos selbst beschafft, und veröffentliche sie hier.


Die meisten Menschen interessieren sich nicht dafür, warum ein Auto funktioniert. Es soll einfach funktionieren. Genauso beim Einspeisewechselrichter, oder auch PV Wechselrichter. Der soll zuverlässig funktionieren – und Einspeisevergütung einspielen. Denn es geht ja den meisten Menschen – hoffe das so knallhart schreiben zu dürfen – nur um das Geld. Und nicht um die gute Sache. Nicht um die Umwelt. Denn wer bitte baut sich eine PV Anlage, wenn er keine Einspeisevergütung bekommt? Früher niemand. Heute kaum jemand!

Aber wenn man mehr wissen möchte, ist es gar nicht so einfach, an Detailinformationen ranzukommen. Bis heute (04-2022) ist es mir nicht gelungen, im Internet zum Beispiel Schaltbilder, oder auch nur Blockschaltbilder, nicht mal eine Innenansicht der Platinen des Fronius Symo Wechselrichters zu bekommen. Es wird also viel geheim gehalten. Wir wollen hier mal etwas lüften 🙂

So hängt er bei uns in der Technikgarage an der Wand, seit 2013. Das ist nur ein kleiner Teil unserer aktuellen Technik. Wir haben auch einen 3 phasigen 20kVA Inselwechselrichter, der aber offiziell auch am öffentlichen Stromnetz angekoppelt werden darf (keine Unterbrechung, egal in welche Umschaltrichtung). Natürlich ist da auch ein HV (HochVolt) Akku angekoppelt. Und unsere PV Anlage liefert mit Ihren 4 x 10 moduligen Strängen 10 kWp Sonnenstromnachschub 🙂

Aber wie sieht der Fronius Symo detailliert von innen aus, wie lauten die technischen Daten, und vor allem; wie funktioniert das Gerät? Wir unternehmen ein paar Versuche des Erklärens. Die Wandmontage ist übrigens echt clever gelöst von Fronius. Man montiert die Wandhalterung, wo auch die Kabel angeschlossen werden. Der Wechselrichter selber wird dann einfach eingehängt, und ist elektrisch verbunden. Echt gut! Bitte nicht böse sein, aber Fronius ist meiner Meinung nach einer der ganz wenigen besten PV Wechselrichterhersteller ever. Und die können noch viel mehr, als nur Wechselrichter bauen.

Leider ist der Inhaber Günter Fronius im Jahre 2015 im Alter von 107 Jahren gestorben. Aber die Firma führt die Linie von Günter Fronius weiter fort. Und das finde ich einfach genial.
Das Objekt der technischen Begierde; Fronius Symo, hier in der 3kWp Version.

Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0, technische Daten.
Fronius Symo und seine technischen Daten. Wir haben die kleinste Version mit einer 3 kWp Endstufe. Es gibt diese Geräte auch in erheblich größeren Leistungsklassen.
Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0

Die technischen Daten des Fronius Symo.

Beim Fronius Symo handelt es sich um einen über N und 3 Phasen gleichmäßig einspeisenden PV Wechselrichter. Das Besondere an diesem Gerät ist die clevere Bedienung und Programmierung. So ist es zum Beispiel – wenn man denn meint das machen zu müssen – über spezielle Codes möglich in tiefere Menüebenen zu gelangen. Dort kann man sehr detaillierte techn. Eigenschaften einstellen. Hoch interessant, welche Möglichkeiten man hier hat. Wer jedoch offiziell für Geld Strom einspeist (wir machen sowas nicht), muss natürlich die Gesetzmäßigkeiten beachten, darauf wird im Handbuch auch hingewiesen.

Leistung und DC Eingangsspannung.

Das Gerät hat einen sehr großen Eingangsspannungsbereich von 150V DC bis 1000V DC. Während fast des kompletten Bereiches kann die volle Leistung abverlangt werden, und der integrierte MPPT (Maximum Power Point Tracker) findet immer den optimalen Leistungspunkt (Produkt aus Spannung x Strom) der PV Anlage.

Dazu wird die DC der PV über einen Boost-Buck Wandler, welcher gleichzeitig die MPPT Funktion programmtechnisch integriert hat, geleitet. Dies wird mit einem Infinion DF80R12W2H3F IGBT realisiert. Dazu ist auch noch ein HF Trafo als Speicherdrossel erforderlich. Somit ist im Gerät selbst immer die gleiche symetrische DC Betriebsspannung / Busspannung (Plus, Masse, Minus / +/- rund 300V DC) vorhanden – ganz gleich ob die PV Anlage nur 200V DC liefert, oder vielleicht sogar knapp 1000V, was auch noch zulässig ist.

Die intern generierte Busspannung wird dann über den FS3L30R07W2H3F, (6 fach Brücke) zerhackt, und über Filter mittels N auf die drei Phasen gegeben. Eigentlich ganz einfach, oder? Konkret sind dazu nur zwei gekühlte Bauteile nötig, die beiden erwähnten IGBTs. Die Speicherdrossel, und die drei nachfolgenden Filterdrosseln müssen nicht gekühlt werden. Echt cool. Denn Wärme entsteht nicht wirklich viel. Unten finden Sie die Links zum jeweiligen Datenblatt der beiden verwendeten IBGTs. Was will man mehr?

Und der Fronius Symo Hybrid?

Jo, der Fronius Symo Hybrid ist eine Erweiterung des Fronius Symo. Denn der Hybrid kann (muss nicht zwingend) auch an eine HV Batterie (Akku) angeschlossen werden, und kann auch – wenn es sein muss jedoch eingeschränkt – ein (etwas schwächliches) 3 phasiges Inselnetz aufbauen. Dieses Inselnetz reicht jedoch nicht für ein ganzes Haus mit allen eingeschalteten Großverbrauchern. Außerdem wandert die Frequenz (leider, aber absichtlich) auf 54 Hz. Damit laufen garantiert alle netzsynchronen Uhren nach dem Mond. Aber; der Fronius Symo Hybrid kann bei Dunkelheit (Nachts) fast vollständig den Strombedarf aus dem Akku decken, welcher tagsüber über die PV Anlage wieder aufgeladen wird. Immerhin.

Vielen Dank Ihnen und Euch fürs lesen von Teil 1 der Vorstellung des Fronius Symo Netzwechselrichter.

Bitte lesen Sie sich auch noch den bald folgenden zweiten Teil zur internen Technik und Funktionsweise durch, welcher bald hier erscheint/verlinkt wird.

Ihr/Euer Jürgen

Windkraft und Photovoltaik – quo vadis?

Wie soll das alles noch werden? Wie wird sich das noch entwickeln? quo vadis, lateinisch, zu deutsch „was wird daraus“? Wollen wir wirklich gefährliche Atomkraft? Immer mal wieder ein Unfall, mit krebskranken Menschen, verseuchter Umwelt? Und auch Kohlekraft, auch gefährlich und umweltschädlich? Oder ist vielleicht doch die Photovoltaik in Verbindung mit Windkraft, und guten Stromspeichern die Lösung? Von mir aus gerne.


Die Politik und die Industrie haben offenbar aktuell andere Pläne, als sich mit phantastischer Technik, PV (Photovoltaik) und WKA (Windkraftanlagen) zu beschäftigen. „Die“ haben ganz andere Dinge zu tun, und können sich nicht um Vorschläge von völlig unwichtigen Personen kümmern. Warum sollten die sich um Alternative Energie kümmern? Das macht „denen da oben“ doch keinen Spaß. Sonne und Wind schicken ja nichtmal eine Rechnung! Ist ja voll langweilig. So ist sie, die bis vor kurzem noch besonders christliche Regierung (CDU) und die Industrie, welche die CDU fest im Griff hat. Oder hat die CDU die Industrie im Griff? Die – Politik und Industrie – machen weiter mit den Dingen, die sie immer schon gemacht haben, denn was anderes kennen die nicht, können die nicht, und versuchen die auch nicht. Selbst wenn, die wollen das einfach nicht; Dampfmaschinen und Verbrennungsmotoren. Alte Technik für unbewegliche Betonköpfe. Das lief immer. Damit kann man Geld verdienen. Umwelt? Was ist das denn? Wie schreibt man das? Ist das wichtig?

