(Zusätzlich) Steuern sparen beim Immobilienkauf

Wer eine Immobilie kauft, wird diese aktuell in aller Regel nicht mit eigenem Geld bezahlen, sondern finanzieren. Dies ist sinnvoll, auch wegen der niedrigen Zinsen des Kredites. Manche Kosten können jedoch nicht abgedeckt werden vom Kredit, wie z.B. die Nebenkosten. Hier gibt es aber eine interessante Lösung!


Beim Immobilienkauf, zum Beispiel wenn es um ein Investment geht, leiht man sich so viel wie möglich des erforderlichen Geldes für den Kauf der Immobilie von der Bank. Die Nebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbsteuer) werden jedoch meist selbst bezahlt, da diese in aller Regel nicht vom Kredit abgedeckt werden. Hier gibt es aber eine interessante Lösung dieses „Problemes“.

Nebenkosten vom (Ehe)Partner leihen

Doch wie verhält es sich, wenn man sich das Geld von einem Familienmitglied leiht? Dies muss nicht zwingend der (Ehe) Partner sein. Wenn wir zum Beispiel über 20.000,- Euro Nebenkosten reden, ist es sinnvoll sich diese privat zu leihen, z.B. vom Ehemann, wenn die Ehefrau die Immobilie kaufen möchte. Für diese Leihgabe der 20.000,- Euro zahlt die Ehefrau dem Ehemann auch Zinsen, zum Beispiel für die Dauer von 20 Jahren. Jetzt kann aber nicht die Bank die Zinsen für die geliehenen 20.000,- Euro kassieren, sondern der Ehemann. Hier kann man übrigens gut und gerne 6 bis 8 % Zinsen realisieren.

Geld, Erfolg und Glück
Bild; Pixabay. Nr. 1189869
Legal Steuern sparen beim Kauf einer Immobilie.

Die Rechnung im Detail

Wenn also die Ehefrau als Käuferin der Immobilie Einkünfte aus der Immobilie hat, können diese mit den Zinsen des privaten Kredites des Ehemannes verrechnet werden. Die Ehefrau zahlt also Ihrem Ehemann jährlich rund 1600,- Euro Zinsen. Diese 1600,- Euro darf die Ehefrau aber bei Ihren Einkünften (z.B. aus Vermietung) geltend machen. Darauf kann die Ehefrau je nach Steuersatz Ihrer Einkünfte bis zu knapp 800,- Steuern jährlich sparen. Beim Ehmann kommen diese 1600,- Zinseinnahmen natürlich an. Er hat aber idealerweise einen FSA (Freistellungsauftrag) eingestellt von 1600,- Euro, und somit bezahlt der Ehemann keine Steuer. Sollte der FSA bereits aufgebraucht sein, zahlt der Ehemann lediglich rund 25% Steuer, nämlich Abgeltungsteuer auf Zinserträge. Die Ehefrau spart also rund 800,- Euro Ihrer Steuerlast, der Ehemann zahlt gar keine Steuer, oder eben max. 25% = in diesem Fall 400,- Euro / Jahr, eben auf die Zinseinnahmen. Hier hat man also innerhalb der Familie schon einiges an Steuern gespart. Steuern muss man zahlen, ja. Aber wieviel Steuern, das hängt davon ab, ob man die entsprechenden Gesetze kennt, um die Steuerlast zu mindern!

Genau informieren, bevor man die Immobilie kauft

Deswegen sollte man sich bei diesem geradezu genialen Steuertipp, bei dem lediglich Gelder ganz legal zwischen den Ehepartnern hin und her geschoben werden, genau informieren. Sprechen Sie dazu gerne auch Ihren Steuerberater an, und hören Sie aus der Antwort schon heraus, wie er/sie dazu steht, und ob er/sie bereit ist, Ihnen zu helfen, legal Steuern zu sparen. Hier spart man also jedes Jahr mehrere hundert Euro, womit sich auch ein kleiner Urlaub finanzieren lässt.

Vielen Dank Ihnen für´s lesen.

Ihr Jürgen Blumenkamp

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