Die neue Technik; die Physik der Quantencomputer (QC)

Was um alles in der Welt ist ein Quantencomputer? Wir wollen diese Technik hier vorstellen. Ein QC (Quantencomputer) hat ein Prozessor, welcher die Gesetze der Quantenmechanik nutzt – und das ist ganz neu. Im Unterschied zum herkömmlichen Computer arbeitet ein Quantencomputer nicht auf der Basis elektrischer Informationen in Form von 1 und 0. Statt dessen werden quantenmechanische Zustände mit Hilfe von QuBits verarbeitet. Und das ist genial – und bahnbrechend neu.

Einen herkömmlichen Computer kennt heute eigentlich jedes Kind. Man muss nicht wissen, wie so ein Gerät funktioniert. Phantastisch ist ein – sogar schon herkömmlicher – Computer aber allemal. Er – der Computer – ist die Hardware. Eben all das, was man anfassen kann, wo man gegen treten kann (sollte man aber nicht tun!). Aber man braucht auch clevere Software, also das BIOS (Basic Input Output System), und das OS (Operating System). Eben all das, was man nicht anfassen kann. Es sind letztlich die Befehle, das Betriebssystem, die Anweisungen, wie in diesen und jenen (Rechen)Fällen vorzugehen ist, um eine Lösung zu finden. Und die Software macht es auch überhaupt erst möglich, mit dem Computer zu interagieren, also z.B. Befehle einzugeben, über die Tastatur, oder die Eingabemaus. Schon heute (2021) können wir sogar per Sprachbefehl einem herkömmlichen Computer umfangreich steuern.

Bits und Bytes – für den (herkömmlichen) Computer

Wenn eine Beleuchtung eingeschaltet ist, kann sie auch ausgeschaltet sein. Von den Zwischenzuständen (gedimmt) mal abgesehen. Also kann diese Situation mit einem Bit und seinen beiden möglichen Zuständen 1 für „Lampe ein“ und 0 für „Lampe aus“ dargestellt werden. Wenn man 8 Bits zusammen fasst, hat man ein Byte. Stellt man sich für diese 8 Bit also 8 Leuchten vor, kann man mit einem Byte schon 256 verschiedene Zustände der 8 Leuchten darstellen. z.B. können alle Leuchten aus sein. Oder alle ein. Oder nur die vierte Leuchte ist eingeschaltet. So gibt es wie erwähnt 256 verschiedene Zustände. Die Z3 war übrigens der erste funktionsfähige Computer und wurde 1941 von Konrad Zuse und Helmut Schreyer gebaut.

Wann gibt es Quantencomputer zu kaufen?

IBM hat im Januar 2019 seinen ersten Quantencomputer auf dem Markt per Miete angeboten, konkret den Quantum System One. Dieses System hat 27 QuBits. Diese Quantencomputer können ganz besonders gut und ganz besonders schnell rechnen. Quasi in Lichtgeschwindigkeit. Aber aktuell nur bei exra für diese Quantencomputer zugeschnittene Rechenaufgaben. Das wird man aber alles noch verbessern. Immer mit der Ruhe! Aktuelle Quantencomputer haben bereits spezielle Rechenaufgaben in wenigen Minuten gelöst. Dafür brauchen die herkömmliche Computer 10000 Jahre. Da lohnt es sich schon, die Sache mit den Quantencomputern, den Qubits, und der Quantenphysik weiter zu erforschen!

Aber wie arbeitet ein Quantencomputer?

Gute Frage. Denn es gibt noch nicht viele Quantencomputer. Darum kann man die nicht mal eben kaufen, und aufmachen, um mal zu schauen, wie so ein Teil von innen aussieht. Und die wenigen sind ziemlich teuer. Ziemlich sehr teuer! Aktuell kostet der obige IBM Quantencomputer eine Monatsmiete von knapp 30.000,- Euro. Fakt ist, das herkömmliche Computer, solche die wir alle kennen, also mit Millionen von Transistoren in sog. Integrierten Schaltkreisen (Prozessoren) Bitinformationen (eben mit Bits) rechnen. Das wird mit Hilfe der bekannten herkömmlichen Physik der (Bau)Teile gemacht. Ein Quantencomputer kann aber nicht nur die bittypischen Zustände 0 und 1, sondern auch alle Zustände dazwischen ermitteln und verarbeiten. Diese Zwischenzustände werden als „Qubits“ bezeichnet. Das ist voll phantastisch! Denn Quantencomputer können mit Ihren Qubits – wenn sie das sollen – deren besondere Eigenschaft ausnutzen. Nämlich die vielen Zwischenzustände verarbeiten. Das ganze bitteschön gleichzeitig, und nicht seriell (nach einander). Die herkömmlichen Computer können mittels der Bits nur 0 oder 1 darstellen. Eine Münze liegt entweder mit der Zahl oder dem Kopf oben. Ein Qubit des Quntencomputer kann jedoch auch – sinnbindlich (aber in echt) – eine geworfene Münze während Ihres Höhen- und Abwartsfluges, während sie sich dreht, verarbeiten. Er, der QC kann also die Millionen Zwischenzustände der Münze berechnen, obwohl sie noch gar nicht „gelandet“ ist. Das Qubit des QC (Quantencomputer) kennt also nicht nur die klassischen Zustände 0 und 1, sondern noch Millionen weitere Zustände. Finde ich voll gut 🙂

Wie werden die Qubits geschrieben und gelesen?

Üblicherweise macht man das mit Microwellenstrahlung, oder mit Licht bzw. Lasern. Aber Google arbeitet an einem anderen Arbeitssystem. Dort werden elektrische Impulse genutzt, um die Qubits im Kreis fliegen bzw. fließen zu lassen. Aber auch hier ist Microwellenstrahlung nötig. Andere Forscher arbeiten aber auch an anderen Techniken. Hier wird dann mit Photonen (Lichtteilchen) gearbeitet, welche eine physikalische Umsetzung von Qubits darstellen.

Wie groß ist so ein Quantencomputer?

Bisher noch ziemlich groß. In aller Regel ist der Prozessor, welcher nicht nur die üblichen Bitzustände 0 und 1 wie ein herkömmlicher Computer es kann, mit all seinen Zusatzgeräten und Meßstellen so groß, wie ein ganzes (sehr großes) Zimmer. Aber die Rechenkünstler werden immer kleiner!

Team Monz von der Uni Innsbruck

Ein Team unter Leitung von Thomas Monz von der Universität Innsbruck ist es gerade im Juni/Juli 2021 gelungen, einen Quantencomputer in zwei 19 Zoll Serverracks unter zu bringen. So ein System muss jetzt nicht mehr in großen Industriehallen stehen, oder in Universitätshallen von Forschungseinrichtungen. Sowas passt jetzt auch in einem Rechenzentrum – und leistet dort Enormes! Bei diesem Quantencomputer werden 24 verschränkte Calcium Ionen in einer Magnetfalle als Qubits (also die vielen Zwischenzustände zwischen 0 und 1) verwendet. Diese Qubits werden mit Laser in verschiedene Energiezustände gebracht, was den vielen Nullen und Einsen (den Bits) eines herkömmlichen Siliziumcomputers entspricht. Die beiden Racks sind durch elektrische und optische Leitungen miteinander verbunden.

19 Zoll Quantencomputer, UNI Innsbruck
Team Monz, UNI Innsbruck. Schematischer Aufbau der beiden 19″ Racks des Quantencomputers. Copyright CC BY 4.0
Laut dem Team Monz der UNI Innsbruck arbeitet der modulare Quantencomputer sehr zuverlässig.

Muss das so kalt sein?