PV Modul
Copyright Pixabay. Solarbild Nr. 1306024. Phtovoltaik (PV) = Strom direkt aus (Sonnen) Licht. Und keiner schickt ne Rechnung. DAS ärgert natürlich die Energiebosse. Ja und? Sollen die sich doch ärgern!
Strom aus PV / Sonne. Genial. So genial, das die Energiebosse sich schwarz ärgern 🙂

Wir Bürger sollen uns einschränken, für die Unfähigkeit der Politiker!

Mehr auf die Umwelt achten, und weniger Fleisch essen. Wir Bürger sollen uns einfach mehr einschränken. Dabei zahlen wir Bürger letztlich alles, mit unseren Steuern und unseren Konsum. Denn Unternehmen schaffen nur Arbeitsplätze, zahlen aber keine oder kaum Steuern. Denn das ist ja der Preis der Steuerersparnis, nämlich Arbeitsplätze zu schaffen, um dann eben keine oder kaum Steuer zahlen zu müssen. DIE (Steuer) müssen dann die Bürger zahlen, und ihr Geld verkonsumieren. Aber vielleicht – ich glaube es zwar nicht, aber die Hoffnung stirbt ja – genau – zuletzt – wird mit der neuen Regierung alles besser. Ich habe da aber nicht viel Hoffnung. Denn ich weiß; Geld verdienen ist auch wichtig. Denn Geld regiert die Welt. Und das hat die CDU mit der Industrie immer schon hinbekommen – leider auf Kosten der Umwelt. Ja so ist das, wenn man nicht langfristig denkt.

Wie wird sich Deutschland energietechnisch entscheiden? Was wird die neue 2021er Regierung realisieren (können)?

Die bisherigen (Stand Oktober 2021) Sondierungsgespräche der Ampelregierung um SPD, Grünen und FDP wollen es ja zumindest „versuchen“ bis 2030 (Wahnsinn, bin voll begeistert) die Kohlekraft zu verabschieden.

Ampel(Regierung) 2021
copyright pexels-photo-1727004. Mal schauen, wie sich die neue Ampel(Regierung) ab 2021 durchsetzen kann. Einfach wird es wohl eher nicht.
Die neue Ampel(Regierung)

Und was sollen diese Blockaden für die PV und Windkraft eigentlich bewirken?

Wieso muss man eine PV (Photovoltaikanlage) anmelden? Wieso ist die Bürokratie so unglaublich hoch, dass viele Leute sich schon seit Jahren sagen; es lohnt sich einfach nicht. Die Auflagen sind so knallhart, die Steine sind so dermaßen groß und schwer, die einen von der Politik und auch von große Teile der Industrie in den Weg gelegt werden. Auch die Windkraft wird massiv blockiert, mit zig Maßnahmen. Ist das wirklich die Politik, die wir alle wollen? Einige wollen sie ganz sicher so. Aber viele Leute wollen sie nicht, die Politik von „denen da oben“. Die Politik von denen, die es nicht können (Stand bis September 2021).

Fridays for future um Greta Thunberg

Ich sprach es oben schon an; Greta Thunberg hat vor einigen Jahren eine wirklich phantastische Bewegung ins rollen gebracht. Und diese Bewegung rollt immer noch, hat schon sehr viel Gutes und Umweltfreundliches bewirkt. Und diese Bewegung wird noch viel mehr Gutes bewirken. Wir alle müssen nur noch etwas Geduld haben. Das ist kein Versprechen. Das ist meine ganz große Hoffnung, die vermutlich auch eintreffen wird. Und das finde ich richtig fett gut!

Vielen Dank Ihnen und Euch allen für das Lesen dieses meines Artikels. Ihr seid gerne eingeladen, hier auch zu kommentieren. Auf geht´s. 🙂

VG, Jürgen Blumenkamp (der schon oft als „Ökospinner“ bezeichnet wurde)

Bahnbrechendes klimafreundliches Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG)

Ein ganz dicker Dank an die „Fridays for future“ Bewegung um Greta Thunberg. Diese Jugendlichen haben noch vor der Coronakrise (2018) begonnen, „die da oben“ mal wachzurütteln. Doch „die da oben“ wurden nicht wach. Die waren einfach zu müde. Aber das BVerfG hat nun mal richtig gerüttelt. Echt gut. Daumen ganz weit oben!


Halleluja. Was für ein bahnbrechendes Urteil! Fridays for Future (zu deutsch „Freitage für (die) Zukunft“ hat hier quasi eine Klage gewonnen. Hier ist die globale soziale Bewegung ausgehend von Schülern und Studierenden, die sich für umfassende und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen einsezen, ein ganz großer Sieg gelungen. Jeden Freitag hat diese meiner Meinung nach vorbildliche Bewegung die Schule quasi geschwänzt, um auf die Straße zu gehen und auf die aktuelle Klimapolitik hinzuweisen. Die Initiatorin ist die Schwedin Greta Thunberg. Sie hat wirklich etwas Phantastisches möglich gemacht. Daumen ganz weit oben. Hier sieht man deutlich, was man erreichen kann, wenn man für wirklich gute und wichtige (klima)Ziele auf die Straße geht.

Fridays for future
Photo by Markus Spiske on Pexels.com Bild Nr. 2058779
Ist es wirklich so schwer, mal etwas mehr auf das Klima zu achten? Wir brauchen mehr Alternative Energie, weniger Kohlekraftwerke, und weniger Atomkraftwerke. Warum klappt das nicht?

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat heute, am 29.04.2021 mehrere Klimaklagen mindestens für teilweise begründet erklärt. Das ist eine aus meiner Sicht wirklich sehr gute und sehr positive Nachricht. Denn gerade jetzt zu Coronazeiten geht es vielen Leuten einfach nicht wirklich gut. Denn es findet eine sehr große Geldumverteilung statt. Weg von den Armen, hin zu den Reichen. Und das ist wahrlich sozial betrachtet nicht gut. Aber gut ist das Urteil des Gerichts. Gibt es also doch noch Gerechtigkeit? Denn die Klagen waren erfolgreich, und das ist einfach nur gut. Auch der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Einzelkläger der 2018 erhobenen Klage, der 2020 weitere Personen und Verbände mit eigenen Klagen folgten, bewerten das Urteil als einen großen Erfolg. Nochmal; Daumen ganz weit oben!

Das BVerfG erklärt heute die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens im Grund genommen für verfassungsrechtlich verbindlich. Die grundrechtliche Freiheit, aber genauso auch das Staatsziel Umweltschutz verpflichteten den Gesetzgeber, einen zukunftsfähigen Plan zu entwickeln. Nur so kann mit den noch möglichen (restlichen) Emissionen sorgsam umgegangen werden. Das ist aber laut Gericht nicht gewährleistet. Denn wenn keinerlei konkrete Planung für die Zeit nach 2030 stattfindet, so das Gericht, und überdies beinahe das gesamte Budget nach der bisherigen Klimapolitik bis 2030 aufgebraucht sein werde, kann es für die jetzt ganz jungen Menschen, jene welche für Fridays for Future immer wieder den Mund auf gemacht haben, und auf die Straße gingen, keine lebenswerte Zukunft geben. Die Klimapolitik muss also ganz stark beschleunigt werden. Aber werden die Politiker und die Industriellen jetzt wach? Wir wollen es hoffen.

Nochmals meinen ganz persönlichen Glückwunsch an Fridays for Future um Greta Thunberg. Daumen ganz weit oben. Im folgenden noch ein paar wichtige Links;

  • Der Solarenergieförderverein SFV E V
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Ich bedanke mich für´s lesen, Euer Jürgen Blumenkamp

Bitte mehr PV auf Kirchendächer installieren

Viele Solarverbände und Vereinigungen fordern im Kampf gegen die Erderwärmung, gegen die drohende Klimakatastrophe viel mehr Alternative Energie, z.B. PV Anlagen zu montieren. Können wir der Klimakrise entkommen?


