Corona-Leugner, oder Corona-Kritiker?

Darf man seine Meinung sagen? Oder sollte man bei bestimmten Themen besser nichts sagen? Ist jeder Corona-Kritiker auch ein Corona-Leugner? Darf man keine Kritik an die aktuelle Corona Politik äußern? Auch keine ironische Kritik? Ein ganz schwieriges Thema, an dem man sich ganz schnell und ganz doll verbrennen kann! Vorsicht also!

Manchmal geht nicht einfach nur das Glück. Es kommt dann auch noch das Pech hinzu. Und dann kann es Menschen schlecht gehen. Dies passiert in unserer Welt jeden Tag. Manche verlieren Ihre Wohnung. Andere werden schwer krank, oder geraten unverschuldet in Insolvenz. Manche werden aus völlig unverständlichen Gründen (oft) diskriminiert. Daran ist besonders schlimm, das die Diskriminierenden oft gar nicht merken, andere Menschen diskriminiert (also unfair behandelt) zu haben. Und manche Menschen müssen ihre Angehörigen schwer krank im Krankenhaus sterben lassen, ohne sie besuchen zu dürfen – auch wegen der Corona Pandemie. Wieder andere Menschen bauen jahrzehntelang Ihr Gewerbe auf, nur um es dann aufgrund eines (bis jetzt schon) über ein Jahr dauernden Corona Logdowns zu verlieren. Einige Menschen lassen sich aber nicht alles gefallen, und sagen deutlich; wir wollen unsere Grundrechte behalten! Was bitteschön ist daran nicht in Ordnung? Lange nicht alle Corona Kritiker sind böse Menschen!

BGB, Grundgesetz
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Manchmal kommt es knüppeldick. Dann verlässt einem das Glück. Dann kommt noch Pech dazu.

Wie gehen wir mit Corona-Kritikern um?

Oder anders formuliert; wie geht die Regierung, der Staat mit Corona-Kritikern um? Muss man immer „Ja und Amen“ sagen? Wenn es irgendwo Unstimmigkeiten gibt, z.B. im Büro, oder auf der Baustelle? Darf man seine Meinung sagen? Auch wenn diese vielleicht nicht dem Mainstream entspricht? Oder bekommt man dann Eintragungen ins „rote Buch“, und gerät so auf die Abschussliste?

Auch die Aktion von einigen bekannten Schauspielern (#allesdichtmachen), in der ironisch auf die wahrlich nicht optimal ablaufenden Vorgaben der Politik hingewiesen wird, sollte vielleicht nicht einfach nur als Coronagegnerkritik verstanden werden.

Darf man z.B. die ausgesetzten Grundrechte kritisieren? Oder ist man dann schon ein Staatsfeind? Die Antwort scheint kompliziert. Darf man jeden Kritiker einfach in einen Sack stecken, und „drauf hauen“? Sind alle Corona Kritiker auch Querdenker? Sind alle Corona Kritiker pauschal Spinner und nicht „diskussionswürdig“? Natürlich gibt es unter den Corona Kritikern auch (wenige) Demokratiefeinde. Aber generell muss doch nicht derjenige Mensch sich rechtfertigen, der ein Grundrecht zurück fordert. Sondern doch bitteschön derjenige Mensch (oder Staat/Politik), der/die dieses Grundrecht einschränkt, oder gar ausgesetzt hat.

Das aktuelle Coronaproblem in Indien

Indien, rund 3 mal so groß wie Deutschland, mit 1.3 Milliarden Bürger:innen, hatte sich sicher gewähnt, das Virus im Griff zu haben. Doch aktuell im Mai 2021 sehen wir brutale Bilder von dort. Es gibt einfach keinen Sauerstoff, die Menschen sterben wie Fliegen. Sie sterben in wartenden, stehenden Krankenwagen, weil diese einfach nicht bis zum Krankenhaus kommen. Deswegen ist es wichtig, dieses Virus zu bekämpfen. Das Corona Virus, Covid 19, darf nicht verharmlost werden! Dieser Virus ist ohne Frage gefährlich. Das sehen wir aktuell (Mai 2021) in Indien, wo eine ganz brutale Coronawelle Hundertausende von Menschen tötet. Und das sind nur die offiziellen Zahlen…

Einschränkungen nötig, Kritik willkommen?

Möglicherweise ist es manchmal nötig, Grundrechte aufgrund einer Pandemie einzuschränken. Aber sollte geäußerte Kritik nicht besonders ernst genommen werden? Wollen wir eine Autokratie, in der man seine Meinung nicht sagen darf? Wollen wir das dritte Reich zurück, und auch schweigen, nur weil Kritik sogar mit dem Tod bestraft wurde? Wollen wir die Gesetze und den Staat der DDR zurück, wo man sich mit dem Stasiknast anfreunden musste? Oder wollen wir Lagerhaft, wie in Russland, wenn man seine Kritik an den Staat ablässt?

Kritik kann positiv sein!

Wenn Gruppen demonstrieren, ist das generell ein gutes Zeichen. Noch ist es erlaubt, hier in Deutschland ungestraft gegen den Staat zu protestieren. Man kann schließlich als Politik und Staat auch nicht erwarten, daß Bürger:innen Applaus spenden, wenn seit Jahrzehnten geltende Grundrechte plötzlich abgeschnitten werden. Wir müssen auch auf Minderheiten hören, auf jene die protestieren. Manchmal sind es nämlich genau diese Minderheiten, deren Proteste erst verlacht sind, sich aber später als fortschrittlich heraus stellen. Kritik kann also durchaus positiv sein, und Menschen voran bringen! Wer also anständig Kritik äußert, sollte auch ernst genommen werden und gehört werden. Wer jedoch Hass predigt, und so die Coronakrise für eigene Zwecke instrumentalisiert, der ist womöglich wirklich der Staatsfeind Nr. 1. Was gestern oder heute noch verurteilt wird, kann morgen schon allgemeiner Konsens sein. Darum sollte man nie zu eilig über Demonstranten urteilen.

