Corona-Leugner, oder Corona-Kritiker?

Darf man seine Meinung sagen? Oder sollte man bei bestimmten Themen besser nichts sagen? Ist jeder Corona-Kritiker auch ein Corona-Leugner? Darf man keine Kritik an die aktuelle Corona Politik äußern? Auch keine ironische Kritik? Ein ganz schwieriges Thema, an dem man sich ganz schnell und ganz doll verbrennen kann! Vorsicht also!


Manchmal geht nicht einfach nur das Glück. Es kommt dann auch noch das Pech hinzu. Und dann kann es Menschen schlecht gehen. Dies passiert in unserer Welt jeden Tag. Manche verlieren Ihre Wohnung. Andere werden schwer krank, oder geraten unverschuldet in Insolvenz. Manche werden aus völlig unverständlichen Gründen (oft) diskriminiert. Daran ist besonders schlimm, das die Diskriminierenden oft gar nicht merken, andere Menschen diskriminiert (also unfair behandelt) zu haben. Und manche Menschen müssen ihre Angehörigen schwer krank im Krankenhaus sterben lassen, ohne sie besuchen zu dürfen – auch wegen der Corona Pandemie. Wieder andere Menschen bauen jahrzehntelang Ihr Gewerbe auf, nur um es dann aufgrund eines (bis jetzt schon) über ein Jahr dauernden Corona Logdowns zu verlieren. Einige Menschen lassen sich aber nicht alles gefallen, und sagen deutlich; wir wollen unsere Grundrechte behalten! Was bitteschön ist daran nicht in Ordnung? Lange nicht alle Corona Kritiker sind böse Menschen!

BGB, Grundgesetz
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Manchmal kommt es knüppeldick. Dann verlässt einem das Glück. Dann kommt noch Pech dazu.

Wie gehen wir mit Corona-Kritikern um?

Oder anders formuliert; wie geht die Regierung, der Staat mit Corona-Kritikern um? Muss man immer „Ja und Amen“ sagen? Wenn es irgendwo Unstimmigkeiten gibt, z.B. im Büro, oder auf der Baustelle? Darf man seine Meinung sagen? Auch wenn diese vielleicht nicht dem Mainstream entspricht? Oder bekommt man dann Eintragungen ins „rote Buch“, und gerät so auf die Abschussliste?

Auch die Aktion von einigen bekannten Schauspielern (#allesdichtmachen), in der ironisch auf die wahrlich nicht optimal ablaufenden Vorgaben der Politik hingewiesen wird, sollte vielleicht nicht einfach nur als Coronagegnerkritik verstanden werden.

Darf man z.B. die ausgesetzten Grundrechte kritisieren? Oder ist man dann schon ein Staatsfeind? Die Antwort scheint kompliziert. Darf man jeden Kritiker einfach in einen Sack stecken, und „drauf hauen“? Sind alle Corona Kritiker auch Querdenker? Sind alle Corona Kritiker pauschal Spinner und nicht „diskussionswürdig“? Natürlich gibt es unter den Corona Kritikern auch (wenige) Demokratiefeinde. Aber generell muss doch nicht derjenige Mensch sich rechtfertigen, der ein Grundrecht zurück fordert. Sondern doch bitteschön derjenige Mensch (oder Staat/Politik), der/die dieses Grundrecht einschränkt, oder gar ausgesetzt hat.

Das aktuelle Coronaproblem in Indien

Indien, rund 3 mal so groß wie Deutschland, mit 1.3 Milliarden Bürger:innen, hatte sich sicher gewähnt, das Virus im Griff zu haben. Doch aktuell im Mai 2021 sehen wir brutale Bilder von dort. Es gibt einfach keinen Sauerstoff, die Menschen sterben wie Fliegen. Sie sterben in wartenden, stehenden Krankenwagen, weil diese einfach nicht bis zum Krankenhaus kommen. Deswegen ist es wichtig, dieses Virus zu bekämpfen. Das Corona Virus, Covid 19, darf nicht verharmlost werden! Dieser Virus ist ohne Frage gefährlich. Das sehen wir aktuell (Mai 2021) in Indien, wo eine ganz brutale Coronawelle Hundertausende von Menschen tötet. Und das sind nur die offiziellen Zahlen…

Einschränkungen nötig, Kritik willkommen?