Oh ja. Denn bei Quantencomputern wird die sog. Quantenphysik, welche wahrlich völlig anders funktioniert, und nur von wenigen Menschen verstanden und erklärt werden kann, angewandt. Das Ganze funktioniert auch nur bei extremer Kälte. Nämlich beim absoluten Nullpunkt. Und der ist wahrlich ziemlich kalt! Wir reden hier über eine Temperatur, die im Bereich von -273 Grad Celsius liegen muss. Was für Lebewesen also ziemlich kalt und tödlich ist, ist für Quantencomputer ziemlich gut temperiert und notwendig.

Ein Beispiel zur Nutzung dieser Technik

Dieser IBM Quantencomputer wurde durch unsere Bundeskanzlerin Merkel mit einer entsprechenden Bitte und einer netten Förderung für diese Technik nach Baden-Württemberg in eine Industriehalle in der Nähe von Ehningen Nahe Stuttgart, in das Fraunhofer Institut geholt. Dort soll weiter an dieser Technik geforscht werden. Beispielsweise soll mit Simulationen ermittelt werden, welche chemischen Komponenten in einem Akku sich als „gut“ bewerten lassen – ohne den Akku überhaupt immer erst aufbauen und testen zu müssen. Gute Idee!

Der Zuse Z3 Computer, Infos auf Wikipedia.

Hier kann man eine Anfrage stellen, nach dem IBM Quantencomputer.

Hier der Link zur CC BY 4.0 Lizenz des obigen Bildes der Uni Insbruck (Team Monz).

YT Video, erklärt die Funktionsweise eines Quantencomputer.

Und Quarks kann auch gut Quantencomputer erklären 🙂

Said Shiripour hört auf. Wirklich?

Seit einiger Zeit, ich glaube besonders intensiv seit Mitte 2020 (Corona Krise) sind im Internet sehr viele sogenannte Online Marketer (Online Verkäufer) vertreten, die Ihre Produkte (Artikel oder Dienstleistungen) verkaufen möchten. Mit diesen Produkten soll es möglich sein, selbst aus dem Hamsterrad (9 to 5 Job mit wenig Lohn, Zeit gegen Geld) raus zu kommen. Ich versuche raus zu finden, was dahinter steckt.

Wenn jemand sagt (eine Firma z.B.) sie hören auf, und es gibt jetzt noch letztmalig die Möglichkeit, ein Angebot zu ergattern, sollte man – vielleicht – vorsichtig sein. Denn Angebote wird es immer geben! Und manchmal wird einfach nur gesagt, die Firma hört auf, und es stimmt dann nicht mal. Sowas hat es schon öfter gegeben!

Online Marketing
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Die Marktwirtschaft will es nicht anders. Das Geld muss im Umlauf sein.

Was steckt dahinter?

Um heraus zu finden, was hinter den Aussagen der Onlinemarketer steckt, habe ich mich zu den verschiedenen Onlineseminaren von verschiedenen Onlinemarketern angemeldet. In diesem Artikel geht es dabei um das Seminar, bzw. das „Vorseminar“ zum Kaufseminar von Said Shiripour. Genau dieser gute Mann möchte ja aufhören. Wenn man die Werbung jedoch zu genau diesem Umstand sieht (Stand 05-2021), kann man – eigentlich – nur mit dem Kopf schütteln. Diese Vor-Seminare sind natürlich alle kostenlos. Klar, wer bezahlt schon einfach so einer völlig fremden Person oder Firma eine vierstellige Geldsumme für ein Seminar? Genau genommen ist ja das „heißmachen“ um genau das „Kaufseminar“ zu erwerben. Denn in dem Vorseminar wird einem gesagt – natürlich oft über einen Zeitraum von weit über einer Stunde – was man alles erreichen kann (an Geld verdienen z.B.) wenn man das Kaufseminar besucht. Man achte bitte auf die Wortwahl; was man alles erreichen kann. Nicht was man erreichen wird.

Onlinemarketer schlecht machen?

Es geht hier jedoch nicht darum, eine Person, oder eine Branche schlecht zu reden. Ich versuche nur für mich – und meine Leser – heraus zu finden, was vermutlich wahr ist, und was geschönt ist. In diesem Artikel geht es konkret um „Mein letztes Seminar“, welches seit 04-2021 zum Preis von aktuell 1900,- Euro von Said Shiripour angeboten wird. Said ist vermutlich der bekannteste Onlinemarketer, und lebt in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate, NÖ von Afrika). Aber wie ist Said Shiripour zu diesem Wohlstand – wenn er wirklich wohlhabend ist – gekommen? Lag es nur daran, dass er immer wieder für ziemlich teures Geld Seminare verkauft, die viel versprechen, dessen Umsetzung aber in vielen Fällen alles andere als einfach ist? Denn so kommt ja immer wieder Geld in die Kasse der Onlinemarketer. Alle Onlinemarketer sagen im Prinzip das Gleiche; „es ist unsinnig, einen Job für einen Chef zu erledigen, weil dadurch viel unbezahlbare Lebenszeit verloren geht, und wenig Geld verdient wird“. Weiter sagen praktisch alle Onlinemarketer; „es ist finanziell unintelligent, sich von einem Chef abhängig zu machen. Es ist viel cleverer, in Eigenregie, auf eigene Rechnung zu arbeiten, und so seine Zeit viel besser einteilen zu können, um so auch Mitarbeiter delegieren zu können“. Diese Aussagen sind nicht pauschal falsch. Sie sind aber auch nicht pauschal richtig. Wer einen guten, stressfreien Job hat, kommt damit sehr gut zurecht. Die Aussagen und Empfehlungen der Onlinemarketer sind aber auch nicht ganz einfach umzusetzen! Denn wenn das alles so einfach wäre, dann, ja dann würde es doch jeder machen, oder nicht?

Die wollen alle nur dein Bestes

Und zwar dein Geld. Das hat mein Vater immer schon zu mir gesagt. Und ja, er – mein Vater – hatte Recht damit. Leider ist Papa schon 1992 gestorben. So ist das Leben. Es dauert nicht ewig. Im Gegenteil, es ist viel zu kurz. Man könnte auch sagen (auch wenn man das nicht tun sollte); das Leben ist kurz und beschissen, wie eine Hühnerleiter. Eine andere Person, welche in 2020 gestorben ist, hat oft gesagt; das Leben ist ein einziger Haufen Scheiße. Denn wir leben in einer Marktwirtschaft. Und da kann es nur um Geld gehen. Selbst die Hilfsorganisationen, welche ja Menschen in Not helfen, wollen auch immer nur das eine; unser liebes Geld. Freilich soll dies keine Kritik an die Hilfsorganisationen sein. Denn Menschen leben nicht ewig, und möchten in dieser Zeit möglichst gut leben. Und das geht in einer Marktwirtschaft nur mit (viel) Geld. Letztlich ist Geld aber nicht alles. Aber es ist sehr viel!

Was die Onlinemarketer sagen…

…ist im Prinzip richtig. Wir erhalten in unserem normalen Leben (im Hamsterrad) einen eher geringen Lohn pro Stunde, egal ob als Stundenlohn oder als Gehalt, den wir gegen ziemlich viel kostbare (eigentlich unbezahlbare) Lebenszeit eintauschen. Im Prinzip ist dieses Vorgehen das, was „Schäfchen“ machen. Diese „Schäfchen“ wissen es halt nicht anders. Das Gegenteil vom Schaf ist der Fuchs. Er ist „clever“ und schlau, und reißt das Schaf! Und genau diese Aussagen der Onlinemarketer werden auch immer wieder benutzt, um dem „Schäfchen“ ein schlechtes Gewissen einzureden, nachzudenken, und ggf. den Job zu schmeißen, und das „ach so tolle Produkt/Wissen“ des Onlinemarketers zu kaufen – damit dieser (Onlinemarketer) garantiert, oder zumindest wahrscheinlich, ausgesorgt hat. Aber funktioniert das gekaufte Wissen oder der gekaufte Artikel wirklich? In ganz vielen Fällen eben nicht!