Schauen Sie sich gerne noch meine weiteren Artikel zum Thema Covid 19 an, z.B. die Folgen der Corona Pandemie – die noch kaum jemand auf dem Schirm hat.

Vielen Dank Ihnen und Euch für’s lesen.

Jürgen Blumenkamp

Die Folgen der Corona Pandemie – die noch gar nicht alle auf dem Schirm haben

Seit ungefähr Anfang 2020 ist in Deutschland quasi eine Art „Hölle“ los. Ein neuartiger Virus breitet sich von Bayern aus, nachdem er aus China dort eingeflogen wurde mit Fluggästen. Leider läuft organisatorisch im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Virus noch immer einiges schief.

Die Corona Pandemie (weltweites Auftreten) begann im letzten Quartal 2019 in China, Wuhan. Seit Anfang 2020 ist sie auch in Deutschland angekommen, und hat alleine in Deutschland 2,9 Millionen Menschen infiziert, und bis heute (April 2021) fast 80.000 Menschen zum Teil grausam getötet. Rein medizinisch musste alles unternommen werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Dies ist in Deutschland soweit auch ganz gut gelungen.

Hier soll grob die Chronologie der Pandemie beschrieben werden, aber auch die erkennbaren Folgen z.B. auf den Dumpinglohn, und die Reaktionen einiger Menschen aufgrund der Maßnahmen der Politik. Weiter versuchen wir zu ermitteln, warum die Regierung es offenbar nicht schafft den Virus in den Griff zu bekommen – auch wenn der Kampf gegen das Virus wahrlich nicht einfach ist. Letztlich ist es aber nicht schlimm, wenn man es selbst nicht kann. DANN sollte man aber Hilfe annehmen. Es gibt Unternehmen, die der Regierung bereits Hilfe bei der Organisation angeboten haben. Doch offenbar möchte die Regierung keine Hilfe. Erstaunlich, wenn man bedenkt das die Regierung alleine in 2020 über 430 Millionen Euro für externe Beratungen ausgegeben hat.

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Die Corona Pandemie verändert unser Leben.

Was läuft denn schief?

Hier soll nicht pauschal gegen die Politik geschimpft werden. Deren Job ist sicher nicht immer der Einfachste. Das größte Problem scheint der Impfstoff zu sein. Denn in erster Linie gibt es davon nicht genug. Aktuell gibt es 4 zugelassene Impfstoffe. Das ist BioNtech/Pfizer, Moderna, AstraZenica und Johnson & Johnson. AstraZenica und Johnson & Johnson sind in 03 und 04 2021 teilweise in die Kritik geraten, wegen einer möglichen Thrombosenbildung. Gut verträglich scheint u.a. BioNtech/Pfizer zu sein. Es wurde sehr viel Geld für rund 400 Impfzentren in Deutschland ausgegeben – obwohl wir auch rund 55000 Hausärzte haben, die Ihre Patienten (und deren Verträglichkeiten) gut kennen. Dort können leicht pro Tag rund 20 Patienten – oder mehr – geimpft werden. Die Impfzentren sowie auch die Zulassung des Impfstoffes wurde unter großem Zeitdruck durchgeführt. Die Impfzentren haben in der Vergangenheit sicher gute Dienste geleistet. Aber brauchen wir die (heute) wirklich noch? Teilweise sind an den Impfzentren (auch) bei Kälte die wartenden Bürger*Innen in einer langen Schlange. Sowas geht gar nicht! Auch die 116 117 ist oft für die Terminierung nicht erreichbar. Aber gerade alte Leute – Gefährdete – kennen sich mit Webseiten zur Anmeldung nicht aus. Noch etwas geht gar nicht; die Bürokratie im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung ist viel zu zeitaufwändig. Wenn diese durchaus unsinnige Bürokratie verringert werden kann, dann können auch Hausärzte endlich gute Arbeit und gute Dienste leisten bei der Corona-Impfung. Denn so sagen sich viele Ärzte; das ist pro Patient viel zu zeitaufwändig. Denn es muss sehr viel ausgefüllt werden, Patienten müssen unterschreiben und aufgeklärt werden. Nach der Impfung müssen diese ggf. noch einige Minuten beobachtet werden. So geht das nicht, wenn man einen „Impfturbo“ einschalten will. Im Fazit muss man feststellen; immer mehr Bürger*Innen können nicht verstehen, dass wir jetzt schon seit über einem Jahr fast eingesperrt werden.

Corona Maßnahmen laufen schief

Hans-Jochen Vogel ist im Juli 2020 gestorben, SPD, ehemaliger Münchener Oberbürgermeister, und Bundeskanzlerkandidat, und hat immer gesagt; „Politische Macht muss dienen“. War er, Vogel, einer der letzten ehrlichen Politiker? 1981 wurde er von seinen Parteifreunden vom Flughafen Berlin abgeholt mit Limousinen, um zum Schöneberger Rathaus zu fahren. Doch er lehnte ab und fuhr auf eigene Kosten per Taxi – seine Parteifreunde ließ er stehen.