PV ist die Abkürzung für Photo Voltaik, also eine Stromerzeugung, welche bei Lichteinstrahlung, z.B. Sonnenlicht, beginnt. Doch was so einfach klingt – denn die Sonne (und auch der Wind) schickt ja keine Rechnung, netterweise sozusagen – kann in der Praxis problematisch sein. Dann nämlich, wenn viel mehr elektrischer Strom benötigt wird, als aktuell von der Sonne geliefert werden kann. Dies kann passieren bei kurzen dunklen Wintertagen. Doch wo ein Problem ist, ist auch eine Lösung 🙂 Man muss diese Lösung nur suchen und finden. Denn die Stromerzeugung (und damit auch die Wärmeerzeugung) aus PV und Windkraft ist sehr umweltverträglich. Hier können keine Atomkraftwerke hochgehen, und mit Ihrer krebserregenden Gammastrahlung Flora und Fauna vernichten.

katholische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die katholische Dreifaltigkeitskirche in Hunteburg am Wilhelm-Busch-Weg 2. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite der sog. „kleinen Kirche“. Die große Kirche direkt dahinter hat ein West- und Ostdach, welche beide deutlich größer sind…und viel PV Fläche bieten!
Die katholische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Solarenergiefördervereine drängen

Führend ist vermutlich der Solarenergieförderverein Deutschland e.V. in Aachen, deren Fördermitglied ich persönlich übrigens schon seit vielen Jahren bin. Der studierte Maschinenbauer Wolf von Fabeck gründete 1986 zusammen mit dem Pfarrer Ernst Toenges den SFV und ist seit dem bis einschließlich 2019 dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer. Nach über 30 Jahren ist Wolf von Fabeck im Ruhestand, jedoch weiterhin für den Umweltschutz aktiv.

Evangelische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die Ev.-luth. St. Matthäus-Kirche in Hunteburg an der Hauptstraße 8. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite…ebenfalls mit reichlich Platz für eine PV Anlage.
Die evangelische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Die Kirchen können ein Beispiel geben, wenn es um den Klimaschutz geht – und dabei sogar noch Geld verdienen

Und so hat Wolf von Fabeck freundlich beide Kirchen angeschrieben, sich im Brief vorgestellt; Herr Fabeck wünscht sich im Namen aller PV Anhänger, ja letztlich aller Verfechter von Alternativer Energie, dass die Kirchen darüber nachdenken auf Ihre Dächer auch eine PV Anlage zu montieren. Immerhin sind die Kosten heute nicht mehr hoch, und die Kirchen können damit auch den Wert Ihrer Gebäude steigern – und sogar noch Geld durch die (wenn auch geringe) Einspeisevergütung verdienen. Geld, welches auch für gute soziale Zwecke der Kirchen eingesetzt werden könnte. Beide Kirchen haben sich bereits vor vielen Jahren gegen eine Stromerzeugung aus Atomkraftwerken ausgesprochen. Und es gibt bereits Kirchen in Deutschland mit einer PV Anlage, z.B. die Stadtkirche von Hagenow. Eine Frage bleibt aber noch offen, liegt hier also Potenzial, oder ist das nur ein Mitläufertum der Kirchen, wenn von der Abweisung der Atomkraftwerke gesprochen wird? Wir werden sehen.

Wie wird die Reaktion der Kirchen sein?

Diese Antwort kenne ich leider noch nicht. Aber ich stehe im engen Kontakt zum SFV in Aachen, und werde hier bald dazu berichten.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

Das neue EEG 2021. Immer mehr Bürokratie für die Alternative/Erneuerbare Energien.

Warum wird seit vielen Jahren die Alternative bzw. Erneuerbare Energie, bestehend zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen, oder aus Windkraftanlagen, von der Regierung so massiv unterdrückt? Was läuft falsch?


Die Bundesregierung hat mal wieder ihre bekannte Strategie zur Verschlechterung der Bedingungen für die Erneuerbaren Energien angewandt. War ja klar. Zunächst werden krasse Absichten an die Öffentlichkeit gegeben. So nach dem Motto; mal sehen, wie die „Alternativ verstrahlten“ reagieren. Die reagieren auch. Briefe, Stellungnahmen, Studien, Demos. Und wirklich, die „Verstrahlten PV Tanten und Onkels“ erreichen etwas! Und das ist auch gut so!

EEG 2021
Bild oben; Pixabay, eeg 1019830. Man muss doch irgendwie erreichen, dass das Volk nicht immer mehr Strom z.B. mit PV Anlagen selbst erzeugt (und dafür praktisch nichts/kaum etwas zahlen muss). Dann können die großen Energieversorger nicht überleben. Das geht nicht! Denn die haben große Kraftwerke, und die kosten viel Geld! Ist das (wirklich) die Meinung, die Ansicht der aktuellen Regierung?
Es ist möglich, auch in Deutschland, sogar während der Wintermonate, sich völlig unabhängig vom öffentlichen Stromanschluss zu machen. Ganz einfach ist das nicht, und auch nicht ganz billig. Aber es lohnt sich, auch finanziell! Die Energieversorger mögen das vielfach natürlich nicht. Sie geben lieber Vergünstigungen für Großkunden, wenn diese mehr Strom verbrauchen. So nach dem Motto; mehr ist mehr (nicht weniger ist mehr). Warum wohl werden die Maschinen in Fabriken oft nicht mehr ausgeschaltet? Kopf schütteln. Statt Strom – und damit heute auch immer noch viel CO2 – zu sparen, wird rausgehauen, was geht. Nicht gut!

Was wurde denn erreicht von den PV Anhängern? Einiges! Gut so!

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches vor rund 20 Jahren die Zündung für eine nachhaltige Energiepolitik bot, gibt es heute wenig Licht, aber viel Schatten. Die Technik war seinerzeit noch sehr teuer, und musste subventioniert werden. Subventionen sind nicht pauschal schlecht. Allerdings muss man auch sagen; ja, das EEG hätte ganz anders novelliert werden sollen, und könnte damit schon nach rund 10 Jahren (also 2010) ohne Subventionen auskommen. Das EEG hat sich letztlich aber weltweit durchgesetzt, bzw. wurde praktisch überall – von recht wenigen „Betonköpfen“ abgesehen – anerkannt.

Das EEG wurde immer erfolgreicher, und die fossil-atomare Energie litt darunter. Die haben die „Gefahren“ erkannt; es braucht keine zentralen Großkraftwerke mehr, sondern viele kleine Kraftwerke in Bürgerhand. Man sah regelrecht schwarz bei den Großkraftwerksbetreibern, und hat sich die folgenden Jahre richtig fiese Schreckensmeldungen ausgedacht – auf die auch die Regierung reingefallen ist. Weiter wurden immer neue „Novellen“ veröffentlicht, und so wurde das EEG, bzw. deren Anlagen – auch durch unfassbare Bürokratie – immer unbeliebter. Darum sagen sich viele Freunde der PV, Windkraft, aber auch der weiteren Bioenergieanlagen; nee, das ist mir zu kompliziert. Auch hier muss man sagen; traurig, dass ein Staat solche Regelungen beschließt. Aus ursprünglich in 2000 noch gut 10 Paragraphen wurden in 2021 über 100 – genau, Paragraphen.

Bürokratie
Bild; Pixabay Bürokratie (2398693). Und diese Bürokratie ist für viele Kleinunternehmer einfach zu kompliziert. Ist das neue EEG bald am Ende?
Die kurzfristige Lösung für die fossil-atomare Energiewirtschaft; massenweise Bürokratie für die Alternative Energie. Immer schön dicke Steine in den Weg legen.

Vorschriften und Strafen ohne Ende.

Der Netzanschluss vom öffentlichen Stromnetz ist etwas ganz Besonderes. Einspeisen? Wie bitte? Das machen doch die Großkraftwerke! Wieso wollen die kleinen PV Heinis da jetzt selber einspeisen? Das will man nicht! Auch die Anmelderestriktionen und Strafzahlungen bei jeglicher Missachtung von „obersten Gesetzen“ führen schlussendlich zur völligen Überforderung der Bürger. Tatsächlich sind die heutigen Gesetze und Auflagen derart komplex, dass nur noch Insider damit zurecht kommen. Gut gemacht Staat. Du brichst der Nachhaltigkeit mit einem Lächeln im Gesicht das Genick. So hat es die fossil-atomare Energiewirtschaft schlussendlich geschafft, die nachhaltige Energieerzeugung aus Bürgerhand ins wanken zu bringen.

Kann man das Verhalten der fossil-atomaren Energiewirtschaft/Industrie verstehen?