Mein gut gemeinter Rat an meine Leser

Egal welchen Job Sie jetzt haben; Sie haben einen! Egal wie wenig Sie pro Stunde verdienen; Sie verdienen regelmäßig Geld! Es hat wenig Sinn, zu überlegen ob man seinen Job kündigen sollte, um z.B. zu einer anderen Firma zu wechseln. Dann das ist eine schwarz weiß Frage. Fragen Sie sich lieber, was genau passieren müsste, damit Sie von Ihrem aktuellen Arbeitgeber zu einem anderen wechseln, z.B. zum Mitbewerber. Diese Denkweise eröffnet Ihnen sicherlich noch weitere gute Ideen und Perspektiven. Und denken Sie bitte nicht darüber nach, das Rad neu zu erfinden. Denn es gibt schon ein Rad. Warum es also selbst neu bauen? Arbeiten, Dienstleistungen, Aufträge, wie auch immer – diese Dinge kann man auslagern. Lassen Sie diese Dinge, die Sie vielleicht nicht gut können, doch von denen machen, die täglich nichts anderes tun. Das kostet nicht die Welt. Schauen Sie sich dazu gerne die Links unten an.

Geld zurück Garantie?

Damit man bei den diversen Onlineseminaren, die ja eine kleine vierstellige Summe kosten, nicht abgeschreckt ist/wird, wird einem natürlich auch eine Geld zurück Garantie angeboten. Im Falle vom hier erwähnten Seminar (Mein letztes Seminar, ich höre auf) von Said Shiripour ist das auch so. Es wird gesagt, so habe ich das verstanden, wenn man 4 Wochen nach durchlaufen des Seminares (welches ja 30 Tage durchgearbeitet werden muss) nicht mindestens die Investition von 1900,- Euro wieder rein bekommt, dass dann eine Hilfe von Seiten des Teams von Said Shiripour bereit gestellt wird. Diese Hilfe kann aber somit erst nach 60 Tagen kommen, denn das Seminar welches gekauft wurde, muss ja durchlaufen werden. Das dauert ja 30 Tage. Erst dann kann man beginnen, Geld zu verdienen. Wenn dann nach 30 weiteren Tagen noch immer nicht der Einsatz eingefahren ist, kommt die Hilfe. Die soll dann dafür sorgen, dass der Invest wieder rein kommt. Wie genau diese Unterstützung aussehen soll, wird nicht überliefert, mindestens nicht, so lange man nicht gekauft hat. Weiter scheint auch etwas unklar zu sein, wie nachhaltig die Hilfe ist. Sie sehen, alles ziemlich nebulös, oder?

Wer möchte, kann mir hier gerne einen Kommentar schreiben. Ich freue mich sehr darüber. Denn vielleicht schätze ich das Seminar von Said Shiropour auch völlig falsch ein.

Damit bedanke ich mich erneut für das Lesen meiner nieder geschriebenen – wenn auch bescheidenen – Gedanken. Ihr Jürgen Blumenkamp

(Zusätzlich) Steuern sparen beim Immobilienkauf

Wer eine Immobilie kauft, wird diese aktuell in aller Regel nicht mit eigenem Geld bezahlen, sondern finanzieren. Dies ist sinnvoll, auch wegen der niedrigen Zinsen des Kredites. Manche Kosten können jedoch nicht abgedeckt werden vom Kredit, wie z.B. die Nebenkosten. Hier gibt es aber eine interessante Lösung!

Beim Immobilienkauf, zum Beispiel wenn es um ein Investment geht, leiht man sich so viel wie möglich des erforderlichen Geldes für den Kauf der Immobilie von der Bank. Die Nebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbsteuer) werden jedoch meist selbst bezahlt, da diese in aller Regel nicht vom Kredit abgedeckt werden. Hier gibt es aber eine interessante Lösung dieses „Problemes“.

Nebenkosten vom (Ehe)Partner leihen

Doch wie verhält es sich, wenn man sich das Geld von einem Familienmitglied leiht? Dies muss nicht zwingend der (Ehe) Partner sein. Wenn wir zum Beispiel über 20.000,- Euro Nebenkosten reden, ist es sinnvoll sich diese privat zu leihen, z.B. vom Ehemann, wenn die Ehefrau die Immobilie kaufen möchte. Für diese Leihgabe der 20.000,- Euro zahlt die Ehefrau dem Ehemann auch Zinsen, zum Beispiel für die Dauer von 20 Jahren. Jetzt kann aber nicht die Bank die Zinsen für die geliehenen 20.000,- Euro kassieren, sondern der Ehemann. Hier kann man übrigens gut und gerne 6 bis 8 % Zinsen realisieren.

Geld, Erfolg und Glück
Bild; Pixabay. Nr. 1189869
Legal Steuern sparen beim Kauf einer Immobilie.

Die Rechnung im Detail

Wenn also die Ehefrau als Käuferin der Immobilie Einkünfte aus der Immobilie hat, können diese mit den Zinsen des privaten Kredites des Ehemannes verrechnet werden. Die Ehefrau zahlt also Ihrem Ehemann jährlich rund 1600,- Euro Zinsen. Diese 1600,- Euro darf die Ehefrau aber bei Ihren Einkünften (z.B. aus Vermietung) geltend machen. Darauf kann die Ehefrau je nach Steuersatz Ihrer Einkünfte bis zu knapp 800,- Steuern jährlich sparen. Beim Ehmann kommen diese 1600,- Zinseinnahmen natürlich an. Er hat aber idealerweise einen FSA (Freistellungsauftrag) eingestellt von 1600,- Euro, und somit bezahlt der Ehemann keine Steuer. Sollte der FSA bereits aufgebraucht sein, zahlt der Ehemann lediglich rund 25% Steuer, nämlich Abgeltungsteuer auf Zinserträge. Die Ehefrau spart also rund 800,- Euro Ihrer Steuerlast, der Ehemann zahlt gar keine Steuer, oder eben max. 25% = in diesem Fall 400,- Euro / Jahr, eben auf die Zinseinnahmen. Hier hat man also innerhalb der Familie schon einiges an Steuern gespart. Steuern muss man zahlen, ja. Aber wieviel Steuern, das hängt davon ab, ob man die entsprechenden Gesetze kennt, um die Steuerlast zu mindern!

Genau informieren, bevor man die Immobilie kauft

Deswegen sollte man sich bei diesem geradezu genialen Steuertipp, bei dem lediglich Gelder ganz legal zwischen den Ehepartnern hin und her geschoben werden, genau informieren. Sprechen Sie dazu gerne auch Ihren Steuerberater an, und hören Sie aus der Antwort schon heraus, wie er/sie dazu steht, und ob er/sie bereit ist, Ihnen zu helfen, legal Steuern zu sparen. Hier spart man also jedes Jahr mehrere hundert Euro, womit sich auch ein kleiner Urlaub finanzieren lässt.

Vielen Dank Ihnen für´s lesen.

Ihr Jürgen Blumenkamp

Kann man sein Smartphone von der Steuer absetzen?

Man sagt immer, es sei so genial, selbstständig zu sein. Weil man dann z.B. auch sein Smartphone von der Steuer absetzen kann. Und weil man dann für sich selbst arbeitet, und nicht für einen Chef. Natürlich ist die Selbstständigkeit kein Zuckerschlecken. Aber Vorsicht; Zucker ist ungesund! Hier versuche ich mal zu klären, was geht – in Sachen „von der Steuer absetzen“.