Wie läuft es heute in der Politik, gerade im Zusammenhang von den Corona-Maßnahmen? Im Bundestag beschimpfen sich alle gegenseitig. Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister sagt, man müsse jedes private Treffen vermeiden. Er selbst trifft sich aber Abends mit Geschäftsfreunden. Dabei stellt sich heraus, er ist sogar schon mit Corona infiziert (ohne es zu wissen, wie zu vermuten ist). Weiter hat Spahn auch seine Unterstützer aufgerufen, seinen Wahlkampf finanziell zu unterstützen, jedoch mit max. 9999,- Euro, da bis zu dieser Grenze keine Spendernennung gefordert wird. Darf man ein solches Vorgehen „durchgehen“ lassen? Immobilien von Spahn werden mit mehreren 100.000,- Euro Gewinn nach wenigen Jahren wieder verkauft. Gleichzeitig wird aber gesagt, Hartz IV sei keine Armut. Was ist mit der Maskenaffäre, in der offenbar der Geschäftspartner von Spahn verwickelt ist? Warum müssen immer wieder in nächtlichen Sitzungen Politiker Entscheidungen treffen, bei denen womöglich viele einnicken, und dies als „abnicken“ gewertet wird? LKW Fahrer dürfen auch nicht zu lange und zu übermüdet fahren, einfach weil das zu gefährlich ist.

Schwindet das Vertrauen in die Politik?

Welches Vertrauen kann man noch in die Politik haben? Der einfache Arbeitnehmer muss Nebentätigkeiten von seinem Chef ausdrücklich bewilligen lassen, sonst droht eine Kündigung. Genauso ist es auch bei der Annahme von Weihnachtsgeschenken von Geschäftspartnern. Sowas anzunehmen kann auch die Kündigung kosten.

Aber ausgerechnet die Union blockiert seit vielen Jahren die Offenlegung von Nebeneinkünften der Politiker. Der aktuelle Vorschlag der „christlichen“ Union, Nebeneinkünfte erst offenlegen zu müssen ab 100.000,- Euro, kann für den Normalverdiener nur wie ein schlechter Witz klingen – über den man dann freilich auch nicht lachen kann. Wenn das Transparenz sein soll, ist eine Nebelkerze vielleicht auch ein Luftreiniger 😦 Gleichzeitig müssten wir alle doch eigentlich gerade jetzt alles unternehmen, um den Corona Virus zu stoppen. Aber warum dreht sich in der Politik schon jetzt so viel um die K Frage? Ist die wirklich so wichtig?

Was droht uns denn nun wirklich in dieser Coronakrise? Hans-Jochen Vogel hat immer gefordert, was gegen die Wohnungsnot zu machen. Denn mit normalen Gehältern ist es nicht möglich, in Großstädten zur Miete zu wohnen. Hier solle was gegen gemacht werden, hat Vogel immer gefordert. Damit war vermutlich nicht gemeint, dass Jens Spahn Immobilien günstig kauft, teuer vermietet, und am Schluss auch wieder mit Gewinn verkauft.

Durch die Gier einzelner Abgeordneter verliert die Politik immer mehr an Glaubwürdigkeit. Ist es nur Politikverdrossenheit? Oder kann daraus auch Demokratieverdrossenheit werden? Vielleicht hilft ein neuer Impfstoff für die Politiker und Manager Deutschlands; eine Impfung gegen gegen Gier!

Immer mehr Geldumverteilung?

Ich persönlich – Jürgen Blumenkamp – bin nicht pauschal sauer über die Politik. Deren Arbeit ist ganz sicher nicht einfach, und ich wollte die Arbeit auch nicht machen. Aber ich bin sauer darüber, dass es einen Mindestlohn gibt, der so dermaßen niedrig ist, dass ein normaler Lebensstil damit nicht möglich ist. Und auch ver.di kann nichts daran ändern. Ich persönlich bin von diesen Ungerechtigkeiten zwar größtenteils nicht betroffen. Meine Familie kann darüber echt froh sein. Aber es gibt unendlich viele Menschen, deren Leben eine einzige Qual ist. Nur weil schlicht zu wenig Geld da ist. Geld, welches man in einer Marktwirtschaft dringend und zwingend benötigt. Und genau dieses Geld wird weiter umverteilt, gerade aktuell in der Corona Krise. Den armen Menschen wird noch mehr genommen, und es denen gegeben, die schon mehr als genug Geld haben. Diese Ungerechtigkeit ist nicht zu verstehen, gehört aber offenbar zu einer Marktwirtschaft.

Woher kam der Virus?

Dieser Virus hat die ganze Welt befallen, mit Ausnahme von wenigen Bereichen. In sofern ist es eigentlich egal, woher das Virus kommt. Nun, die erste Infektion in Deutschland des neuartigen Virus wurde im Januar 2020 bei einem 33 jährigen Mann bestätigt. Er hatte sich vermutlich bei einer Kollegin in China angesteckt. Dort, in China hat genau dieser Virus schon seit Monaten zu großen Einschränkungen geführt. Im Februar 2020 gab es in NRW Kreis Heinsberg große Ansteckungen bei einer Karnevalssitzung. Bundesgesundheitsminister Jens Span von der CDU erklärte dann, „wir befinden uns am Beginn einer Epidemie in Deutschland“.