Nun ja, auch wenn man PV Verstrahlter ist (wie ich einer bin), oder auch Anhänger von Windkraftanlagen, oder Biogasanlagen, so muss man sich eines ganz klar vor Augen halten; bisher brauchten wir die Großkraftwerke. Keine Frage. Natürlich ist es ziemlich „mistig“, dass ein Atomkraftwerk schon nach wenigen Jahren hochgegangen ist, und dabei massenweise Flora (Pflanzen) und Fauna (Tier und Mensch) mit Krankheit und Tod bestraft hat. Eigentlich hätte so ein GAU (Größter Anzunehmender Unfall) erst nach rund 50000 Jahre auftreten dürfen. Hier ist z.B. der schwere Unfall vom 26. April 1986 in Tschernobyl, Sowjetunion zu nennen, oder vom 11. März 2011 von Fukushima, Japan. Dies sind nur zwei riesige GAUs, aber passiert sind dutzende weitere Unfälle in Atomkraftwerken die letzten Jahrzehnte. Siehe Linkliste unten. Weiter sollte man hier auch nicht die Abgase der Kohlekraftwerke vergessen. Ich gehe davon aus, dass Millionen Menschen von den Abgasen erkrankt sind und gestorben sind.

Es scheint so, als hätten unfähige Laien das neue EEG 2021 beschlossen. Denn wie sonst ist zu erklären, dass viel zu wenige Alternative Energieanlagen (PV, WKA, Biogas…) zugelassen werden? Auch der berechnete Strom passt schlicht nicht, denn wir brauchen immer mehr Strom, weil wir immer mehr mit Strom heizen werden. Auch die E Mobilität, eine meiner Meinung nach sehr gute Sache, benötigt zukünftig immer mehr Strom. Selbst wenn wir mehr in Wasserstoff investieren, so wird auch dieser H2O zu großen Teilen aus (überschüssigen) Strom produziert. Zwar insgesamt (aktuell) noch mit einem miesen Wirkungsgrad, aber gut, besser als nichts.

So sind auch in diesem EEG 2021 wieder Ausbaudeckel für PV und Windkraft enthalten. Was wir brauchen ist stattdessen ein ungehinderter Ausbau der Erneuerbaren Energien. Statt dessen wird das Ausbauziel der PV Anlagen bis 2035 beschlossen. Statt zu sagen; „baut endlich mehr PV Anlagen“, will man alles kontrollieren, und in meiner Meinung nach unsinnigen „Marktstammdatenregistern“ beobachten. Immerhin sind im aktuellen EEG auch die Agrar PV (PV Flächen quasi auf Äckern ohne das sie den Landwirt stören), sowie Floating PV (schwimmende PV Anlagen) aufgeführt. Aber auch hier ist von einer Zersetzung dieser Anlagen aufgrund der Bürokratie zu rechnen.

Ist die Vergütung zu gering?

Ich persönlich bin nur sehr bedingt ein Freund von Subventionen. Fakt ist aber, dass die aktuelle Vergütung (EEG 2021) von 8,16 Cent/kWh für Anlagen bis 10kWp in einigen Fällen nicht reicht, um so eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Führende Solarvereine, wie z.B. auch der SFV (siehe Link unten) fordern schon lange, die Einspeisevergütung anzuheben.

Es gibt aber auch ein paar Lichtblicke im EEG 2021:

Der intensive Kampf einiger Umweltverbände zusammen mit Solarvereinen hat immerhin dazu geführt, dass die EEG-Umlage auf Eigenversorgung aus PV-Anlagen abgeschafft wird. So wird die Schwelle, ab der 40 Prozent EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom gezahlt werden muss, von 10 Kilowatt (EEG 2017) auf 30 Kilowatt (EEG 2021) angehoben. Ist ja „voll großzügig“.

Mieterstrom

Mieterstrom ist jetzt auch für größere Anlagen bis 750 Kilowatt möglich. Es fehlt jedoch noch die Gleichstellung von Mieterstrom mit der Eigenversorgung. Die Bundesregierung setzt hier europarechtliche Vorgaben nicht um, so dass hier weiterhin viel Druck gemacht werden muss. Das wird auch geschehen. Der Ablauf ist so, dass versucht wird, möglichst viele Mieter (z.B. in einer Straße) zusammen zu fassen. Details muss man ggf. mit seinem Vermieter besprechen.

Der Weiterbetrieb von Ü 20 Anlagen.

Das EEG 2017 hat auch einige Schatten – was für PV Anlagen gar nicht gut ist – geworfen. Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung laufen, sollen keine Vergütung mehr bekommen. Eigentlich – so meine ganz persönliche Meinung – ist das nicht wirklich ein Drama. Immerhin besteht ja die Möglichkeit, den selbst erzeugten (quasi kostenlosen) Strom auch zu verwenden, und somit diesen nicht einkaufen zu müssen. Nun ja, jedenfalls sollten diese Anlagen Direktvermarktungsregelungen befolgen (für eine Vergütung), Smart-Meter-Einbaupflichten befolgen, und die EEG-Umlage auf Eigenversorgung auch noch bezahlen. Man hätte auch sagen können; wir schlagen eure Anlage nach 20 Jahren mit dem Hammer kaputt! Aber auch hier haben Proteste von Umweltverbänden und Solarvereinen zu einer Abhilfe geführt. Zumindest in Teilen gab es Erfolg. Viele alte (Ü 20) Pionier-Anlagen (Einspeisevergütungsende 01.01.2021), müssen nun entgegen den alten Plänen des EEG 2021 keinen Smart Meter installieren. Die Anlagen können auch auf Eigenversorgung umgestellt werden, was in Verbindung mit einem Stromspeicher – die Dinger werden ja immer besser, günstiger und leistungsfähiger – besonders gut geht. Die Akkus sind umweltschädlich? Ja wenn Sie das meinen, lieber Leser. Es gibt auf dieser Welt massenweise andere Dinge, welche 10000 fach umweltschädlicher sind. Mit oder ohne Akku ist dann (nach Umstellung auf Eigenversorgung) auch auf den Eigenstrom keine EEG-Umlage zu zahlen. Alles andere wäre ja auch irgendwie ein wenig komisch, oder? Warum bitte sollte ich – beispielhaft – auf selbst angebaute Kartoffeln, die ich selbst esse, auch auch Steuern zahlen? Und Smart Meter sind erst ab 7 kWp verpflichtend, die EEG-Umlagebefreiung bis 30 Kilowatt gilt jetzt unabhängig vom Datum der Inbetriebnahme, also auch für Ü 20 Anlagen. Der ins Netz eingespeiste Überschussstrom kann per sonstiger Direktvermarktung oder eine Anschlussförderung in Höhe des Marktwertes abzüglich der Vermarktungskosten in Anspruch genommen werden. Es wäre ja alles so einfach, doch dann wäre es nicht mehr so kompliziert, und man könnte nicht mehr so viel „beraten“.

Das Superwahljahr 2021

Dieses Jahr gibt es viele Möglichkeiten, Kreuzchen auf Zettelchen zu machen. Ich rede nicht vom knobeln. In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen Landtagswahlen an. Und seit Beginn der Klimaproteste von Fridays for Future wählen die Bürger*Innen einen (neuen) Bundestag. Machen Sie, lieber Bürger bitte Ihr Kreuzchen an die richtig Stelle. Dankeschön 🙂

Freundliche Grüße. Jürgen Blumenkamp

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

PV Anlage. Registrierung im Marktstammdatenregister MaStR

Der Staat mag ja eine gute Sache sein. Oftmals mischt er sich jedoch viel zu sehr in Dinge ein, die sich besser selbst regulieren sollten. Konkret geht es um die Eintragung im Marktstammdatenregister, in dem alle PV Anlagen vermerkt sind. Wirklich alle? Und warum überhaupt?


Hallo Freunde der Alternativen Energie. In diesem Artikel ist nicht wenig Ironie enthalten. Aber die Lage ist dennoch sehr ernst! Schreibt mir eure Meinung! Danke.

Wir schreiben das Jahr 2020, und am 31.01.2021 ist die Frist abgelaufen. Wahnsinn! Dann müssen alle (alle?) PV Anlagen in das oben genannte „Register“ eingetragen sein. Register? Eintragen? Man will ja schließlich wissen, wer was so am „Start“ hat, wer also quasi „unerwünschterweise“ selbst Strom erzeugt, und es zur Mittagszeit – fies wie man als PV Verstrahlter ist – in das arme öffentliche Stromnetz einspeist. Das ist auch wirklich nicht in Ordnung, von diesen verstrahlten PV Tanten und Onkels. Deswegen wird den PV Verstrahlten auf den Weg zum eigenen Strom jede Menge Steine in den Weg gelegt. Und müssen wirklich alle PV Anlagen eingetragen werden? Wir werden sehen – und lesen.