Sicher kann man Vieles von der Steuer absetzen. Zumindest wenn man ein angemeldetes Gewerbe hat, welches eben auch eine Steuerausweisung haben muss, also kein „Kleingewerbe“ ohne Steuerausweisung (ohne ausgewiesene MwSt.) sein darf. Weitere Voraussetzung ist, dass man regelmäßig die Umsatzsteuererklärung (Umsatzsteuervorauszahlung) abgibt. Aber gilt das auch für ein Smartphone, oder iPhone (ist ja letztlich auch ein Smartphone)? Der Beleg muss/sollte auf seinen Namen, bzw. ggf. auf den Firmennamen ausgestellt sein (Ausnahme ist z.B. ein Tankbeleg), idealerweise mit ausgewiesener Steuer. Zum erfassen des Beleges eignet sich z.B. Lexoffice sehr gut, welches onlinebasiert ist, und daher nicht installiert werden muss, also von jedem Rechner passwortgeschützt genutzt werden kann – auf Wunsch auch per Zwei-Faktor-Authentifizierung. Viele User mögen keine onlinebasierten Programme, wollen lieber auf Ihrem eigenen Rechner die Progs installieren, und selber die Daten hosten. Ich sage Ihnen eines; vergessen Sie das! Diese Zeiten sind schlicht vorbei. Genauso wie es heute keine Dampfmaschinen mehr gibt. Der Beleg, also der Artikel muss freilich auch sinnig zum Gewerbe passen, und nicht beim Finanzamt gleich hochgezogene Augenbrauen verursachen. Letztlich ist aber die Frage, ob das Finanzamt diese Ausgabe akzeptiert. In aller Regel wird und muss das Finanzamt diesen Beleg aber akzeptieren!

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Alles Mögliche angeben beim Finanzamt ist kein Problem. Aber das Finanzamt muss es auch (notfalls zähneknirschend) akzeptieren.

Worauf ist zu achten?

Zunächst einmal ganz pauschal; ärgern Sie nicht Ihr Finanzamt! Es sitzt am längeren Hebel. Seien Sie sicher! Das bedeutet, halten Sie Ihre Abgabefristen ein. Vermeiden Sie verspätete Abgaben von Unterlagen. Lassen Sie keine Fragen offen. Halten Sie jährlich größenordnungsmäßig – auch wenn Sie aus welchen Gründen auch immer aktuell keine Steuer zahlen – 30% bis 50% Ihres Gewinnes pro Jahr auf einem separaten Konto parat. Denn es kann gut sein, dass das Finanzamt diesen Betrag, oder einen guten Teil davon nachträglich einfordern wird. Das Finanzamt tut nur seine Arbeit. Unterstützen Sie Ihr Finanzamt dabei, und Sie werden keine Probleme mit dem Finanzamt haben!

Der Beleg sollte auf dem Namen des Unternehmens ausgestellt sein, und wird ggf. für die Gewährleistung, aber auch als Beleg allgemein für das Unternehmen abgeheftet. Am besten Sie verwenden ein onlinebasiertes, professionelles Rechnungs und Buchhaltungsprogramm, da dieses alle möglichen Belege fast vollautomatisch per Texterkennung korrekt zuordnen kann. Übrigens, by the way; auch Kontoführungsgebühren können in vielen Fällen abgesetzt werden, und von professionellen Büroprogrammen auch zugeordnet werden. Dazu wird die entsprechende Buchung des Betrages direkt vom online Kontoauszug kategorisiert vom Buchhaltungsprogramm. Ist doch ganz easy.

Und nicht nur das Gerät (Smartphone) selbst, auch die laufenden Kosten beim Provider können abgesetzt werden – wenn diese auch betrieblich (voll oder teilweise) genutzt werden. Normalerweise ist auf dem Beleg auch eine USt. ausgewiesen. Diese Vorsteuer bekommt man bei der nächsten anstehenden Umsatzsteuervoranmeldung (monatlich z.B.) wieder zurück. Generell gilt dieses Verfahren für Summen bis 1000,- Euro. Bei höheren Summen muss man die Nutzungszeit (z.B. auf 3 Jahre) verteilen – freilich halten Smartphone´s oft nicht so lange…

Mögliche Einwände des Finanzamtes

In vielen Fällen wird – oft zu Recht, oft aber auch zu Unrecht- vom Finanzamt reklamiert, dass man das Telefon ja auch privat nutzt. Oder das Auto. Falls also keine volle Nutzung erfolgt, kann es erforderlich sein dafür einen privaten Obolus zu zahlen. Dazu wird z.B. in der Buchungsübersicht des online Finanzprogrammes eine private Telefonnutzung (z.B. 50%, oder auch mehr oder in vielen Fällen auch weniger) eingebucht. Oder eine private Autonutzung.

  • Lexoffice, ist ein geniales (online) Programm für fast alle Unternehmer
  • Es gibt in letzter Zeit immer mehr solcher online Buchhaltungsprogramme!
  • Das sagt Wikipedia zu Lexoffice. Lexoffice gehört zum Haufe Verlag.

Ihr Jürgen Blumenkamp

PS: Ja, ich nutze selbst seit längerer Zeit die oben beschriebene online Version von Lexoffice, und bin sehr damit zufrieden! Versprochen! Man muss nichts installieren, kann das Programm von jedem Gerät – auch vom Smartphone – nutzen, und es ist eine zuverlässige deutsche Entwicklung, die auch vom Finanzamt akzeptiert wird. Damit kann man sich auf die Kernthemen seines Betriebes konzentrieren. Sie haben Fragen dazu?

Fragen Sie mich 🙂

Im folgenden noch eine Abbildung der Onlineoberfläche. Dazu wird einfach die Webadresse von Lexoffice eingegeben, und man loggt sich ein. Das Programm ist eine Komplettlösung, und verwaltet fast alle Arten von Kunden, Artikel, Dienstleistungen, Kundenrechnungen, Lieferantenlieferungen (Ausgaben) und Kontobuchungen. Auch weitere Funktionen sind ebenfalls integriert, und/oder können freigeschaltet werden. Natürlich können Sie auch einen privaten Modus aktivieren, und so Ihre Zahlen z.B. vor Kunden verbergen, denen Sie etwas von Ihren Dienstleistungen zeigen möchten.

Oben die Abbildung nach dem Login. Ich bitte um Verständnis für die unkenntlich gemachten Unternehmenszahlen aus dem ersten Quartal 2021. Ich habe bewusst diese Art der Darstellung gewählt, statt den privaten Modus.
Oben eine der Bildschirmmasken der professionellen Unternehmersoftware „Lexoffice“.

Ich bedanke mich für´s lesen dieses Beitrages, und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, auch in finanzieller und unternehmerischer Sicht. Vielen Dank auch an den Steuerberater Burkhard Küpper von Küpper & Kollegen, von dem einige dieser Tipps übernommen wurden.

Freundliche Grüße

Jürgen Blumenkamp

Fast alles über Bitcoin. Wie weit kann der Bitcoin noch steigen?

2008 ging ein Hype los, der sich zunächst quasi in einer Art Unterwelt, im Darknet ausgebreitet hat. So war es vermutlich überhaupt nur möglich, dass sich ein Finanzsystem entwickeln kann, ohne das es im Keim von „Mächtigen“ erstickt werden kann. Jetzt ist es zu spät. Zu spät ist aber nicht schlecht!

