Bitte mehr PV auf Kirchendächer installieren

Viele Solarverbände und Vereinigungen fordern im Kampf gegen die Erderwärmung, gegen die drohende Klimakatastrophe viel mehr Alternative Energie, z.B. PV Anlagen zu montieren. Können wir der Klimakrise entkommen?


PV ist die Abkürzung für Photo Voltaik, also eine Stromerzeugung, welche bei Lichteinstrahlung, z.B. Sonnenlicht, beginnt. Doch was so einfach klingt – denn die Sonne (und auch der Wind) schickt ja keine Rechnung, netterweise sozusagen – kann in der Praxis problematisch sein. Dann nämlich, wenn viel mehr elektrischer Strom benötigt wird, als aktuell von der Sonne geliefert werden kann. Dies kann passieren bei kurzen dunklen Wintertagen. Doch wo ein Problem ist, ist auch eine Lösung 🙂 Man muss diese Lösung nur suchen und finden. Denn die Stromerzeugung (und damit auch die Wärmeerzeugung) aus PV und Windkraft ist sehr umweltverträglich. Hier können keine Atomkraftwerke hochgehen, und mit Ihrer krebserregenden Gammastrahlung Flora und Fauna vernichten.

katholische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die katholische Dreifaltigkeitskirche in Hunteburg am Wilhelm-Busch-Weg 2. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite der sog. „kleinen Kirche“. Die große Kirche direkt dahinter hat ein West- und Ostdach, welche beide deutlich größer sind…und viel PV Fläche bieten!
Die katholische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Solarenergiefördervereine drängen

Führend ist vermutlich der Solarenergieförderverein Deutschland e.V. in Aachen, deren Fördermitglied ich persönlich übrigens schon seit vielen Jahren bin. Der studierte Maschinenbauer Wolf von Fabeck gründete 1986 zusammen mit dem Pfarrer Ernst Toenges den SFV und ist seit dem bis einschließlich 2019 dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer. Nach über 30 Jahren ist Wolf von Fabeck im Ruhestand, jedoch weiterhin für den Umweltschutz aktiv.

Evangelische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die Ev.-luth. St. Matthäus-Kirche in Hunteburg an der Hauptstraße 8. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite…ebenfalls mit reichlich Platz für eine PV Anlage.
Die evangelische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Die Kirchen können ein Beispiel geben, wenn es um den Klimaschutz geht – und dabei sogar noch Geld verdienen

Und so hat Wolf von Fabeck freundlich beide Kirchen angeschrieben, sich im Brief vorgestellt; Herr Fabeck wünscht sich im Namen aller PV Anhänger, ja letztlich aller Verfechter von Alternativer Energie, dass die Kirchen darüber nachdenken auf Ihre Dächer auch eine PV Anlage zu montieren. Immerhin sind die Kosten heute nicht mehr hoch, und die Kirchen können damit auch den Wert Ihrer Gebäude steigern – und sogar noch Geld durch die (wenn auch geringe) Einspeisevergütung verdienen. Geld, welches auch für gute soziale Zwecke der Kirchen eingesetzt werden könnte. Beide Kirchen haben sich bereits vor vielen Jahren gegen eine Stromerzeugung aus Atomkraftwerken ausgesprochen. Und es gibt bereits Kirchen in Deutschland mit einer PV Anlage, z.B. die Stadtkirche von Hagenow. Eine Frage bleibt aber noch offen, liegt hier also Potenzial, oder ist das nur ein Mitläufertum der Kirchen, wenn von der Abweisung der Atomkraftwerke gesprochen wird? Wir werden sehen.

Wie wird die Reaktion der Kirchen sein?

Diese Antwort kenne ich leider noch nicht. Aber ich stehe im engen Kontakt zum SFV in Aachen, und werde hier bald dazu berichten.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

Das neue EEG 2021. Immer mehr Bürokratie für die Alternative/Erneuerbare Energien.