Ein paar Zahlen, Daten und Fakten zum Coronavirus

Ende 2019 ist das Virus in die Welt hinaus getragen worden. Mit Stand April 2021 sind von den aktuell fast 8 Milliarden Menschen auf der Erde bisher 130 Millionen infiziert. Von diesen 130 Millionen sind 2,8 Millionen Menschen gestorben. In Deutschland sind von den 83 Millionen Menschen rund 2,8 Millionen mit Corona infiziert. Von diesen 2,8 Millionen Menschen sind an oder mit dem Virus in Deutschland bisher 76000 Menschen gestorben. Die Letalität (Sterberate) liegt bei 2,6%. Nicht alle Menschen werden krank, sind also für das Virus nicht anfällig. Manche bemerken (fast) keine Symptome, andere fühlen sich nur schwach, wieder andere sterben allerdings an Corona. Der Krankheitsverlauf ist nach Informationen von Ärzten und Überlebenden, durchaus grausam. Wir haben sicher alle die Bilder aus 2020 aus Italien gesehen. Es sterben sehr viele Menschen, manche leiden zuvor auch sehr stark. Sowas wünscht man nicht mal seinen Feinden. Alleine die Beatmung, teilweise bei Bewusstsein, ist extrem unangenehm.

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Ein (Schnell)Test ist nicht immer 100% sicher. Leider. Auch eine Impfung schützt offenbar nicht vor einer erneuten Ansteckung, mildert aber den Krankheitsverlauf.

Großveranstaltungen abgesagt

Schon ab Februar und März 2020 wurden Großveranstaltungen nach langen Diskussionen abgesagt. Die Internationale Tourismus-Börse ITB war die erste davon. In weiteren teilweise auch nächtlichen Verhandlungen der Politik wurden weitere Anti Corona Maßnahmen beschlossen. Dazu gehörte z.B. auch das fast völlige herunter fahren große Teile der Wirtschaft. Ganz viele Geschäfte in den Dörfern und Städten durften nicht mehr öffnen, und hatten so leider auch keine Einnahmen. Betroffen waren öffentliche Einrichtungen wie Theater, Opern, Konzertveranstaltungen, aber auch viele Geschäfte wie z.B. Eisenwarenhandel, oder auch der Gastronomiebereich, der jedoch immerhin zeitweise noch Essen zur Abholung anbieten durfte. Auch viele andere Geschäfte wie z.B. Baumärkte durften gar nicht mehr öffnen, oder nur für Gewerbetreibende. Einkaufsmärkte wie Aldi, Lidl, Netto & Co durften weiter geöffnet haben, freilich unter Beachtung der aktuellen medizinischen Vorgaben, z.B. das Tragen einer Medizinischen Maske. Der Grund für das offen halten dieser Läden bestand darin, dass es sich um Artikel des täglichen Lebens handelt.

Bundeskanzlerin Merkel appelliert

Es wird von Seiten der Regierung an die Bevölkerung appelliert, das Möglichste zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Bundesländer beschließen im März 2020 die Schließung der Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien. Weiter werden Finanzhilfen für die Wirtschaft beschlossen, sowie im Eilverfahren Erleichterungen für die Kurzarbeit. Bundesinnenminister Horst Seehofer ordnet die Grenzkontrollen zu den Staaten Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark wieder an. Nur mit wichtigen Grund darf die Grenze überquert werden.

Reisewarnungen

Ebenfalls schon im März 2020 beschließt die Regierung weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Bars, Kinos, Freizeiteinrichtungen, Kirchen, Moscheen und Synagogen werden geschlossen, sowie auch einige Läden für die verschiedensten Güter. Ebenfalls gibt es vom Auswärtigen Amt eine weltweite Reisewarnung. Die Bürger sollen vom Reisen ins Ausland abgehalten werden. Noch im Ausland befindliche Deutsche sollen per beschlossener Rückholaktion eingeflogen werden. Gleichzeitig gibt es ein Einreiseverbot für fast alle Länder außerhalb der EU. In einer erneuten Ansprache sagt Bundeskanzlerin Merkel, man möge Sozialkontakte vermeiden, um Ansteckungen zu verhindern. „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“. Auch Ausgangsbeschränkungen sind verhängt worden. Ausnahmen sind Wege zur Arbeit oder zum Einkaufen.

Warum diese krassen Maßnahmen?

Grundsätzlich ist jeder Tote Mensch ein Toter zu viel, der an diesem Coronavirus stirbt. Prozentual sterben – eigentlich – nicht so ganz viele Menschen an dieser Pandemie. Das Robert-Koch-Institut (RKI, Link unten) veröffentlicht in täglichen Berichten auf seiner Website, aber auch in der sogenannten Corona Warn App, die Zahl der bestätigten Neuinfektionen, den sogenannten 7 Tage Mittelwert daraus, die Gesamtzahl aller Infektionen, aber auch die sogenannte 7-Tage-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sowie auch den sogenannten 7-Tage-R-Wert (sollte unter 1 sein = Ansteckungen pro infizierte Person).

Mehr Tote durch Corona?

Aktuell ist nicht geklärt, ob die Anzahl der Toten wirklich alleine aufgrund des Virus so hoch sind, oder ob Sie aus anderen Gründen gestorben sind, aber mit Corona infiziert waren, und damit womöglich geschwächt. 85% der Toten sind älter als 70 Jahre, und hatten eine Vorerkrankung. Im Prinzip könnte man sagen, dass z.B. auch die Grippe in einem starken Verlauf tödlich ist. Der Unterschied ist aber doch groß. Denn nur das Coronavirus tritt z.B. nicht nur in Deutschland auf, sondern weltweit, UND erfordert eine plötzliche Inanspruchnahme von Intensivmedizin. Hier kann also das Gesundheitssystem überfordert werden. Genau das will man in Deutschland verhindern. Und das ist bisher auch gut gelungen. Allerdings finden viele Menschen die Maßnahmen nicht so schön. Halten wir uns aber vor Augen, das z.B. in den USA bis heute mehr als 500.000 Menschen an oder mit Corona gestorben sind. In Brasilien sind über 300.000 Menschen an oder mit Corona gestorben, und in Mexiko über 200.000 Menschen.