Nicht alles, was sich nach einer gewissen Entwicklungszeit als gut für Menschen, auch im Sinne von „dezentral“ heraus stellt, muss sterben. Manchmal werden (gute) Dinge wie Bitcoin einfach in der Eile übersehen, und können sich (im Untergrund, im Darknet) so stark entwickeln, daß in der Zwischenzeit große Firmen (Tesla, Square oder auch Microstrategy, und PayPal …) große Summen investieren, und der Staat einfach mal etwas zu spät ist 🙂. Denn es ist wohl zu vermuten, dass der Staat den Bitcoin gerne den Hals umdrehen möchte. Der Bitcoin befand sich in den ersten wenigen Jahren komplett unter dem Radar. Der Fokus lag auf die Stabilisierung des Netzwerks. Damals wusste noch keiner, dass BTC (Bitcoin) jemals etwas wert sein könnte. Darum ist diese Entwicklung ebenfalls einmalig und kann nicht kopiert werden. Wenn Bitcoin also jemals scheitern sollte, brechen nicht nur alle anderen Kryptowährungen ebenfalls ein. Bei einem scheitern wird der Welt die Chance auf ein dezentrales, transparentes, faires und neutrales Zahlungsnetzwerk genommen.

Photo by Moose Photos on Pexels.com. Der Bitcoin ist keine Münze, die man anfassen kann, sondern ein rein digitales Zahlungsmittel.
Der Bitcoin ist ein digitales, dezentrales Zahlungsmittel. Banken braucht man hier nicht.

Wer hat´s erfunden?

Es gibt mehrere Arten von Märchen. Die einen fangen an mit „Es war einmal“. Die anderen mit „Es begab sich vor einiger Zeit“. Und dann gibt es noch das Pseudonym Satoshi Nakamoto, unter dem in 2008 die Technik (die Blockchain) des Bitcoin entwickelt wurde. Und das ist kein Märchen! Eine absolut phantastische, geradezu sogar atemberaubende Entwicklungsleistung. Scheint jedenfalls so. Das System um die Blockchain, welche den Bitcoin verwaltet, ist einfach nur genial durchdacht. Das dezentrale Zahlungsnetzwerk hinter der Bitcointechnik, und die Eigenschaft der digitalen Knappheit sind nun auch bei Aktiengesellschaften wie Tesla, Square oder auch Microstrategy, sowie PayPal angekommen, da diese Firmen bereits große Summen in Bitcoin investiert haben. Warum sollten Firmen in Bitcoin investieren, wenn Bitcoin „nicht gut“ ist? Bitcoin war lange Zeit als Zahlungsmittel für Kriminelle im Darknet gefangen. Erst 2020 kam der Wendepunkt – und damit der Wandel hin zu einem anerkannten Finanzprodukt. Der studierte Mathematiker Niklas Steenfatt hat u.a. die Gabe, komplizierte Dinge so zu erklären, dass sie auch verstanden werden – von jedem Menschen! Niklas hat auch einen sehr interessanten YouTube Kanal, in dem er in einem Video die Funktionsweise von Bitcoin detailliert erklärt. Das Video von Niklas Steenfatt ist zweiteilig, und im zweiten Teil spricht Professor Rieck, der ebenfalls einen sehr bekannten Youtube Kanal hat. Siehe Link unten.

Genial(st)e Erfindung der letzten 10 Jahre

Ziemlich genau zu der Zeit, als eine große Bank (Lehman Brothers) pleite ging, ist auch der Bitcoin entstanden. Ein Zufall? Die zugrunde liegende Technik (Blockchain) wurde weiter entwickelt. Schon im Januar 2009 wurden die ersten Bitcoin gehandelt, bzw. geschürft, also erzeugt. Seit es ab 2008 den Bitcoin gibt, ist dieser um sagenhafte 4 Millionen % gestiegen. Eine seinerzeitige Investition von lächerlichen 100,- Euro hätte heute zu einem phantastischen Vermögen von über 4 Millionen Euro geführt. Wahnsinn! Warum habe ich seinerzeit nicht investiert? Nun, diese Frage werden sich ganz bestimmt viele Menschen stellen (müssen). Nachdem klar war, das Bitcoin in einen Siegeszug unterwegs ist, wurde in 2012 die Bitcoin Foundation gegründet, dessen Aufgabe darin bestand, das Programmierteam um die Blockchain finanziell zu unterstützen, aber auch die Währung zu überwachen.

Die Bitcoin Funktionsweise im Detail

Herkömmliches Geld wird immer über eine Bank transferiert, z.B. als Überweisung. Bei der Bank hat man ein Konto, und wir vertrauen der Bank. Das können wir im Prinzip auch. Banken sind nicht pauschal böse. Die Bank ist also eine Instanz in der Mitte. Ohne die Bank geht es nicht. Oder doch? Denn herkömmliches Fiat Geld ist ja eine zentrale Währung – wie alle bisherigen Währungen. Die Bezeichnung „Fiat“ kommt aus dem lateinischen, und bedeutet „es werde“. Die Regierung sagt also, das Stück Papier „werde“ so viel wert, wie drauf steht. Das Magic Internet Money, auch BTC oder Bitcoin genannt, ist jedoch digitales Zahlungsmittel – und braucht keine Regierung, ist also dezentral. Digitales Geld könnte man im Prinzip jemandem einfach direkt – ohne Bank, weil dezentral – per Mail und Anhang schicken. So einfach geht es in der Praxis dann jedoch nicht, denn so ein Verfahren könnte man ja leicht kopieren – wie man eine Mail eben einfach kopieren oder weiterleiten kann, während man selbst immer noch diese Mail hat. Damit so ein Betrug nicht geschehen kann, gibt es die Blockchain, welche die Verwaltung durchführt.

Das mögliche Problem mit dem Strom

Es wird heute immer wieder reklamiert, dass bestimmte Projekte sehr viel Strom benötigen, und man diesen Strom „doch besser“ für andere, angeblich sinnvollere Dinge verwenden könnte. Haben Sie mal überlegt, wieviel Strom zum Beispiel in der produzierenden Industrie verschwendet wird, nur um einen günstigeren Tarif zu bekommen? Es interessiert schlicht niemandem. Das ist Marktwirtschaft. Es wird sich das durchsetzen, was funktioniert. Und ich glaube, Bitcoin wird sich durchsetzen. Auch wenn „die da oben (Staat)“ das nicht wollen. Umweltfreundlich ist das leider nicht immer. Doch was genau bitte ist denn umweltfreundlicher, sinnvoller, und besser? Ist das nicht eine genau so unsinnige Aussage/Frage wie folgende; „ich warte noch eine Weile, bis ich mir ein E Auto kaufe/finanziere/lease, die sind mir jetzt noch zu teuer“. Ja gut, so kann man vorgehen. Dann fährt man eben mit einem alten Auto. Manchmal geht es ja auch nicht anders. Aber dann könnte man ja auch ewig warten, und sich später fragen; warum habe ich mir das E Auto, oder den Bitcoin nicht schon eher zugelegt. Mal ehrlich, es interessiert heute niemandem mehr, wieviel oder wie wenig Strom ein Projekt (zum Beispiel das Minen von Bitcoin, und/oder das Berechnen der Blocks bei Bitcoin) benötigt. Strom ist universell, und wird auf Dauer sicher (hoffentlich) immer grüner, also umweltfreundlicher. Außerdem gehört zum Bitcoin die Blockchain. Und diese geniale Technik kann auch für fast alle anderen organisatorischen Aufgaben, auch in der Industrie, nicht nur in der Finanzwelt, sehr effektiv eingesetzt werden. So what 🙂

Stromverbrauch Bitcoin 2021

Stand Juni 2021 verbraucht die gesamte Bitcoin-Technik in etwas so viel (oder so wenig, wie auch immer) Strom, wie im Vergleich 30 Millionen deutsche Haushalte verbrauchen. Wie gesagt, wenn Sie meinen, das sei aber ganz schön viel, dann machen Sie sich doch einfach mal schlau, welche Systeme und Techniken in Deutschland sonst noch vergleichsweise „ganz schön viel“ Strom verbrauchen…

Kann es Geld ohne Banken geben?