Warum wird seit vielen Jahren die Alternative bzw. Erneuerbare Energie, bestehend zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen, oder aus Windkraftanlagen, von der Regierung so massiv unterdrückt? Was läuft falsch?


Die Bundesregierung hat mal wieder ihre bekannte Strategie zur Verschlechterung der Bedingungen für die Erneuerbaren Energien angewandt. War ja klar. Zunächst werden krasse Absichten an die Öffentlichkeit gegeben. So nach dem Motto; mal sehen, wie die „Alternativ verstrahlten“ reagieren. Die reagieren auch. Briefe, Stellungnahmen, Studien, Demos. Und wirklich, die „Verstrahlten PV Tanten und Onkels“ erreichen etwas! Und das ist auch gut so!

EEG 2021
Bild oben; Pixabay, eeg 1019830. Man muss doch irgendwie erreichen, dass das Volk nicht immer mehr Strom z.B. mit PV Anlagen selbst erzeugt (und dafür praktisch nichts/kaum etwas zahlen muss). Dann können die großen Energieversorger nicht überleben. Das geht nicht! Denn die haben große Kraftwerke, und die kosten viel Geld! Ist das (wirklich) die Meinung, die Ansicht der aktuellen Regierung?
Es ist möglich, auch in Deutschland, sogar während der Wintermonate, sich völlig unabhängig vom öffentlichen Stromanschluss zu machen. Ganz einfach ist das nicht, und auch nicht ganz billig. Aber es lohnt sich, auch finanziell! Die Energieversorger mögen das vielfach natürlich nicht. Sie geben lieber Vergünstigungen für Großkunden, wenn diese mehr Strom verbrauchen. So nach dem Motto; mehr ist mehr (nicht weniger ist mehr). Warum wohl werden die Maschinen in Fabriken oft nicht mehr ausgeschaltet? Kopf schütteln. Statt Strom – und damit heute auch immer noch viel CO2 – zu sparen, wird rausgehauen, was geht. Nicht gut!

Was wurde denn erreicht von den PV Anhängern? Einiges! Gut so!

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches vor rund 20 Jahren die Zündung für eine nachhaltige Energiepolitik bot, gibt es heute wenig Licht, aber viel Schatten. Die Technik war seinerzeit noch sehr teuer, und musste subventioniert werden. Subventionen sind nicht pauschal schlecht. Allerdings muss man auch sagen; ja, das EEG hätte ganz anders novelliert werden sollen, und könnte damit schon nach rund 10 Jahren (also 2010) ohne Subventionen auskommen. Das EEG hat sich letztlich aber weltweit durchgesetzt, bzw. wurde praktisch überall – von recht wenigen „Betonköpfen“ abgesehen – anerkannt.

Das EEG wurde immer erfolgreicher, und die fossil-atomare Energie litt darunter. Die haben die „Gefahren“ erkannt; es braucht keine zentralen Großkraftwerke mehr, sondern viele kleine Kraftwerke in Bürgerhand. Man sah regelrecht schwarz bei den Großkraftwerksbetreibern, und hat sich die folgenden Jahre richtig fiese Schreckensmeldungen ausgedacht – auf die auch die Regierung reingefallen ist. Weiter wurden immer neue „Novellen“ veröffentlicht, und so wurde das EEG, bzw. deren Anlagen – auch durch unfassbare Bürokratie – immer unbeliebter. Darum sagen sich viele Freunde der PV, Windkraft, aber auch der weiteren Bioenergieanlagen; nee, das ist mir zu kompliziert. Auch hier muss man sagen; traurig, dass ein Staat solche Regelungen beschließt. Aus ursprünglich in 2000 noch gut 10 Paragraphen wurden in 2021 über 100 – genau, Paragraphen.

Bürokratie
Bild; Pixabay Bürokratie (2398693). Und diese Bürokratie ist für viele Kleinunternehmer einfach zu kompliziert. Ist das neue EEG bald am Ende?
Die kurzfristige Lösung für die fossil-atomare Energiewirtschaft; massenweise Bürokratie für die Alternative Energie. Immer schön dicke Steine in den Weg legen.