PV Modul
Bild oben: Pixabay 1306024. Ein PV Modul. So ein Modul ist wohl was Böses. Es kann zusammen mit weiteren Modulen kostenlosen Strom erzeugen. Das möchte man von Seiten des Staates (und der Politik) aber nicht. Denn Strom sollen nur die erzeugen dürfen, die auch große Kraftwerke haben. Damit die schön damit Geld verdienen können. Nicht schlecht! Und Kohlekraftwerke sind auch schön. Die qualmen so schön, und verbrennen diese schwarze Kohle. Dann ist die auch endlich weg. Klasse. Weiter so!
Mag die Regierung keine PV Anlagen und keine Windkraftanlagen? Scheint so. Schade.

Was ist das Marktstammdatenregister?

Es handelt sich um ein Register aller Strom- und Gaserzeugungsanlagen, und gehört zur Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. Aktuell werden in diesem MaStR alle anderen Register von Stromerzeugungsanlagen zusammen gefasst. Früher war z.B. für PV Anlage das PV Meldeportal vorgesehen. Wenn heute (nach aktuellem Stand) ein PV Anlage eingetragen werden soll, muss man als Minimum rund 30 Min Zeit einplanen – die man natürlich nicht bezahlt bekommt! Aber einen Trost gibt es; hat man es geschafft, die PV Anlage – meist geht es ja um genau diese Anlagen – einzutragen, dann bekommt man…genau, eine Marktstammdatenregisternummer! Wahnsinn 🙂 Jetzt könnte man ja mal die Frage in den Raum werfen, oder sie auch schön in eine Ecke ablegen; wenn es da früher das PV Meldeportal gegeben hat, dann liegen doch alle Daten vor, oder? Hier gibt es ein „ja aber“. Fairerweise muss erwähnt werden, dass viele Daten in den alten Registern nicht mehr korrekt sind. Darum ist eine Neueintragung erforderlich.

Wer hat Zugriff auf die Daten?

Oh, eine ganze Menge viele Leute, wie z.B. das Bundeskartellamt, Umweltbundesamt, Wirtschafts- und Energieministerium, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Statistisches Bundesamt, Landesregulierungsbehörden, und die Finanzbehörden. Alle dort gespeicherten Daten sind jedoch nicht öffentlich abrufbar, wohl aber viele. Aktuell (Stand Sommer 2020) fehlen wohl mehrere 100.000 Anlagen. Das ist nicht wenig!

Langsam. Wer bitte soll (oder muss) im MaStR seine PV Anlage eintragen?

Am liebsten alle Personen. Auch die, welche ihre PV Anlage schon mal eingetragen haben. Jaha, die auch! Am besten auch die Personen, welche noch gar keine PV Anlage haben, und wohl nie – aus welchen Gründen auch immer – eine bekommen werden. So geht die Zahl der PV Anlagen schnell in die Höhe, und man kann von Seiten der Regierung sagen; stopp, wir haben jetzt genug PV Anlagen.

Wo genau findet man das Register?

Wer wirklich meint, seine PV Anlage eintragen zu müssen, warum auch immer, vielleicht auch nur aus Angst, man würde gesteinigt werden, oder gar in den Knast kommen, hier der Link zur Eintragung; www.marktstammdatenregister.de Jetzt aber zack zack, alles schön eintragen!

Und wenn man seine PV Anlage nicht einträgt (böses Wort „Unterlassung“)?

Dann gibts einen Haufen Ärger. Eine „unterlassene“ Eintragung – meine Güte, was für eine Wortwahl – führt dazu, dass die Förderung, die ja sowieso aktuell nicht so üppig ist – Altanlagen ausgenommen (aber die waren ja auch teuer, und bekommen somit eine höhere Vergütung) – eingestellt wird. Oh, da bekommt man ja direkt Angst. Bestandsanlagen mit einer Inbetriebnahme vor dem 01.07.2017 sind betroffen. Danach in Betrieb genommene Anlagen bis zum 31.01.2019 sind ebenso besoffen. Ach ne, betrunken. Quatsch, betroffen sind die. Manno. Wer aktuell eine neue Anlage in Betrieb nimmt, muss diese innerhalb eines Monats eintragen. Muss? Habe ich da „muss“ gehört? Man „muss“ gar nichts, außer Steuern zahlen und eines Tages sterben. Boh Eye. Also betrifft diese Regelung alle PV Anlagen. Irre. Echt? Oder doch nicht? Moment…

Und was ist mit Stromspeicher (auch Akku genannt)?

Die haben es auch nicht besser, bzw. deren Besitzer! Erstmal werden die sowieso von vielen Leuten schief angesehen, so nach dem Motto; „was soll der Scheiß eigentlich? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, die holen sich das aus dem Akku“. Und; „meine Güte, für diese Akkus müssen arme Leute gebuckelt im fernen Australien, in Chile, China und Argentinien für einen Hungerlohn in Minen das Lithium abbauen.“ Dabei brauchen moderne Akkus immer weniger Lithium, Lithium kann auch immer besser recycelt werden. Die Technik geht eben weiter. Akkus werden immer leistungsfähiger, können immer schneller geladen werden, und sind schon heute ziemlich umweltfreundlich. Ach nee, sorry, die können ja plötzlich anfangen zu brennen. Schitt. Na ja, Atomkraftwerke können auch plötzlich anfangen zu strahlen, und Menschen und Umwelt zerstören. Ist eben so. Und überhaupt, am besten wir entwickeln uns weiter zurück, einschließlich unsere Technik. Wir fangen einfach noch mal von vorne an, mit Dampfmaschinen.

Na ja, jedenfalls endet auch bei Akkus die Übergangsfrist zur Eintragung am 31.01.2021. Auf die Website der Bundesnetzagentur gibt´s dazu noch ein Hinweispapier. Lesen! Wichtig! Gaaaanz wichtig!!!

Und wenn die Anlage verändert wird?

Oh ja, Riesenproblem. Das will man gar nicht! Jegliche Änderung welche die Leistung betrifft, müssen unverzüglich (also am besten gestern) gemeldet werden. Also Obacht! Bloß nicht daran rumbasteln. Und wenn dann nur von einem Fachmann! Oder von einer Fachfrau! Denkt an die hohe DC Spannung, die sau gefährlich ist (Lichtbögen)! Aua.

Sind wirklich alle PV Anlagen betroffen?

Nee, nicht alle. Aber die meisten PV Anlagen. Aber es gibt ein paar Leute, das sind die total Verstrahlten. Das sind die Bekloppten, die Geisteskranken. Die haben Ihre Anlage überhaupt nicht als Vergütungsanlage eingetragen. Watt? Sowas gibt´s? Die bekommen also gar keine Knete (Eurogeld) für den eingespeisten Strom. Die müssen ja total doof sein. Na ja, eben verstrahlt. Diese Leute können nichts dafür. Die verbrauchen darum soviel wie möglich von dem selbst erzeugten Strom. Nicht das sie mehr Strom verbrauchen. Nein, nur so viel wie möglich selbst verbrauchen. Das geht noch besser, wenn man noch in Akkus investiert. So ein Verfahren ist auch völlig frei von völlig unsinnigen bürokratischen Aufwendungen und Abrechnungen. Bei so einem Verfahren gibt´s also viele Vorteile. Aber natürlich auch ein paar Nachteile. Leider. Muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten sich selbst erstmal verstrahlen lassen, dann kann man besser entscheiden. Auf geht´s.