Vor 2008 hätte jeder gesagt; nein, unmöglich. Denn auf die Ehrlichkeit von Geldsender und Geldempfänger kann man sich nicht verlassen. Aber das Pseudonym Satoshi Nakamoto hat sich etwas geniales einfallen lassen, nachdem er alle wichtigen Informationen weiter gegeben hat, und sich dann zurück gezogen hat. Das Ganze ist wirklich filmreif. Bitcoin basiert auf einem Peer to Peer Prinzip, bei dem kein zentraler Server erforderlich ist, da alle Teilnehmer direkt mit einander kommunizieren. Ein Konto ist jetzt nichts anderes als eine Zahl, die Bitcoin Adresse, welche öffentlich ist. Dazu gehört ein privater Schlüssel, also eine Art PIN, oder auch ein Passwort. Der private Schlüssel ist natürlich geheim, und darf nicht weiter gegeben werden. Das Besondere ist, dass ein Bitcoin Kontobesitzer jedem beweisen kann, im Besitz des zugehörigen Schlüssels zu sein- ohne den Schlüssel preisgeben zu müssen. Damit bei Überweisungen die Reihenfolge eindeutig festgehalten wird, gibt es die zugehörige Technik namens Blockchain, was eine Kette aus allen Überweisungen ist – zeitlich sortiert.

Bitcoin kaufen; darauf sollten Sie achten

Bitcoin ist seit langem in aller Munde, und boomt regelrecht. Wenn Sie in diesem Markt einsteigen möchten, kann das Ihre Rente bedeuten! Wer weiß, vielleicht sogar die Rente Ihrer Kinder! Der Begriff „Bitcoin“ ist zwar bekannt. Aber wie und wo man Bitcoin sicher kaufen kann, ist nicht bekannt. Schon heute investieren viele Firmen in Bitcoin, nicht nur Tesla, sondern auch Square, Microstrategy, und PayPal. Die bekannteste Plattform für den Kauf bzw. den Handel mit Bitcoin ist bitcoin.de, welche mit der Fidor Bank zusammen arbeitet. Die Fidor Bank funktioniert sehr gut mit der bitcoin.de Website. Wie bei jeder Bank gibt es auch hier den Einlagen Sicherungsfond, womit Ihr Geld gesichert ist. Achtung, nur das Geld ist gesichert, nicht die Bitcoin. Die Anmeldung läuft ganz offiziell per Postident ab. Dazu muss man in aller Regel zur Post gehen, mit seinem Ausweis. In aller Regel können Sie aber auch Videoident machen, auch per Post, aber dann von zu Hause per Smartphone. Dazu meldet sich ein Postmitarbeiter per Smartphone Videotelefonie bei Ihnen, und macht die Identifizierung. Sie installieren im Vorfeld die App der deutschen Post für das Videoident-Verfahren auf Ihrem Smartphone. Viele Banken und (Neo)Broker wie z.B. Traderepublik und andere, arbeiten mit diesem genormten Verfahren zur Identifizierung.

Aspekte der Blockchain Kryptowährung Bitcoin

  • Spekulation ist ein wichtiger Faktor. Jedoch nicht der Einzige für diesen enormen Höhenflug von Bitcoin.
  • Bitcoin / BTC, ist das digitale Gold, und erfüllt einzigartige Eigenschaften, welche BTC (in der Theorie) zu einem der besten Wertaufbewahrungsmittel machen.
  • Alle 4 Jahre gibt es ein Halving, da werden die Belohnungen für das Schürfen neuer Bitcoin halbiert. So sieht es das Bitcoin-Protokoll vor. Nach einer bestimmten Anzahl von Blöcken wird die Anzahl neuer Bitcoin pro Block reduziert. Danach gehen die Kurse im Folgejahr in die Höhe.
  • Etwas über das Pseudonym Satoshi Nakamoto in Wikepedia
  • Und auch auf Wikipedia, die Kursentwicklung von Bitcoin
  • Die deutsche Bitcoin.org Seite (vom Pseudonym Satoshi Nakamoto und Martti Malmi)
  • Und die deutsche bitcoin.de Seite (Konto eröffnen usw.)
  • Die Bitcoin Foundation…ebenfalls viele Infos über Bitcoin.
  • Der Blockchain Hero erklärt alles über den Bitcoin, die Blockchain, und weitere Kryptothemen
  • Ein Youtube Video von Niklas Steenfatt und Professor Rieck über die Funktionsweise des Bitcoin

Vielen Dank für´s lesen dieses Artikels. Ihr/Euer Jürgen Blumenkamp

Steuer(Spartipps) für Firmen, Privatleute/Rentner – auch mit kleinem Einkommen!

Die Themen Finanzen, und all Ihre Unterthemen wie Geld, Sparen, Steuer, Einkommen, Auskommen, Altersvorsorge, Abgaben, sind für ganz viele Menschen schwer zu verstehen. Das liegt auch an unserem Schulsystem. Der Staat findet das gut. Sie sollten es nicht gut finden, und sich einarbeiten. Hier zeige ich Ihnen, wie man mit einem Programm einfach seine Steuererklärung machen kann.

In der Schule lernen wir die Sparsamkeit nicht. Und wenn wir Pech haben, auch nicht von unseren Eltern oder Verwandten, oder guten Freuden. Vielleicht lernen wir es später im Studium – wenn es das richtige Studium ist. Die Folge sind hohe Steuerbelastungen für Firmen und Privatleute. Das Finanzamt und der Staat freut sich. Auf der anderen Seite kann man Geld nicht mit ins Grab nehmen. Aber man könnte das eingesparte Geld doch seinen Nachkommen (Kindern) geben! Was das Finanzamt vielen unwissenden Steuerzahlern nimmt, hilft Ihren Kindern ein schönes Leben zu führen! Und Sie selber haben keine Nachteile! Hier zeige ich Ihnen, wie man mit einem einzigen Programm, welchen Sie nicht mal installieren müssen, ganz einfach Ihre komplette Steuererklärung machen können.

Geld, Erfolg und Glück
Bild oben; Pixabay. Geld macht nicht glücklich, aber wer den Umgang damit versteht, hat es in erheblich leichter im Leben. Das Geheimnis liegt darin, möglichst wenig Steuern (legal) zu zahlen, und das Ersparte gut an der Börse anzulegen, und sich selbst und seinen Nachkommen, aber auch gerne mal denen, die am Rand der Gesellschaft stehen, zu unterstützen!
Alles was mit Finanzen zu tun hat, ist nur auf dem ersten Blick kompliziert

Sparsam ist nicht gleich „knickrig“

Aber sparsam bedeutet, unnötige Ausgaben reichlich und mehrfach zu überdenken. Geben Sie statt dessen ruhig hier und da ein Trinkgeld – auch mal mehr als nur 10%. Und spenden Sie ruhig ab und zu kleine zweistellige Summen für eine gute Sache. Oder schenken Sie einfach mal jemandem, der es wirklich nötig hat, einen kleinen Betrag, den Sie übrig haben. Es ist ein gutes Gefühl. Aber Achtung; wer zu mehr Geld kommt, kann auch geizig werden. Andere Menschen entwickeln andere (gute) Stärken, z.B. Ihre Großzügigkeit. Das Geheimnis liegt auch hier darin, das Maß zu erkennen. Sonst können Sie nur kurzfristig helfen, und sich selbst auch nur kurzfristig das gute Gefühl verschaffen, anderen geholfen zu haben. Machen Sie also mit, und geben Sie Ihr Finanzwissen an die nächste Generation der eigenen Familie weiter. Die haben es dann einfacher. Denn Geld macht zwar nicht glücklich, beruhigt aber. Denn es ist nun mal so; wir leben in einer Marktwirtschaft. Und in so einer kann es nur um eines gehen; um Geld. Sicher nicht um Nächstenliebe!