Möglicherweise ist es manchmal nötig, Grundrechte aufgrund einer Pandemie einzuschränken. Aber sollte geäußerte Kritik nicht besonders ernst genommen werden? Wollen wir eine Autokratie, in der man seine Meinung nicht sagen darf? Wollen wir das dritte Reich zurück, und auch schweigen, nur weil Kritik sogar mit dem Tod bestraft wurde? Wollen wir die Gesetze und den Staat der DDR zurück, wo man sich mit dem Stasiknast anfreunden musste? Oder wollen wir Lagerhaft, wie in Russland, wenn man seine Kritik an den Staat ablässt?

Kritik kann positiv sein!

Wenn Gruppen demonstrieren, ist das generell ein gutes Zeichen. Noch ist es erlaubt, hier in Deutschland ungestraft gegen den Staat zu protestieren. Man kann schließlich als Politik und Staat auch nicht erwarten, daß Bürger:innen Applaus spenden, wenn seit Jahrzehnten geltende Grundrechte plötzlich abgeschnitten werden. Wir müssen auch auf Minderheiten hören, auf jene die protestieren. Manchmal sind es nämlich genau diese Minderheiten, deren Proteste erst verlacht sind, sich aber später als fortschrittlich heraus stellen. Kritik kann also durchaus positiv sein, und Menschen voran bringen! Wer also anständig Kritik äußert, sollte auch ernst genommen werden und gehört werden. Wer jedoch Hass predigt, und so die Coronakrise für eigene Zwecke instrumentalisiert, der ist womöglich wirklich der Staatsfeind Nr. 1. Was gestern oder heute noch verurteilt wird, kann morgen schon allgemeiner Konsens sein. Darum sollte man nie zu eilig über Demonstranten urteilen.

Schauen Sie sich gerne noch meine weiteren Artikel zum Thema Covid 19 an, z.B. die Folgen der Corona Pandemie – die noch kaum jemand auf dem Schirm hat.

Vielen Dank Ihnen und Euch für’s lesen.

Jürgen Blumenkamp

Die Zukunft der Arbeit

Welchen Beruf sollte man heute erlernen, um in 25 Jahren nicht arbeitslos zu sein – oder: Welche Arbeitsplätze wird es in 25 Jahren vermutlich nicht mehr geben?


Früher gab es Dampfmaschinen. Die sind sehr interessant, haben aber einen schlechten Wirkungsgrad. Heute gibt es Verbrennungsmotoren, die schon deutlich effektiver arbeiten. Bald wird jedoch die E Mobilität ihren Durchbruch erlangen, denn diese ist extrem einfach zu produzieren, und hat einen enorm hohen Wirkungsgrad. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der sich in aller Regel die Dinge durchsetzen, die (besser) funktionieren – von der rasant voranschreitenden KI (künstliche Intelligenz) und den bald kommenden superschnellen Computern (Quanten Computer), sowie den vermutlich schon in 2022 erscheinenden elektrischen Flugtaxis mal ganz abgesehen…

Schon in 10 bis 20 Jahren wird es – vermutlich – die Hälfte der heute bekannten Berufe nicht mehr geben. Dafür wird es aber viele neue Berufe geben. Fabrikarbeiter*innen werden überwiegend – oder ganz – durch Roboter mit KI (Künstliche Intelligenz) ersetzt. Tatsächlich zeichnet sich schon heute (2017) deutlich ab, das IT (Information Technology) Experten, speziell mit Schwerpunkt KI extrem gefragt sind. Was heute in einigen Teilen der Welt diesbezüglich entwickelt wird, ist schon beachtlich. In Deutschland wird sich diese KI Technik schätzungsweise so um 2030 – vielleicht auch schon eher – durchgesetzt haben. Zur IT mit dem Schwerpunkt KI gehören all die neuen Techniken, die jetzt mehr und mehr auf uns zu kommen; autonome Autos, fliegende Taxis, lernende Roboter – eben einfach immer mehr Technik, und immer weniger „Arbeit“ bei der man sich die Hände schmutzig machen muss. Diese Entwicklung könnte „gut“ sein.