Vorschriften und Strafen ohne Ende.

Der Netzanschluss vom öffentlichen Stromnetz ist etwas ganz Besonderes. Einspeisen? Wie bitte? Das machen doch die Großkraftwerke! Wieso wollen die kleinen PV Heinis da jetzt selber einspeisen? Das will man nicht! Auch die Anmelderestriktionen und Strafzahlungen bei jeglicher Missachtung von „obersten Gesetzen“ führen schlussendlich zur völligen Überforderung der Bürger. Tatsächlich sind die heutigen Gesetze und Auflagen derart komplex, dass nur noch Insider damit zurecht kommen. Gut gemacht Staat. Du brichst der Nachhaltigkeit mit einem Lächeln im Gesicht das Genick. So hat es die fossil-atomare Energiewirtschaft schlussendlich geschafft, die nachhaltige Energieerzeugung aus Bürgerhand ins wanken zu bringen.

Kann man das Verhalten der fossil-atomaren Energiewirtschaft/Industrie verstehen?

Nun ja, auch wenn man PV Verstrahlter ist (wie ich einer bin), oder auch Anhänger von Windkraftanlagen, oder Biogasanlagen, so muss man sich eines ganz klar vor Augen halten; bisher brauchten wir die Großkraftwerke. Keine Frage. Natürlich ist es ziemlich „mistig“, dass ein Atomkraftwerk schon nach wenigen Jahren hochgegangen ist, und dabei massenweise Flora (Pflanzen) und Fauna (Tier und Mensch) mit Krankheit und Tod bestraft hat. Eigentlich hätte so ein GAU (Größter Anzunehmender Unfall) erst nach rund 50000 Jahre auftreten dürfen. Hier ist z.B. der schwere Unfall vom 26. April 1986 in Tschernobyl, Sowjetunion zu nennen, oder vom 11. März 2011 von Fukushima, Japan. Dies sind nur zwei riesige GAUs, aber passiert sind dutzende weitere Unfälle in Atomkraftwerken die letzten Jahrzehnte. Siehe Linkliste unten. Weiter sollte man hier auch nicht die Abgase der Kohlekraftwerke vergessen. Ich gehe davon aus, dass Millionen Menschen von den Abgasen erkrankt sind und gestorben sind.

Es scheint so, als hätten unfähige Laien das neue EEG 2021 beschlossen. Denn wie sonst ist zu erklären, dass viel zu wenige Alternative Energieanlagen (PV, WKA, Biogas…) zugelassen werden? Auch der berechnete Strom passt schlicht nicht, denn wir brauchen immer mehr Strom, weil wir immer mehr mit Strom heizen werden. Auch die E Mobilität, eine meiner Meinung nach sehr gute Sache, benötigt zukünftig immer mehr Strom. Selbst wenn wir mehr in Wasserstoff investieren, so wird auch dieser H2O zu großen Teilen aus (überschüssigen) Strom produziert. Zwar insgesamt (aktuell) noch mit einem miesen Wirkungsgrad, aber gut, besser als nichts.

So sind auch in diesem EEG 2021 wieder Ausbaudeckel für PV und Windkraft enthalten. Was wir brauchen ist stattdessen ein ungehinderter Ausbau der Erneuerbaren Energien. Statt dessen wird das Ausbauziel der PV Anlagen bis 2035 beschlossen. Statt zu sagen; „baut endlich mehr PV Anlagen“, will man alles kontrollieren, und in meiner Meinung nach unsinnigen „Marktstammdatenregistern“ beobachten. Immerhin sind im aktuellen EEG auch die Agrar PV (PV Flächen quasi auf Äckern ohne das sie den Landwirt stören), sowie Floating PV (schwimmende PV Anlagen) aufgeführt. Aber auch hier ist von einer Zersetzung dieser Anlagen aufgrund der Bürokratie zu rechnen.

Ist die Vergütung zu gering?