Die Übersterblichkeit…

…gibt Auskunft über die Schwere einer Pandemie. Im Prinzip wird ermittelt, wie viele Menschen gehäuft sterben, zum Beispiel aufgrund einer Grippe, oder eben aufgrund einer Pandemie. Denn die Sterberaten sind ganzjährig einigermaßen gleichmäßig. Bei der schweren Grippe 2017/2018 starben rund 25.000 Menschen in Deutschland. An dem Coronavirus sind aber schon deutlich mehr Menschen gestorben, aktuell rund 3 x mehr. Das Problem bei der Übersterblichkeit ist aber auch ein Hinweis an die Kritiker; denn viele Menschen sterben erst viele Wochen nach der Infektion.

Hilfe von Firmen bei der Organisation

Wie sich zuletzt im März 2021 gezeigt hat, aber wohl nicht nur dann, ist die Regierung mit einigen organisatorischen Dingen überfordert. Im Prinzip ist das nicht schlimm. Als Chef sucht man sich dann fähige Mitarbeiter, gerne durchaus auch in ausgelagerte Firmen. Warum wurden Angebote von Firmen, die sich offenbar gut mit organisatorischen (Corona) Dingen auskennen, abgewiesen? Es gibt sehr viele kompetente Personen in Firmen, die hier sehr gut und sehr schnell hätten helfen können. Man kann nicht verstehen, warum hier keine Hilfe von der Regierung angenommen wird.

Das Osterruhe Chaos

Bei der Diskussion um die erwähnte Osterruhe 2021 gab es Fehler. Gründonnerstag und Karsamstag sollten „Ruhetage“ sein. Die Entscheidung zur Osterruhe wurde mit allen 16 Landesministern abgestimmt. Doch das Maßnahmenpaket dazu wurde wieder verworfen. Die Bundeskanzlerin hat dann die komplette Schuld auf sich genommen, und die Bevölkerung um Verzeihung gebeten. Merkel weiter; es passieren auch mal Fehler. Dafür hat sie auch viel Lob bekommen. Doch warum hat die Frau Bundeskanzlerin Merkel nicht auch beim Wirecard-Skandal, bei der PKW Maut, oder bei schlecht organisierten Corona Finanzhilfen für Unternehmen die Schuld auf sich genommen?

Die Folgen für den (Dumping)Lohn

In der Pflegebranche war alles schon vereinbart. Es sollte mehr Lohn geben. Ein großer Schritt und Vorteile, auch für die alten Menschen in den Pflegeheimen. Doch in so einer (Corona)Krise sehen auch die Arbeitgeber nur Geld. Und dann hat sogar die christliche katholische Caritas nein gesagt. Doch der ausgearbeitete Tarifvertrag wurde abgelehnt. Aber auch die evangelische Diakonie hat sich aus der Affäre gezogen. Man will offenbar möglichst viel auf digital und Roboter umstellen. Roboter sollen die alten Menschen pflegen. Und Roboter sollen auch viele Arbeitnehmer ersetzen. Somit wird der Lohn praktisch auch in Zukunft in der (Lohn) Dampingindustrie nicht steigen. Das sind echt traurige Nachrichten. Denn es ist schon schlimm genug, seine kostbare (Lebens)Zeit gegen wenig Stundenlohn eintauschen zu müssen. Immerhin leben Menschen nicht sehr lange. Wenn man das auch noch in einem miesen, auch körperlich anstrengenden Job machen muss, der vielleicht nicht wirklich Spaß macht, dann, ja dann macht das Leben einfach keinen Spaß mehr. Es gibt Auswege. Aber diese zu erreichen (Finanzielle Freiheit, Finanzielle Unabhängigkeit) sind wahrlich nicht einfach. Wenn wir eine gangbare Lösung gefunden haben, melden wir uns hier gerne wieder. Versprochen!

Vielen Dank für´s lesen, Ihr Jürgen Blumenkamp

Menschliche Resilienz

Wir leben in unbeständigen Zeiten. Wie kann man als Mensch oder Unternehmen widerstandsfähig werden? Starre Businessstrategien werden immer wieder von Krisen getroffen. Andere Unternehmen schaffen es immer wieder, sich neu zu erfinden. Die Lösung lautet Resilienz. Und die hilft auch im ganz normalen Leben!

Krisen können die aktuelle Zeit prägen, denn Ausnahmen sind das schon lange nicht mehr. Pandemien, Nuklearkatastrophen, und Anschläge sind aktuelle Beispiele. Alle Probleme zu überblicken ist praktisch unmöglich. Wer als Unternehmer, oder auch einfach als Mensch wirklich erfolgreich sein will, darf sich von Entwicklungen nicht einfach nur treiben lassen, sondern eigene Veränderungen voran treiben. Das ist Resilienz, nämlich Schocks abzufangen, und an ihnen zu wachsen. Kurz; das Schlimmste erwarten, daraus lernen, und das Beste hoffen.

Resilienz
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Resilienz kann eine Lösung sein, privat und geschäftlich.