Und wer nicht weiß, wie es geht, hier ist ein Bericht von einem Verstrahlten, der so ein Projekt über mehrere Jahre durchgezogen hat, sich dabei immer wieder gegen die Mitmenschen stellen musste, die sowas einfach nicht verstehen können; Ein (fast) autarkes Wohnhaus. Und ja, es war nicht einfach. Aber das ganze Leben ist nicht einfach…

Jetzt ganz im ernst: Das traurige Fazit

Man sieht schon deutlich, über die letzten Jahrzehnte im Besonderen, dass die Alternative Energie (die ist eben anders, eben „Alternativ“, und daher von vielen Leuten einfach nicht „verstehbar“), also PV Anlagen, Windkraftanlagen (oh je, diese bösen Türme in der Landschaft, die „töten“ sogar Vögel), Biogasanlagen, usw. nicht gewollt sind. Nicht von der Regierung, nicht vom Staat, und eben auch nicht von vielen anderen Leuten. Diese „anderen Leute“, die haben eben andere Meinungen und Vorstellungen. Die meinen, Strom kommt immer nur aus Atomkraftwerken, und aus Kohlekraftwerken (da gibt´s übrigens auch Minen, in denen mühsam gebuckelt abgebaut wird, und Atom- und Kohlekraftwerke werden genauso gefördert wie PV- und Windkraftanlagen, also Alternative Energie).

Der Grund kann in dem EEG liegen, dem Erneuerbare Energien Gesetz, welches besagt, dass der Eigentümer für 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung bekommt. Diese Anlagen werden also subventioniert, also gefördert. Die Förderung dient also der Planungssicherheit. Jedenfalls werden aktuell recht wenige PV Anlagen erbaut, einfach weil die Vergütung zu schlecht ist, und weil die Auflagen zu gut sind – äh, die sind nicht zu gut, die sind zu kompliziert. Das ist so, als wenn Sie ständig über große Steine gehen müssen, die auf dem Weg liegen. Macht keinen Spaß 😦

Eigentlich ist eine Förderung/Subvention nicht wirklich gut, aber andererseits auch nicht ganz schlecht. Viele Dinge werden gefördert, eben um die Technik anzuschieben. Das Gesetz ist letztlich dennoch eine eher weniger gute Lösung, die längst hätte überarbeitet werden müssen. Aber nicht so, wie es aktuell in Beratung ist. So nicht. Aber lasse man machen. Die schlauen Leute in der Politik wissen schon, wie es geht 🙂 Denen brauchen wir nichts erzählen. Die wissen alles selbst am besten!

Grüße, Euer Jürgen

Ein (fast) autarkes Wohnhaus

Hier beschreibe ich meinen – fast schon seit der Jugend bestehenden – Traum, eines Tages ein Eigenheim für meine Familie und mich zu haben, welches nach dem Invest fast keine Kosten mehr verursacht.


Es kommt immer drauf an…

…was man will. Denn Bewohner können sich unabhängig machen von der Kostenentwicklung von Strom und Wärmeversorgungsanschlüssen. Das ist eine riesige Chance. Dazu ist jedoch ein höheres Anfangsinvest nötig. Dies zahlt sich auf Dauer aber so stark aus, dass der höhere Invest schon nach rund 10 Jahren wieder eingefahren ist. Danach wird es richtig günstig! Denn die Energiewende ist Realität. Fast 30% des Stroms in Deutschland stammt schon jetzt (Stand 2015) aus Erneuerbaren Energien. Was Besseres gibt es meiner Meinung nach nicht. Denn die Sonne, aber auch Wind und Wasser werden immer wichtiger für intelligente, effektive und ungefährliche Energieerzeugung. Es ist darum nicht nötig, sich mit altmodischer Atomkraft und noch älterer Kohlekraft zu beschäftigen. Beide sind „nicht gut“. Es gibt andere gute, günstige, und vor allem umweltfreundliche Energiequellen. Aber die Regierung unterstützt diese nicht. Leider!

Wie konzipiert man ein Wohnhaus ohne Versorgungsanschlüsse, bzw. in Norddeutschland zwar mit Versorgungsanschlüssen, welche aber nur im Notfall automatisiert eingesetzt werden? Eine gute Isolierung des Wohnhauses ist obligatorisch. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann man durchaus leicht über einen Akku als Zwischenspeicher das ganze Gebäude größtenteils (über 90% Autarkie) mit Energie versorgen, wobei auch eine Erdwärmepumpe über den gleichen Akku die Wärme zur Verfügung stellt. Alles ist nur eine Frage der Speicherkapazität des Akkus, welche in kWh (Kilowattstunden) ausgedrückt wird. So ein Konzept ist – auf das Jahr bezogen – hochgradig günstig.

Eine moderne Wärmepumpe…

…zu verwenden ist sinnvoll, da ein großer Teil der Wärme aus der Erde genutzt wird – auch im Winter. So braucht man recht wenig Strom für die Wärmeprozesse, und bekommt ziemlich viel (rund Faktor 3 schon im Winter) an Wärmeenergie zum heizen. Ein Schornstein ist nicht erforderlich. Wartungsaufwand: minimal 🙂

Ein eigener Brunnen..

…mit Wasseraufbereitung führt zu einer vollständig unabhängigen Nutzung von Wasser, auch wenn die Kosten für den Bohrbrunnen nicht unerheblich sind. Der tägliche Strombedarf für die Aufbereitung des Wassers ist jedoch minimal, und liegt bei normaler Wasserqualität bei rund 1 kWh/Tag. Die eingesparten Kosten für die nicht benötigten Versorgungsanschlüsse (viele Tausend Euro) werden jedoch für die Speichertechnik und die (Haus)Automation benötigt. Es gibt halt nichts umsonst. Leider.

Autarkes Wohnhaus, Hunteburg
Oben der Entwurf des Architekten de Vries aus Hunteburg.
Der Entwurf des (fast) autarken Wohnhauses mit weiteren (Gewerbe)Nutzungsmöglichkeiten.

Dieses Verfahren (ohne Versorgungsanschlüsse) bezeichnet man als „autark“. Bei einer guten Auslegung ist es nicht nötig, genügsam und vorausschauend mit Energie umzugehen. „Autarke Systeme“ kommen immer mehr in „Mode“, werden immer öfter angeboten, sind fertig konfektioniert aber auch immer noch sehr teuer. Die Energie kommt im Wesentlichen von der Sonne, und wird über eine PV Anlage in Akkus gespeichert, aber teilweise auch als Wärme gespeichert. Der Verzicht auf einen öffentlichen Versorgungsanschluss (Strom, Wärme, Gas, Wasser…) ist heute jedoch immer noch extrem selten anzutreffen, obwohl die erforderliche Technik dazu immer günstiger und zuverlässiger wird.

Warum so umständlich (und teuer)?

Die benötigten Komponenten sind schon lange verfügbar, müssen nur intelligent verknüpft werden. Mit dieser Technik verursachen Sie praktisch keine Umweltbelastung, und sind klimaneutral, und damit ökologisch. So ein Konzept rechnet sich auch wirtschaftlich, und kann sogar als Altersvorsorge dienen. Hier wird Vieles an alten Meinungen auf dem Kopf gestellt. Denn heute ist es effektiv und sinnvoll mit Strom auch zu heizen, weil Strom sehr universell einsetzbar ist.

Bis zur Fertigstellung…

…wurden Jahre in Anspruch genommen. Erbauer und Bewohner müssen motiviert werden. Eine kompromisslose Informationspolitik, die auch die Probleme bei der Umsetzung aufführt ist wichtig, sowie eine Beteiligung von möglichst vielen Bürger/Innen z.B. an den Planungsabschnitten. Ideal sind im Ort befindliche Ansprechpartner, die zu jeder Zeit neutrale Auskunft über das Projekt geben können. Hilfreich kann es auch sein, wichtige Leute (Bürgermeister, Architekt, usw.) auf seine Seite zu bekommen, um im Notfall auch Rückendeckung zu haben.

Welche Stromverbraucher können betrieben werden?

Zum Verständnis: Auf dem Dach ist der Hauptenergielieferant, eine PV Anlage mit knapp 10kWp. Das Problem; im Sommer wird sehr viel Strom erzeugt, nämlich täglich weit über 70 kWh. Das ist viel mehr als man braucht. Im Sommer wird üblicherweise nur 10 bis max. 15 kWh Strom täglich (Tag und Nacht) benötigt. Üblicherweise könnte man die überschüssige Energie einspeisen, und eine Vergütung erhalten. Das machen aber alle, und ist – ein wenig – langweilig, aber auch bürokratisch aufwändig. Alternativ kann man auch die Energie soweit wie möglich in einem großen Akku speichern, und eben nicht einspeisen. Sinnvoll sind Speichergrößen von deutlich über 30kWh für den Akku. Ein Wechselrichter erzeugt dann das bekannte 380V/400V AC Drehstromnetz – völlig unabhängig vom bekannten Hausstromanschluss.

