Menschliche Resilienz

Wir leben in unbeständigen Zeiten. Wie kann man als Mensch oder Unternehmen widerstandsfähig werden? Starre Businessstrategien werden immer wieder von Krisen getroffen. Andere Unternehmen schaffen es immer wieder, sich neu zu erfinden. Die Lösung lautet Resilienz. Und die hilft auch im ganz normalen Leben!


Krisen können die aktuelle Zeit prägen, denn Ausnahmen sind das schon lange nicht mehr. Pandemien, Nuklearkatastrophen, und Anschläge sind aktuelle Beispiele. Alle Probleme zu überblicken ist praktisch unmöglich. Wer als Unternehmer, oder auch einfach als Mensch wirklich erfolgreich sein will, darf sich von Entwicklungen nicht einfach nur treiben lassen, sondern eigene Veränderungen voran treiben. Das ist Resilienz, nämlich Schocks abzufangen, und an ihnen zu wachsen. Kurz; das Schlimmste erwarten, daraus lernen, und das Beste hoffen.

Resilienz
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Resilienz kann eine Lösung sein, privat und geschäftlich.

Menschlich/Unternehmerisch denken

Ungefähr im Jahre 2000 kam der sog. Onlinetrend. Hier hat sich z.B. Amazon behauptet, und die Leute bestellten was das Zeug hielt – übrigens heute noch. Darunter litt natürlich der „Lokaltrend“, also die Geschäfte vor Ort. Hier gilt es, rechtzeitig Trends zu erkennen, diese mitzugehen, oder zu überlegen, ob man den alten Trend doch weiter führen kann. Im Falle eines lokalen Geschäftes kann dies durchaus funktionieren. So könnte man sein Geschäft um weitere Produkte erweitern, und seine Kunden anschreiben und mitteilen, dass sie beim kaufen in diesem lokalen Geschäft die ganze lokale Region (den Ort) mit unterstützen. So moderne lokale Geschäfte können sich bis heute behaupten, und können – bei entsprechend günstigen Preisen und guter netter Beratung – gute lokale (Geld)Geschäfte machen. Eine Win-Win Situation für alle. Kunden müssen dann auch nicht online bestellen, und eine oft unökologisch lange Verkaufskette starten. Händler vor Ort können in Ihren Geschäften den großen Onlineriesen ein Stück vom Kuchen abschneiden. Resilienz ist also nicht erst wichtig, wenn eine Krise kommt, sondern schon deutlich vorher, indem man die Krise erkennt und passend reagiert. Risikobewusstsein (testen was funktioniert), starke Werte (Neugier), und Agilität (schnelles handeln) sind allerdings unverzichtbar.

Rausfinden, wie die Lage steht

Resilienz ist generell schwer in Worte zu fassen. Der Begriff ist sehr dynamisch. „Kunden“ sind nicht einfach nur Kundschaft, sondern sollten genau erkannt werden. So kann man Kundengruppen definieren und diese auch verstehen, sich also in einen Kunden hineinzuversetzen. Diese Vorgehensweise nennt man Horizonscanning.

Risikoanalyse

Das unvorhersehbare kann zum Standard werden. Bedenke, das auch ungewöhnlich seltene Ereignisse, z.B. eine Pandemie, immer öfter auftreten können. Ausweichmöglichkeiten sind wichtig. Auf das Schlimmste vorbereitet sein. Die Mühe lohnt sich. Im Notfall handlungsfähig zu sein, bedeutet auch im Tagesgeschäft richtig gut zu sein. Auch nach einer Krise muss man allen zeigen: Es geht weiter. Denn das hilft nicht nur dem Unternehmen, oder die betroffene Person, den Mensch in der Krise, sondern auch die Kunden, bzw. die anderen Menschen mit denen man Kontakt hat. Die Führung einer Firma, oder eben auch der einzelne Mensch in einer Krise, kann mit einer guten Resilienz sehr erfolgreich sein. Dieses unternehmerische Denken, hilft genauso auch bei privaten Problemen, z.B. bei einer schweren Erkrankung. Glück gehört zwar auch immer dazu, aber die Zuversicht ist ebenso so wichtig!

Starke Werte vorleben

In einem Unternehmen – aber das gilt im Prinzip auch für Einzelpersonen im privaten Umfeld – muss jede(r) Mitarbeiter*innen Vertrauen in seine Fähigkeiten haben, und so mit allen anderen Mitarbeiter*innen an einem Strang ziehen, der dem Unternehmen hilft. Das sind die Werte und Ziele der Unternehmung. Das sog. „Mission Statement“ von Google lautet z.B., alle Informationen der Welt zu organisieren, allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Diese klaren Werte (Wissen für viele Menschen zugänglich machen) sind gut formuliert und weckt positive Emotionen. Hier muss also auch die Geschäftsführung mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn die Geschäftsführung z.B. von Ihren Mitarbeitern verlangt, unnatürlich viel Ware an Kunden zu verkaufen, die diese jetzt nicht benötigen, weckt das Misstrauen, nicht nur bei den Mitarbeitern, auch bei den Kunden. Übrigens, wenn Unternehmen sich in den Vordergrund stellen, und damit Erfolg zeigen, ist oft ein Trugschluss. So einfach ist das nämlich nicht. Denn der Managementexperte und Resilienzforscher Jim Collins fand heraus, dass solche Alleinherrscher ein Unternehmen nur selten auf Dauer auf Erfolg halten können.

Proaktive Lernkultur

Vertrauen ist wichtig. Wer proaktive tägliche Fehler als Chancen begreift, wird sich auch bei großen Fehlern nicht scheuen, diese beiseite zu schieben. Dies zeigt z.B. auch das Unternehmen NASA, eine US Raumfahrtbehörde. Nach jedem Meilenstein setzen sich die Mitarbeiter zusammen, um das Gelernte zu reflektieren, und versuchen Nachlässigkeiten zu vermeiden. Denn man kann nur lernen, wenn man Fehler macht, und diese (möglichen) Fehler müssen besprochen werden. Proaktives Lernen ist also besser, als auf Krisen zu warten. Die besten Chefs sind gute Lerner, dazu muss man sich aber auch auf seine Schwächen besinnen. Und wie schon ein paar mal angedeutet, kann und wird Resilienz, also die Fähigkeit aus Krisen zu lernen und sich zu verbessern, auch im privaten Leben für viele Vorteile sorgen.

Ich wünsche Dir und Ihnen, dass du diese Erkenntnisse zum eigenen Wohl umsetzen kannst.

Grüße, Euer/Ihr Jürgen Blumenkamp

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