Menschlich/Unternehmerisch denken

Ungefähr im Jahre 2000 kam der sog. Onlinetrend. Hier hat sich z.B. Amazon behauptet, und die Leute bestellten was das Zeug hielt – übrigens heute noch. Darunter litt natürlich der „Lokaltrend“, also die Geschäfte vor Ort. Hier gilt es, rechtzeitig Trends zu erkennen, diese mitzugehen, oder zu überlegen, ob man den alten Trend doch weiter führen kann. Im Falle eines lokalen Geschäftes kann dies durchaus funktionieren. So könnte man sein Geschäft um weitere Produkte erweitern, und seine Kunden anschreiben und mitteilen, dass sie beim kaufen in diesem lokalen Geschäft die ganze lokale Region (den Ort) mit unterstützen. So moderne lokale Geschäfte können sich bis heute behaupten, und können – bei entsprechend günstigen Preisen und guter netter Beratung – gute lokale (Geld)Geschäfte machen. Eine Win-Win Situation für alle. Kunden müssen dann auch nicht online bestellen, und eine oft unökologisch lange Verkaufskette starten. Händler vor Ort können in Ihren Geschäften den großen Onlineriesen ein Stück vom Kuchen abschneiden. Resilienz ist also nicht erst wichtig, wenn eine Krise kommt, sondern schon deutlich vorher, indem man die Krise erkennt und passend reagiert. Risikobewusstsein (testen was funktioniert), starke Werte (Neugier), und Agilität (schnelles handeln) sind allerdings unverzichtbar.

Rausfinden, wie die Lage steht

Resilienz ist generell schwer in Worte zu fassen. Der Begriff ist sehr dynamisch. „Kunden“ sind nicht einfach nur Kundschaft, sondern sollten genau erkannt werden. So kann man Kundengruppen definieren und diese auch verstehen, sich also in einen Kunden hineinzuversetzen. Diese Vorgehensweise nennt man Horizonscanning.

Risikoanalyse

Das unvorhersehbare kann zum Standard werden. Bedenke, das auch ungewöhnlich seltene Ereignisse, z.B. eine Pandemie, immer öfter auftreten können. Ausweichmöglichkeiten sind wichtig. Auf das Schlimmste vorbereitet sein. Die Mühe lohnt sich. Im Notfall handlungsfähig zu sein, bedeutet auch im Tagesgeschäft richtig gut zu sein. Auch nach einer Krise muss man allen zeigen: Es geht weiter. Denn das hilft nicht nur dem Unternehmen, oder die betroffene Person, den Mensch in der Krise, sondern auch die Kunden, bzw. die anderen Menschen mit denen man Kontakt hat. Die Führung einer Firma, oder eben auch der einzelne Mensch in einer Krise, kann mit einer guten Resilienz sehr erfolgreich sein. Dieses unternehmerische Denken, hilft genauso auch bei privaten Problemen, z.B. bei einer schweren Erkrankung. Glück gehört zwar auch immer dazu, aber die Zuversicht ist ebenso so wichtig!

Starke Werte vorleben

In einem Unternehmen – aber das gilt im Prinzip auch für Einzelpersonen im privaten Umfeld – muss jede(r) Mitarbeiter*innen Vertrauen in seine Fähigkeiten haben, und so mit allen anderen Mitarbeiter*innen an einem Strang ziehen, der dem Unternehmen hilft. Das sind die Werte und Ziele der Unternehmung. Das sog. „Mission Statement“ von Google lautet z.B., alle Informationen der Welt zu organisieren, allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Diese klaren Werte (Wissen für viele Menschen zugänglich machen) sind gut formuliert und weckt positive Emotionen. Hier muss also auch die Geschäftsführung mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn die Geschäftsführung z.B. von Ihren Mitarbeitern verlangt, unnatürlich viel Ware an Kunden zu verkaufen, die diese jetzt nicht benötigen, weckt das Misstrauen, nicht nur bei den Mitarbeitern, auch bei den Kunden. Übrigens, wenn Unternehmen sich in den Vordergrund stellen, und damit Erfolg zeigen, ist oft ein Trugschluss. So einfach ist das nämlich nicht. Denn der Managementexperte und Resilienzforscher Jim Collins fand heraus, dass solche Alleinherrscher ein Unternehmen nur selten auf Dauer auf Erfolg halten können.

Proaktive Lernkultur

Vertrauen ist wichtig. Wer proaktive tägliche Fehler als Chancen begreift, wird sich auch bei großen Fehlern nicht scheuen, diese beiseite zu schieben. Dies zeigt z.B. auch das Unternehmen NASA, eine US Raumfahrtbehörde. Nach jedem Meilenstein setzen sich die Mitarbeiter zusammen, um das Gelernte zu reflektieren, und versuchen Nachlässigkeiten zu vermeiden. Denn man kann nur lernen, wenn man Fehler macht, und diese (möglichen) Fehler müssen besprochen werden. Proaktives Lernen ist also besser, als auf Krisen zu warten. Die besten Chefs sind gute Lerner, dazu muss man sich aber auch auf seine Schwächen besinnen. Und wie schon ein paar mal angedeutet, kann und wird Resilienz, also die Fähigkeit aus Krisen zu lernen und sich zu verbessern, auch im privaten Leben für viele Vorteile sorgen.

Ich wünsche Dir und Ihnen, dass du diese Erkenntnisse zum eigenen Wohl umsetzen kannst.