Das Steuersystem in Deutschland

Einmal jährlich muss – bis auf wenige Ausnahmen – eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben werden. Wenn man verheiratet ist, wird diese – bis auf Ausnahmen – zusammen mit dem Ehepartner abgegeben. Hier trägt man seine Einnahmen (Lohn, Gehalt) ein, und kann – je nach aktuellem Steuergesetz – auch unterschiedliche Kosten als Pauschale, und/oder auch als konkrete Ausgaben (mit Beleg) gegen gerechnet werden. Bei Firmen muss eine Umsatzsteuererklärung (ggf. mit Umsatzsteuervorauszahlung) abgegeben werden.

Grundfreibetrag – das wissen viele nicht

Der wichtigste Steuerfreibetrag ist der Grundfreibetrag, und gilt immer für ein Jahr – auch wenn man nur wenige Monate gearbeitet hat. Jeder Bürger, egal ob Kind, Arbeitnehmer oder Rentner hat einen Anspruch darauf. Dieser Grundsteuersatz wird tatsächlich auch automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Freilich nur, wenn Sie auch eine Steuererklärung abgeben. Das sind aktuell 9744,- Euro jährlich. Der Grundfreibetrag deckt das Existenzminimum ab und richtet sich danach, was der Staat an Sozialhilfe zur Verfügung stellt. Dieser Betrag wird jährlich angepasst, oft nach oben, gelegentlich auch mal nach unten. Wer also max. den obigen Betrag als jährliches Einkommen hat, braucht defakto keine Steuer zahlen. Wer einen Euro darüber liegt, muss ab diesen einen Euro eben diesen mit 14% Eingangssteuersatz versteuern. Wer also z.B. zu den Geringverdienern zählt, und „nur“ 10744,- Euro jährlich verdient, muss auch „nur“ die Differenz, also „nur“ 1000,- Euro, mit 14% versteuern. Die ersten 9744,- / Jahr sind steuerfrei. Aber wie erwähnt, nur wenn Sie auch eine Steuererklärung (korrekt) abgeben.

Familie mit Kinder; weitere Grundfreibeträge

Neben dem Grundfreibetrag werden Familien mit Kindern mit zusätzlichen Freibeträgen berücksichtigt. Dazu wird geprüft, was für die Familien günstiger ist. Pro Kind waren bis 2019 gut 1900,- steuerfrei. Aufgrund der Corona-Pandemie vom Anfang 2020 liegt dieser Betrag aktuell bei gut 4000,-. Hat das Kind selbst Einnahmen (nicht das Kindergeld), müssen diese oberhalb des eigenen (Kindes) Freibetrages versteuert werden. Überlegen Sie mal, wie viel Geld Sie dem Finanzamt (Staat) schenken, wenn Sie diesen Betrag bis zum 25. Lebensjahr auch nur eines Kindes nicht berücksichtigen. Das sind ohne Zinsen und ohne Zinseszins rund 100000,- Euro. Es ist schlicht dumm, diesen Betrag nicht einzufordern. BAföG ist übrigens eine Ausbildungsförderung, wird nicht versteuert, und ist daher steuerfrei. Da Kinder einige Jahre bei den Eltern in der Krankenversicherung mitversichert sind (Familienversicherung), reduziert sich der einzusparende, bzw. vom Finanzamt zu erstattende Betrag etwas.

Statt das Geld dem Finanzamt zu schenken, sollte man es besser den Kindern geben

Das Geld kann man sich doch besser zurück holen, und – für die Kinder zum Beispiel – anlegen. Diese erhalten dann wenn Sie 25 Jahre alt sind die Möglichkeit auf eine beachtliche Summe zurück greifen zu können. Mit Hilfe der Börse werden in 25 Jahren aus 100000,- Euro locker 500000,- Euro, wenn nicht mehr. Die Kinder sind dann völlig frei, und haben keinen sozialen Druck. Besser geht es doch nicht. Es ist so einfach. Man muss es „einfach“ nur machen. Es ist sogar legal! Ich selber bin auch sehr spät eingestiegen in diese Materie. Aber ich habe schon sehr viel erreicht an Steuereinsparungen beim Finanzamt, und Geldvermehrungen an der Börse! Es hängt damit zusammen, dass ich seit einigen Jahren als Quereinsteiger für eine große Bank arbeite. Und ich konnte mir sehr viel Wissen aneignen, bzw. es wurde mir auch aufgrund diverser Schulungen viel beigebracht. Auch wer nur ein geringes Einkommen hat, und vielleicht denkt, es ist absolut keine Luft, kann durch ein neues sparsames denken, und dem anwenden der obigen Steuertipps – auch wenn keine Kinder im Spiel sind – leicht in 10 Jahren 25000,- bis 50000,- Euro erlangen/ersparen. Oder sogar noch mehr, schon in einer ganz kleinen Einkommensklasse. Nochmal; es ist wirklich ganz einfach. Das Geheimnis liegt nicht im Wissen, sondern im Anwenden des Wissens. Und im durchhalten. Man muss es einfach nur machen, einfach nur durchziehen, einfach eine Routine daraus machen. Denn das Leben ist ziemlich kurz!

Einige Rentner sind steuerpflichtig

Nach dem Alterseinkünftegesetz vom 05.07.2004 steigt der steuerpflichtige Anteil seit 2005 jährlich. Ab dem Jahr 2040 ist die Rente zu 100% steuerpflichtig. Ich persönlich empfinde es als sehr unsozial, die Renten erneut versteuern zu müssen. Wenn überhaupt, sollte dies nur bei sehr hohen Renten verlangt werden, und auch nur im wirklich begründeten (Einzel)Fall. Wir müssen verstehen, dass ein Staat auf Steuern angewiesen ist – aber bitte nicht in jedem Fall. Die Beitragszahlungen in der Ansparphase (der Rente) werden übrigens als Rentenerwerbsaufwendungen in der Steuererklärung berücksichtigt. Es gibt seit einiger Zeit einen nicht unerheblichen Streit, der auch vor den Gerichten zum Thema der Doppelbesteuerung ausgetragen wird. Und das finde ich echt gut! Denn die Doppelbesteuerung ist möglicherweise verfassungswidrig. Der Staat erhebt erneut Steuern auf die Rente – obwohl die Beiträge dazu bereits zu Erwerbszeiten versteuert wurden. Hier muss die Frage erlaubt sein; „kriegen die denn den Hals nicht voll“? Das Urteil sollte ursprünglich im Herbst 2020 vom Bundesfinanzhof gesprochen werden, ist nun aber auf das zweite Quartal 2021 angepeilt. So schwer kann es doch nicht sein, eine gute Entscheidung für Rentner zu treffen!

Nutzen Sie Ihr Potenzial – und das richtige Tool zum Steuer sparen

Wenn Sie kein erforderliches Wissen bei Ihren Steuernzahlungen, Steuererklärungen, Finanzen usw. haben, ist das erstmal nicht schlimm. Dann gehen Sie zu einem (guten) Steuerberater*in. Sie müssen sich nicht einarbeiten, der Steuerberater/Steuerberaterin kennt sich ja aus. Für einen angemessenen Betrag werden die (Steuer)Finanzen für Sie erledigt. Sie sparen die Zeit für die Einarbeitung, und sparen dennoch unnötige Steuerzahlungen. Das Finanzamt wird denken; okay, der Steuerzahler/Steuerzahlerin hat keine Lust oder keine Kenntnisse, seine Finanzen selbst zu erledigen. Er/Sie lässt es machen.