Herzstück Wechselrichter

Im Wechselrichter, genau genommen im sog. Hybridwechselrichter laufen alle (elektrischen) Fäden zusammen. Wenn dieses Gerät mit einer cleveren modernen Betriebssoftware (Firmware) ausgestattet ist, geht hier richtig fett die Post ab. Soll heißen, nur dann macht das Leben in so einem Gebäude richtig Spaß. Nur dann kann man auch in so einem Gebäude richtig viel Geld sparen für die Energie.

Entscheidend bei einem Wechselrichter ist die Zuverlässigkeit über viele Jahre, der Wirkungsgrad, natürlich auch die Dauer- aber auch die Kurzzeitleistung, sowie generell die Überlast- und Kurzschlussfestigkeit. Das Teil soll also lange halten, und nicht gleich Bauteile im Innern sprengen, wenn mal eine Überlast, oder ein Kurzschluss daher kommt. Oder eine Blindlast.

Zur Auswahl des WR nimmt man was Bewährtes, von Fronius z.B. der Symo Hybrid, oder von Fronius den Symo GEN 24 plus. Alternativ kommen auch von Steca/Studer die XTM Serie, von SMA die Sunny Island, von Victron die Multiplus, von Mastervolt der Mass Combi, oder von E3DC das S10 System in Frage. Es gibt noch viele weitere Systeme. Üblicherweise erzeugen die Systeme ein 3 phasiges Stromnetz, oder können zu einem solchen verschaltet werden.

In jeder Situation steht immer das selbst erzeugte 3 phasige Inselstromnetz zur Verfügung, mit dem auch problemlos der bereits erwähnte Scrollkompressor einer Wärmepumpe (Brauchwasser und Heizung), oder auch jeder andere 3 phasige Verbraucher betrieben werden kann – auch wenn gar kein öffentlicher Stromanschluss angekoppelt ist! Ist das nicht genial? Ein Punkt, den der Staat, die Politik, vor allem aber die Energieversorger überhaupt nicht mögen! Hier wird man also schnell zum „Außenseiter“, zum „Anderen“, zum „Verstrahlten“, oder auch einfach zum „Verrückten“ 🙂

Neben dem üblichen, selbst erzeugten Haushaltstrom (drei Phasen mit 120 Grad Versatz, plus N und PE), kann auch ein kräftiger, ggf. auch 3 phasiger Elektrogrill während der Sommermonate meist problemlos genutzt werden. Gerade im Sommer ist ja selbst erzeugter Strom völlig kostenlos in Hülle und Fülle verfügbar. Schnelle Grillhitze ist damit gegeben, Holzkohle nicht erforderlich, sowie auch keine Wartezeit. Umweltfreundliches und modernes Kochen, auch im Garten – mit einem leckeren Grillgut.

Gerade während der Sommermonate kann man generell – wenn man das möchte – verschwenderisch mit dem überschüssigen Strom umgehen, denn er ist ja kostenlos und damit auch klimaneutral. Denn die Sonne und übrigens auch der Wind schicken keine Rechnungen 🙂 Auch das Rasenmähen ist vollkommen kostenlos, denn wenn ein Akkumäher verwendet wird – oder notfalls auch ein herkömmlicher Elektromäher mit 230V Anschluss – kann auch dieses Gerät mit Energie versorgt werden, und hat so keine Treibstoffkosten. Wie genial ist das denn?

Es mag gute Gründe geben…

…nicht autark zu sein. Es gibt aber min. genauso viele Gründe, autark und damit unabhängig zu sein. Es kommt schlicht darauf an, die Energie intelligent zu verwenden, und nach Möglichkeit genau dann einzusetzen (genau genommen umzuwandeln) wenn diese Energie auch vorhanden ist. Genau das ist heute möglich. Und es bedeutet auch keinen Comfortverlust. Die Zeiten ändern sich? Heute sollte man versuchen – auch wenn das nicht sooo einfach ist – seine benötigte Energie selbst zu erzeugen!

Die Vorteile überwiegen…

…aufgrund der Unabhängigkeit, und der ökologischen Arbeitsweise des autarken Systems. In erster Linie muss bei diesem Konzept daher eine gute Isolierung vorhanden sein, denn das Gebäude soll – einmal aufgeheizt – die Temperatur möglichst lange halten. Auskühlen nach wenigen Stunden ist bei einem autarken Wohnhaus nicht zulässig. Da die Energie der Sonne in Norddeutschland im Winter (Oktober bis März) nicht ausreichend ist, ist ein öffentlicher Stromanschluss für die Wintermonate nötig. Oder ein moduliertes BHKW, oder ein anderer alternativer Kurzzeitversorger (Wärme- und Stromspeicher auffrischen im Winter). Sinnvoll ist auch eine kleine WKA (Windkraftanlage) welche sich sehr gut mit PV (Photovoltaik) kombinieren lässt. Eine Belüftungsanlage ist natürlich auch vorhanden, womit lüften überflüssig ist, und gleichzeitig immer frische pollenfreie Luft im Gebäude ist. Eine Dreifachverglasung der Fenster ist ebenfalls obligatorisch, idealerweise mit einer Raffstore-Außenverschattung.

Technik des autarken Wohnhauses, Hunteburg
Bild; BMMH / Prof. Kuhnke, Osnabrück / Luis Millán. Generelle Funktionsweise eines autarken Gebäudes.
Der technische Aufbau eines (fast) autarken Wohnhauses.

Die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe

Der COP (Coefficient of Performance / Maß für die Effizienz) liegt bei guten Wärmepumpen bei rund 4. Er beschreibt, dass für 1,0 kWh elektrischen Strom (für den Motor als Antriebsenergie des Wärmepumpen(scroll)kompressors) im günstigsten Fall bis zu 4 Kilowattstunden Wärmeenergie geliefert wird – ohne Schornstein wie gesagt. Hierin ist die elektrische Energie für den Motor des Kompressors (die 1,0 kWh) bereits eingerechnet, da diese als Wärme mit in den Wärmekreislauf eingeleitet wird, und somit die Erdwärmetemperatur schon vorab heraufsetzt. Die Wärme wird also der Erde entzogen, und über einen technischen/chemischen Prozess temperaturmäßig weiter herauf gesetzt (Wärme wird hochgepumpt). Gute Wärmepumpen sind nahezu wartungsfrei, und haben eine Standzeit von über 50 Jahren, und sind damit für Generationen ausgelegt. Gute Wärmepumpen, welche auch frei programmierbar sind, sind wahrlich nicht billig. Sie sind aber sehr effizient und sehr effektiv – für Jahrzehnte. Und sie benötigen keinen Schornstein, was auch zu eingesparten Kosten führt, auch bz. der laufenden Schornstein(Reinigungs) Kosten.

Beschreibung Wärmepumpe auf Wikipedia: Wärmepumpe_Wikipedia .

Damit beende ich diesen Artikel. Ich hoffe, es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen…

Freundlich Grüße, Jürgen Blumenkamp

Tesla und der Elektromotor

Elektroautos sind die bessere Option! Das war schon um 1900 klar. Doch durchsetzen konnte sich diese Technik leider noch nicht. Dabei gab es vor 100 Jahren mehr Elektroautos als solche mit Verbrennungsmotor. Wirklich wahr! Was steckt dahinter, wenn sich gute Technik nicht durchsetzen kann?


Schon seit über 100 Jahren (Stand 2010) gibt es PKWs – und andere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Wussten Sie, dass es genau so lange auch schon PKWs – und andere Fahrzeuge – mit Elektroantrieb gibt? Diese hatten auch damals schon einen Akku – logisch, mit einem langen Kabel sind die nicht an einer „Leine“ rumgefahren – und konnten teilweise mit überzeugenden Leistungsdaten aufwarten. Doch ganz bestimmte „Kräfte“ waren damals (wie heute noch) im Spiel…

Der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II (geboren 1859 in Berlin) hatte um 1900 mehrere Elektrofahrzeuge. Wenn wir das mit der aktuellen Regierung vergleichen, die hier überhaupt nicht schlecht geredet werden soll, wie viele E Fahrzeuge müsste diese dann heute haben?