Grüße, Euer/Ihr Jürgen Blumenkamp

Der Frust im Job

Ist der Job ein Killer, oder der Killer ein Job? Oder beides, oder nichts von beidem? Viele Arbeitnehmer:innen sind in Ihrem Job unzufrieden, und überlegen zu wechseln. Doch ist das die Lösung?

Viele Arbeitnehmer:Innen sind offenbar mit Ihrem Job unzufrieden. Nicht umsonst hat der gute Gunter Gabriel gesungen; „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“. Man möchte am liebsten alles hinwerfen, und einen neuen Job, einen neuen Arbeitgeber, einen neuen Chef, neue Kolleg:Innen suchen. Alles muss neu! Aber viele Probleme im aktuellen Job sind keine universellen, sondern persönliche Probleme…

Frust im Job
Pixabay, Job Digital
Frust im Job, oder Job mit Frust?

Es ist egal, für wem Sie arbeiten

Nur knapp 15% der Menschen sind uneingeschränkt mit ihrem Job zufrieden. Das ist nicht viel. Man könnte auch sagen, es ist bitter wenig. Manch einer arbeitet sogar gegen seinen Chef, bzw. die Interessen des Unternehmens an. Ein großes Problem stellen auch die vielen Arbeitnehmer:Innen da, welche innerlich gekündigt haben. Die Ursachen für diesen Unmut muss man erkennen, sie abschalten, und so zu erheblich mehr Zufriedenheit zu kommen. Ist ein Jobwechsel wirklich eine Lösung? Abschließend muss man sich Alternativen zur Flucht vom (aktuellen) Arbeitsplatz überlegen. Hier kann eine neue Einstellung zu großen Verbesserungen im Job- und Privatleben führen. Die Kernfrage; wollen Sie sich wirklich ihr ganzes Arbeitsleben über Ihre Tätigkeit ärgern, nur um ein wenig Geld zu bekommen, und dafür jede Menge Lebenszeit zu verplempern? Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten, auch wenn die Antwort oft wahrlich nicht einfach ist. Leider.

Probleme gibt es in fast jedem Job

Schlechte Bezahlung (manchmal sogar unterirdisch schlecht), unmögliche Kollegen und Chefs, es gibt viele Gründe für Frust am Arbeitsplatz. Ein Problem ist die weit verbreitete Meinung, zu wenig Anerkennung zu bekommen. Man bleibt länger, macht die Aufgaben fertig, und wundert sich dann über ein fehlendes Dankeschön vom Chef. Ein weiteres Problem ist die Denke, unterbezahlt zu sein. Aber auch diese Einschätzung ist subjektiv, denn lange nicht jeder mit schlechter Bezahlung arbeitet unter seinem Marktwert. Alleine dieser Umstand, dieser Fakt, ist traurig. Kann man alleine diese beiden Probleme durch einen Jobwechsel umgehen? Ist das Gras der anderen Firma wirklich grüner? Denn wenn sich viele Menschen im Job unzufrieden fühlen, ist die Wahrscheinlichkeit sich in einem anderen Job zufriedener zu fühlen, sehr gering. Das ist beim Einkommen genauso. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die subjektive Einstellung, unterbezahlt zu sein, nicht verschwindet, wenn man besser bezahlt wird. Egal, ob man den Mindeststundenlohn bekommt, der ohne Frage aktuell als ziemlich lächerlich (und ziemlich unverschämt) bezeichnet werden kann, oder ob man 50,- Euro pro Stunde oder mehr verdient. Denn Menschen vergleichen sich immer mit Menschen und Dingen, die sie besser finden, die mehr verdienen. Wir sehen nicht, dass es auch noch viel schlechter laufen könnte. Aber ist das ein Maßstab?

Wird der Wunschjob Sie glücklich machen?

Eher nicht, denn der Berufsalltag wird den Arbeitnehmer schnell erfassen. Wenn die Probleme im Job universell sind, sind sie auch im neuen Job anzutreffen. Außer man selbst ist das Problem. Denn die Probleme sind in den Strukturen der Jobwelt verankert. Das wird beim nächsten Job genauso sein, und gilt auch für anstrengende Kollegen. Doch dies sind nur die Rollen der Mitarbeiter im Unternehmen. Ein neuer Job kommt einem oft verheißungsvoll vor, ist es aber in den seltensten Fällen. Erst ist alles noch neu und interessant. Aber bleibt das auch so?

Ist Freiberuflichkeit die Lösung?

Wir haben akzeptiert, dass ein neuer Job vermutlich nichts ändern wird. Aber was ist, wenn wir unser eigener Chef sind? Laut Statistik ist die Zufriedenheit unter Selbstständigen und Freiberuflern besser als bei Arbeitnehmern. Dieses Problem gibt es hier als Arbeiter oder Angestellter also nicht. Aber dafür in ganz vielen Fällen viele weitere Probleme. Der Arbeitsaufwand (im Büro als Selbstständiger z.B.) ist oft enorm. Denn von nichts kommt nichts. Nächstes Problem ist die Angst, die eigenen Kosten nicht stemmen zu können. Aber auch hier wird man selbst bei gutem Einkommen noch mehr verdienen wollen. Und wer nicht gut verdient, kann nichtmal den Frust auf seinen Chef abwälzen, sondern muss die Probleme bei sich suchen, was noch tiefere Krisen hervorbringen kann. Auch drängende Kunden können Probleme bereiten. Somit ist es egal, für wen man arbeitet, und auch egal, wie man arbeitet. Frust gibt es fast immer.