Arbeiterinnen
Arbeiterinnen 1918 in Frankfurt in einer Flaschenfabrik. Copyright Wikipedia.
Veröffentlicht in Dorothee Linnemann (Hrsg.): Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht. Begleitbuch zur Ausstellung. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-95542-306-3, S. 105.

Kein Billiglohn mehr?

Heute erledigen in vielen Fällen Menschen Aufgaben in Fabriken, die diese mehr oder weniger widerwillig nur abarbeiten, einfach um das Geld zu bekommen. Und um am Wirtschaftsleben einer Marktwirtschaft – mehr oder weniger sinnvoll und gut – teilnehmen zu können. Spaß hat an all diesen Dingen nicht jeder. Hier sollte man aber von Seiten der Firmen das Leben nicht zu einfach machen, und diese „Arbeiter(*innen)“ einfach als schwierig zu bewerten. Denn wenn ein Mensch gezwungen ist, eine Tätigkeit auszuführen die nicht seinen Kompetenzen entspricht, wird die Tätigkeit nicht perfekt ausgeführt. Von der sehr oft „sehr mäßigen“ Bezahlung mal abgesehen. Denn die Belohnung für die Arbeit ist der Lohn. Wenn dieser gering ausfällt, kann man sich vorstellen, wie viele Mitarbeiter darauf reagieren.

„Gering“ ist nicht relativ. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei jährlich weit über 35.000,- Euro. Davon ist der Billiglohn, oder auch der Mindestlohn weit nach unten entfernt! Was früher normal war, nämlich eine feste Anstellung mit gutem Lohn und sozialer Absicherung, wird es vermutlich um 2030 und später nicht oder kaum noch geben. Dieser Luxus wird sich auflösen, so ist zu vermuten.

Der neue Job

In Zukunft wird nur noch der Mensch eine Beschäftigung finden, der auch glaubhaft nachweisen kann – in seiner Bewerbung und später im Vorstellungsgespräch – das er diese Beschäftigung richtig gerne macht. Ohne Freude im Job läuft in rund 10 bis 20 Jahren nichts mehr. Das jedenfalls ist meine Hoffnung, aber auch meine Vermutung. Das gilt dann im Prinzip mehr oder weniger für alle Berufe, die es dann noch gibt, wobei natürlich viele neue Berufe hinzu kommen werden.

Lernen

Wir müssen also immer weiter lernen. Das macht und das kann ein Mensch schon von Geburt an. Und wenn die Lust dazu irgendwann aufhört, liegt es daran, dass man nicht genug gefordert wurde, oder es einfach zu langweilig wurde. Es liegt nicht daran, weil wir schon zu alt sind. Kinder und Jugendliche verlieren Ihre Neugierde, ihren Entdeckerdrang wenn man ihnen vorschreibt, was sie zu entdecken haben. Denn wer soll, will nicht mehr!

Arbeit und Umwelt

Auch die Kindergärten und Schulen sollten umdenken. Nicht nur, weil sich die Arbeitsbedingungen der „Kleinen“ ändern. Auch weil die Umwelt nicht völlig außer Acht gelassen werden darf. Aktuell wird z.B. sehr viel Pestizide auf den Äckern gesprüht, weil damit Unkraut und Schädlinge (Art der Insekten) fern gehalten werden sollen. So wird heute reichlich (gute?) Nahrung produziert auf unseren Feldern. Das Problem dabei kann aber auch sein, dass wir (Menschen) die Unkräuter und Schädlinge brauchen. So ist zu überlegen, ob wir wirklich eine (Um)Welt ohne Insekten haben wollen, denn durch das versprühen der Pestizide sterben u.a. immer mehr Insekten. Schlussendlich ist der Wunsch durchaus sinnvoll, Insekten zu züchten, welche die Pestizide ersetzen können. So kann weiterhin (auch in Zukunft) die Umwelt geschützt werden, und gleichzeitig viele Nahrungsmittel auf den Feldern produziert werden. Letztlich sollten schon Kindergärten und Tagesstätten auch die diversen Tierarten, sowie Pflanzenarten intensiv bei den Kindern eintrainieren, nicht zuletzt weil wir Menschen diese Lebewesen brauchen, sondern auch, weil den Kindern neben den neuen Technologien (Smartphone) auch die Flora und Fauna nahe gebracht werden sollte.

Grüße, Ihr Jürgen Blumenkamp

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