Wie wurde die Elektrofahrzeugtechnik bis heute weiter entwickelt? Der Verbrennungsmotor wurde immer weiter forciert. Und die Entwicklung der Elektromotoren in den Fahrzeugen inclusive Akkutechnik stagnierte lange Zeit – eigentlich bis heute noch.

Der Verbrennungsmotor hat einen maximalen Wirkungsgrad von rund 35 %. Das ist jedoch nur unter einer ganz bestimmten Drehzahl möglich. In der Praxis ist dieser Wirkungsgrad, der Eta, viel geringer! Aber wir wollen doch günstig fahren, und nicht unnötig den Motor kühlen müssen. Mindestens 65% Wärmeabfall, nur für ein wenig Heizung im Auto? Zweifel kommen auf.

Das bedeutet, ein Verbrennungsmotor erzeugt sehr viel völlig unnötige, nicht nutzbare Wärme. Dabei erfordert der Verbrennungsmotor sogar noch eine gewaltige regelmässige Portion Wartung, und damit jede Menge Kosten – vom Spritkostenaufwand mal ganz abgesehen. E-Motoren haben rund 90 % Wirkungsgrad. Ein wirklich guter Wert, da kann man einfach nicht meckern!

Renomierte Firmen wie VW, BMW, Mercedes, die allesamt hohe Gewinne einfahren, und somit genug eigenes Geld haben, fordern vom Staat Millionenbeträge, um „neue Technik“, also neue Akkus für Fahrzeuge zu entwickeln. Und sie bekommen die Gelder oft auch. Doch was diese Firmen bisher zu Tage gebracht haben, kann noch nicht so recht überzeugen.

Letztlich ist der Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell. Doch viele Autohersteller wollen nichts davon wissen. Es müssen die Fragen erlaubt sein: hat die deutsche Automobilindustrie, Stand 2014, den Anschluss verloren? Welche Zukunft hat ein PKW mit Verbrennungsmotor? Und welche Zukunft hat ein PKW mit Elektromotor? Also diese beiden Fragen sollte man nun doch leicht beantworten können.

Elon Musk, 2015
Elon Musk, innovativer Kopf von Tesla Motors Inc., 2015 auf dem Tesla Motors Annual Meeting. Urheber Bild: Steve Jurvetson, Flickr.
Inhaber eines innovativen E Auto Hersteller.

Gleichzeitig werden wir Bürger angehalten, uns endlich ein umweltfreundliches Auto zu kaufen. So geschehen zuletzt bei der „großen Abwrackprämie“ von 2009, die nur einen Sinn hatte: die Automobilindustrie, welche zu den größten Industrien, wenn nicht gar die Größte überhaupt gehört, wieder auf die Beine zu helfen. Doch was bewirkte umwelttechnisch die Abwrackprämie? Nun, es wurde letztlich nur alter Schrott gegen neuen Schrott eingetauscht. So kann das doch – eigentlich – nicht funktionieren. Oder? Viele alte Fahrzeuge – die verschrottet wurden – waren im übrigen gar nicht so umweltschädlich, wie immer gesagt wurde. Und viele neue – frisch verkaufte – waren auch nicht besonders umweltfreundlich. Man kann so ein Vorgehen einfach nicht verstehen. Es ist einfach zu kurz gedacht.

Wo genau kann man eigentlich heute (Stand 2014) ein umweltfreundliches Auto kaufen? Viel Auswahl gibt es freilich nicht. Denn alles was mit Benzin, Diesel oder Gas angetrieben wird, kann sicher nicht als umweltfreundliches Fahrzeug bezeichnet werden. Hybridfahrzeuge sind durchaus ein guter Ansatz – aber letztlich lediglich ca. 30% sparsamer, als leistungsgleiche Verbrennerfahrzeuge. Wir brauchen Fahrzeuge, welche 100% sparsamer sind! Und diese müssen auch günstig(er) sein als Verbrennerfahrzeuge. Das wird auch bald schon soweit sein. Hoffe ich…

Es muss dennoch vermutet werden, dass es – von wem oder was auch immer – ein starkes Interesse daran gibt, das wir Bürger alte Technik kaufen sollen. Denn diese alte Technik hat Ihre Entwicklungskosten lange eingespielt. Und diese alte Technik verursacht Folgekosten in Form von Wartung. Dies wieder bringt neues Geld in die Industriekassen, und damit letztlich in die Staatskassen. Wem ist also damit gedient, wenn wir nur noch mit Elektrofahrzeugen fahren? Keine Zündkerzen. Kein Auspuff. Kein Öl. Keine Einspritzpumpen, Kein Benzin, kein Diesel wird verkauft. Und keine/kaum Wartung. Viele Firmen, die genau und teilw. ausschl. diese Teile produzieren, würden pleite gehen. Teilweise stecken sehr viele Mitarbeiter dahinter….

In wie weit wäre die heutige Welt besser, wenn seit 1900 die Elektroautos immer mehr zugelegt hätten? Eine interessante Frage, wie ich finde.

Musk, Tesla, Model S
Tesla Model S Facelift an einem Supercharger. Bildurheber: Wikipedia, Unimog404
Ein richtig innovatives Auto. Das Modell S von Tesla. Es ist schnell (wenn es sein muss), sportlich und ausdauernd. Und mit E Motor! Finde ich richtig gut. Daumen hoch!

Doch es gibt auch – meist sehr kleine – Firmen, die den großen Firmen der Autoindustrie mal so richtig zeigen, wo der Hase lang laufen (fahren) könnte. Tesla Motors, ein US amerikanisches Unternehmen in Kalifornien baut z.B. elektrische Sportwagen, die sich auch vor Porsche und Co nicht verstecken müssen. Gleichzeitig wird eine sehr hohe Reichweite geboten, wenn man „normal“ fährt. Es geht doch.

Auch der kroatische Sportwagenhersteller Rimac fällt pos. auf. Unternehmensgründer Mate Rimac baut Elektrosportwagen als Einzelstücke. Die haben sogar dermaßen hohe Beschleunigungen und Endgeschwindigkeiten zu bieten, das viele andere Sportwagenhersteller mit Verbrennungsmotor hochrot werden. Dabei werden keine Komponenten zugekauft, sondern alles selber produziert, sogar die dafür notwendigen Werkzeuge. Daraus ergibt sich eine hohe Flexibilität, eine hohe Unabhängigkeit, aber auch die Tatsache, mit rel. wenig Geld sehr viel entwickeln zu können. Tatsächlich ist das Ergebnis, der Elektrosportwagen vom Typ „Concept One“ mehr als überzeugend. Mal ehrlich: wer wollte nicht gerne so ein modernes, innovatives Fahrzeug sein Eigen nennen?

Zu erwähnen ist noch, dass es in Deutschland mittlerweile mehrere Firmen gibt, welche jeden herkömmlichen Verbrenner PKW offiziell mit TÜV Abnahme zu einem Elektroantrieb verhelfen. Gut zu wissen ist auch, das der Gebrauchtwagenhändler Stüber in Obrigheim immer einige alte aber noch gut erhaltene Elektroautos im Lager hat. Da kann man doch nicht meckern 🙂 Im Gegenteil. Das erfreut!

Eines noch: Wer war Nikola Tesla eigentlich? Über ihn hatten wir (hier) noch nicht geschrieben. Er war ein Erfinder, Physiker und Elektroingenieur, und hat viele Dinge erfunden, z.B. auch den Elektromotor. Damit ist er praktisch der Urvater der heutigen Elektromaschinentechnik, also letztlich der heutigen Elektromotoren. Viele – z.T. auch abenteuerliche – Visionen hatte er. Oft wurde er nicht ernst genommen, wie so oft bei Visionären. Nikola Tesla wurde 1856 in Kroation geboren. Nachdem er lange Zeit in Geldnot war, und auch Studiengebühren nicht bezahlte, wurde er der Universität verwiesen, so jedenfalls die Auskunft von Wikipedia. 1884 zog er mit sehr bescheidenen Finanzmitteln nach New York, und arbeitete schon nach wenigen Tagen in der Firma von Thomas Alva Edison, welcher u.a. die Telegrafie erfand. Nikola Tesla verstarb 1943 in New York.

So Leute, jeder Beitrag hat mal ein Ende. Vielen Dank für das Lesen.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

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