Nicht universelle Probleme

Wenn man objektiv, also am Marktpreis gerechnet zu wenig verdient, sollte man zumindest versuchen, dies zu ändern, auch wenn das in einigen Fällen viel einfacher gesagt, als getan ist. Auch wenn der Arbeitgeber keine Lohnerhöhungen zulässt, oder keine Aufstiegsmöglichkeiten, oder weitere Arbeitsvorteile (Lohnzugaben) anbietet, obwohl Sie das Potenzial für mehr Kompetenz haben. Auch wenn man konstant unterfordert, oder auch überfordert ist, sollte man ein Gespräch mit dem Chef suchen, und notfalls auch hier reagieren, also wechseln. Dies alles sind nicht universelle Probleme, haben also mit Ihnen, bzw. Ihrer Leistung zu tun. Hier sollte man alles daran setzen, eine Verbesserung – notfalls in Form eines Jobwechsels – herbei zu führen.

Mögliche Enttäuschungen vermeiden

Warum hat man seinen Beruf ergriffen? Wollte man die Welt verändern? Wollte man (viel) Geld verdienen? Oder hat es sich einfach nur so ergeben? Oder muss endlich Geld reinkommen? Meist erwarten wir nur eine Sache von unserer Jobwahl. Es ist die Freiheit, dem nachzugehen, wofür man sich interessiert. Dann kommt die Enttäuschung. Wir machen alles an diese eine Erwartung fest, und übersehen die oft vielen anderen Vorteile des Jobs. Wenn man sich aber nur auf eine Sache konzentriert, und nur diese sieht, wird die Freude nach einiger Zeit weichen. Man muss auch die vielen weiteren positiven Dinge erkennen, sehen und schätzen. Z.B. der schöne Weg zur Arbeit, die neuen Aufgaben, die Kollegen mit Ihren Erzählungen, die Freude auf die Pausen und den Feierabend. Es ist also wichtig, seine Erwartungen auch auf die vielen Nebenschauplätze zu richten. So erreicht man, nicht enttäuscht zu sein, wenn nur eine Sache auf die man sich konzentriert (Geld, Welt verändern) dann doch nicht in dem gewünschten Maße eintritt.

Negative Gedanken akzeptieren, sie aber positiven Gedanken gegenüberstellen.

Man muss seine Erwartungen reflektieren, und lernen sich nicht nur auf eine Sache zu versteifen. Auch wenn der Job vielleicht nicht genial ist, so sollte man dennoch immer alles geben. Es geht hier jedoch nicht um Hektik oder Eile. Es sei denn, Sie arbeiten im Akkord. Denn dies macht einen guten Eindruck, so verbleibt man in guter Erinnerung, knüpft gute Kontakte, die vielleicht irgendwann behilflich sind, einen neuen – vielleicht wirklich besseren – Job zu finden und zu bekommen. So spart man auch viel Energie, weil man nicht ständig suchen und hoffen muss. Dennoch muss man sich diesen täglichen Realitätsschock aussetzen, sonst kämpft man täglich gegen Windmühlen. So kann man die Suche nach dem neuen Job auch leichter aufgeben, oder sich zumindest nicht darin versteifen. Siehe positiver auf die Dinge. Das soll nicht bedeuten, alles was schlecht ist, für gut zu befinden. Negative Gefühle muss man annehmen. Dennoch kann man seine Gedanken verändern, die negativen gegen die positiven austauschen.

Das Mindset

Die Einstellung, das „Mindset„, schlägt dem Unterbewusstsein ein Schnippchen. Sage Sie sich einfach; „Ich nehme all das an, was auf mich zukommt“. Oder; „Ich liebe das Leben auch dann, wenn es nicht nach Plan läuft“. Diese sogenannten positiven Affirmationen muss man regelmäßig (täglich) wiederholen. Sage nicht, „ich habe zu wenig Geld“, sondern lieber; „es ist gut, wenn ich mehr Geld bekomme“. Bei negativen Gedanken kann man diese so gegen die Positiven austauschen, und einfach glücklicher werden. Das geschieht, indem man durch eine immer positiver werdende Haltung auch immer mehr positivere Dinge anzieht. Man sagt schließlich nicht zum Spaß, dass Geld zu Geld kommt!

Klarmachen, was man schon erreicht hat

Neigen Sie bitte nicht dazu, das wahrzunehmen, was nicht gefällt. Denn eine gute Taktik für weniger Jobfrust ist es, seinen Focus zu ändern. Was haben Sie schon erreicht? Schulabschluss, Praktikum, einen lieben Partner gefunden, die Ausbildung im Beruf bestanden, den Führerschein für den PKW bestanden. Sie haben sicher auch viel Berufserfahrung gesammelt. Auch wenn Ihnen die aktuelle Position nicht optimal gefällt, so haben Sie sich doch gegen andere Bewerber durchgesetzt. Es gibt immer Menschen, die eine bessere Bildung haben, aber auch welche, mit schlechterer Bildung als Ihre.

Was Sie konkret umsetzen können

Kommunizieren Sie gewaltfrei. So kann man sich selbst, aber auch seine Kolleg*innen und Mitmenschen zeigen, dass man seine Einstellung zu überdenken bereit ist. Zeigen Sie auch Ihre Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere Menschen hinein versetzen zu können. Statt zu sagen; „können Sie nicht mal mitdenken“, sage Sie lieber; „ich habe oft das Gefühl mehr machen zu müssen, weil Sie nicht ganz bei der Sache sind“.

Nun wünsche ich Ihnen, dass diese Erkenntnisse zum eigenen Wohl umgesetzt werden können.

Grüße, Ihr/Euer Jürgen Blumenkamp

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