Weitere Möglichkeit ist, Sie erweitern Ihren Horizont, und arbeiten sich in diese nicht ganz einfache Finanz und Steuermaterie ein. Nutzen Sie am besten ein Steuerprogramm, welches Sie nicht installieren müssen (webbasiert), und eines, welches auch Ehepaare und einen Gewerbebetrieb mit unterstützt. Die Übertragung der Daten läuft dann per ELSTER (ELektronische STeuerERklärung) an das Finanzamt. Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle, die praktisch alle Steuerprogramme integriert haben. Das Finanzamt wird denken; okay, der Steuerzahler/Steuerzahlerin hat sich mit der Materie beschäftigt. Mal sehen, wie gut er sich auskennt…

Mein Tipp zum Steuer sparen

Ich selbst nutze nach einer längeren Suche das online Programm Smartsteuer (Link ist unten). Dieses Programm ist meiner Meinung nach nahezu genial. Wer absolut nicht weiter kommt, kann sogar eine kostenlose Hotline anrufen. Obwohl ich meine erste Steuererklärung noch in 2019 gemacht habe, bin ich mit dem Programm wirklich gut klar gekommen. Und ich hatte wirklich wenig Steuerverständnis. Versprochen. Und es spricht noch mehr für smartsteuer! Denn smartsteuer arbeitet sogar mit Lexoffice zusammen. Und Lexoffice ist ebenfalls sehr bekannt und beliebt. Lexoffice stelle ich hier auch noch vor. Es ist ein Programm für Gewerbetreibende, und ebenfalls ein online Programm, es muss also ebenfalls nicht installiert werden. Schauen Sie sich gerne Smartsteuer über den Link unten (meine Empfehlung) an. Dankeschön.

Denken Sie immer daran; das Geheimnis liegt nicht im Wissen. Es liegt im Anwenden des Wissens! Und in der Ausdauer, im „am Ball bleiben“.

Freundliche Grüße. Jürgen Blumenkamp

Ein gerechtes Steuersystem

Wie kann ein gerechtes Steuersystem aussehen? Die französischen Gelbwesten-Proteste von 2018, hitzige Talk-Show-Debatten über Vermögensteuern. Alles zeigt, dass es sich bei Steuern um ein sensibles Thema handelt. Emotionen kommen hoch. Gering- und Mittelverdiener sehen sich einem wachsenden Berg an Abgaben gegenüber. Die Oberschicht sichert ihren Reichtum in Steueroasen. Wie kann die Lösung aussehen?

Was haben frühere Sklavenhalter mit modernen Steuerdebatten zu tun? Welcher Spitzensteuersatz auf Einkommen maximiert die Steuereinnahmen? Wie kann die Unternehmensbesteuerung auch ohne Kooperation mit Steueroasen gelingen? Fragen über Fragen…

Ein gerechtes Steuersystem
Copyright Bild: Pixabay, Steuern, 1557431
Wie kann ein Steuersystem gerecht werden? Denn ein ungerechtes Steuersystem kann soziale Ungleichheiten fördern, und die Demokratie in Gefahr bringen. Kann? Oder wird?

Welche Defizite hat das moderne Steuersystem und wie wirkt es sich auf unsere Demokratien aus? Wann funktionierte es schon mal besser und welche Maßnahmen sind heute notwendig, um ein faires Steuersystem umzusetzen?

In 2016 stehen sich die Präsidentschaftskandidaten der USA, Donald Trump und Hillary Clinton in einem TV-Duell gegenüber. Es geht um Steuern. Trump hatte sich geweigert, seine Steuererklärung öffentlich zu machen. Clinton merkt an, dass die letzte öffentliche Steuererklärung Trumps schon recht alt ist. Hat Trump keine Steuern gezahlt? Trump kontert: „Ist das ein Beweis dafür, wie clever Trump ist?“ Hauptidee der Steuerprogression ist, dass mit steigendem Einkommen / Vermögen proportional mehr Steuern fällig sind. In vielen Ländern ist allerdings (heute) das Gegenteil der Fall, auch in den USA: Wohlhabende Menschen können sich darauf stützen, kaum noch Steuern zahlen zu müssen. Schuld sind Reformen zugunsten der Wohlhabenden und die Möglichkeiten, ihr Vermögen vor dem Staat zu verstecken. Das jedoch ist eine gefährliche Entwicklung.

Die USA sind ein Beispiel für diese Entwicklung. 1970 mussten die reichen US-Bürger doppelt so viele Steuern zahlen wie Geringverdiener. Trumps Steuerreform von 2018 ändert das: US Milliardäre zahlen weniger Steuern als Arbeitnehmer, zum ersten Mal seit hundert Jahren. Was ist schlimm daran, wenn reiche Menschen wenig Steuern zahlen, wenn Konzerne ihre Gewinne in Länder mit niedrigen Steuersätzen verschieben? Nun, dann wird sich ein Großteil des Vermögens in den Händen der Oberschicht konzentrieren. Und genau das verstärkt die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit einer Gesellschaft. Hier soll es jedoch nicht zu einer absoluten Gleichstellung in Sachen Einkommen und Vermögen gehen. Aber eine so weit (und immer weiter) auseinander klaffende Schere ist sicher auch nicht „gut“.

Diese Ungleichheit gibt reiche Menschen mehr Macht, weil sie ihr Vermögen für politische Einflussnahme nutzen können. Zum anderen wächst die Unzufriedenheit in den unteren und mittleren Einkommensschichten. Große Teile der Bevölkerung fühlen sich abgehängt, weil sie vom Wirtschaftswachstum nicht profitieren. Hohe Abgaben füllen die Staatskassen, aber wo genau bleibt das Geld? Diesen Unmut nutzen rechte Parteien aus, und machen damit Programm gegen die bestehende Regierung. Wird dieser Unmut auch über den Atlantik von den USA zur EU kommen? Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

Die Zusammenfassung im Fazit

Keine Gesellschaft muss akzeptieren, dass Wohlhabende kaum noch Steuern zahlen und Firmen ihre Gewinne in Steueroasen verschieben – während die Unterschicht und die Mittelschicht, speziell auch bei Mittelständigen Unternehmen recht hohe Steuersätze zahlen müssen. Mit einem politischen Willen gelingt ein gerechtes Steuersystem. Aber ist dieser Wille bei der Politik überhaupt vorhanden? Ein progressives Steuersystem (also viel Steuer zahlen nur Menschen mit viel Geld, bzw. mit viel Einkommen) und eine konsequente Durchsetzung fairer Unternehmenssteuern verringern soziale Ungleichheit und schützen so auch die Demokratie. Meiner Meinung nach kann es nur logisch sein: Hohe Abgaben können doch nur die Menschen und Unternehmen leisten, die auch viel Einkommen oder Gewinn haben. Die armen Menschen können es jedenfalls nicht. Sicher, die Reichen werden sich fragen; „warum ich“? Nun ja, diese Frage muss sich glaube ich jeder reiche Mensch und jede gut gehende Firma selbst beantworten…

Die Website taxjusticenow.org bietet die Möglichkeit, verschiedene Steuerszenarien durchzuspielen. Welche Mehreinnahmen könnten z.B. die USA durch eine Vermögensteuer von fünf Prozent erzielen? Oder ab welchem Einkommensteuersatz würden Milliardäre mehr zum Staatshaushalt beitragen als Menschen geringer und mittlerer Einkommensschichten? Das Tool auf der besagten Website zeigt ganz einfach die Effekte von Steuern auf unterschiedliche Gesellschaftsgruppen.

Wahrscheinlich werden die (Steuer)Dinge so kommen, wie sie kommen müssen. Der Einzelne kann nichts ändern. Aber die Masse kann für mehr faire Steuerpolitik kämpfen!

Grüße, Euer Jürgen Blumenkamp

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