Ich persönlich bin nur sehr bedingt ein Freund von Subventionen. Fakt ist aber, dass die aktuelle Vergütung (EEG 2021) von 8,16 Cent/kWh für Anlagen bis 10kWp in einigen Fällen nicht reicht, um so eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Führende Solarvereine, wie z.B. auch der SFV (siehe Link unten) fordern schon lange, die Einspeisevergütung anzuheben.

Es gibt aber auch ein paar Lichtblicke im EEG 2021:

Der intensive Kampf einiger Umweltverbände zusammen mit Solarvereinen hat immerhin dazu geführt, dass die EEG-Umlage auf Eigenversorgung aus PV-Anlagen abgeschafft wird. So wird die Schwelle, ab der 40 Prozent EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom gezahlt werden muss, von 10 Kilowatt (EEG 2017) auf 30 Kilowatt (EEG 2021) angehoben. Ist ja „voll großzügig“.

Mieterstrom

Mieterstrom ist jetzt auch für größere Anlagen bis 750 Kilowatt möglich. Es fehlt jedoch noch die Gleichstellung von Mieterstrom mit der Eigenversorgung. Die Bundesregierung setzt hier europarechtliche Vorgaben nicht um, so dass hier weiterhin viel Druck gemacht werden muss. Das wird auch geschehen. Der Ablauf ist so, dass versucht wird, möglichst viele Mieter (z.B. in einer Straße) zusammen zu fassen. Details muss man ggf. mit seinem Vermieter besprechen.

Der Weiterbetrieb von Ü 20 Anlagen.

Das EEG 2017 hat auch einige Schatten – was für PV Anlagen gar nicht gut ist – geworfen. Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung laufen, sollen keine Vergütung mehr bekommen. Eigentlich – so meine ganz persönliche Meinung – ist das nicht wirklich ein Drama. Immerhin besteht ja die Möglichkeit, den selbst erzeugten (quasi kostenlosen) Strom auch zu verwenden, und somit diesen nicht einkaufen zu müssen. Nun ja, jedenfalls sollten diese Anlagen Direktvermarktungsregelungen befolgen (für eine Vergütung), Smart-Meter-Einbaupflichten befolgen, und die EEG-Umlage auf Eigenversorgung auch noch bezahlen. Man hätte auch sagen können; wir schlagen eure Anlage nach 20 Jahren mit dem Hammer kaputt! Aber auch hier haben Proteste von Umweltverbänden und Solarvereinen zu einer Abhilfe geführt. Zumindest in Teilen gab es Erfolg. Viele alte (Ü 20) Pionier-Anlagen (Einspeisevergütungsende 01.01.2021), müssen nun entgegen den alten Plänen des EEG 2021 keinen Smart Meter installieren. Die Anlagen können auch auf Eigenversorgung umgestellt werden, was in Verbindung mit einem Stromspeicher – die Dinger werden ja immer besser, günstiger und leistungsfähiger – besonders gut geht. Die Akkus sind umweltschädlich? Ja wenn Sie das meinen, lieber Leser. Es gibt auf dieser Welt massenweise andere Dinge, welche 10000 fach umweltschädlicher sind. Mit oder ohne Akku ist dann (nach Umstellung auf Eigenversorgung) auch auf den Eigenstrom keine EEG-Umlage zu zahlen. Alles andere wäre ja auch irgendwie ein wenig komisch, oder? Warum bitte sollte ich – beispielhaft – auf selbst angebaute Kartoffeln, die ich selbst esse, auch auch Steuern zahlen? Und Smart Meter sind erst ab 7 kWp verpflichtend, die EEG-Umlagebefreiung bis 30 Kilowatt gilt jetzt unabhängig vom Datum der Inbetriebnahme, also auch für Ü 20 Anlagen. Der ins Netz eingespeiste Überschussstrom kann per sonstiger Direktvermarktung oder eine Anschlussförderung in Höhe des Marktwertes abzüglich der Vermarktungskosten in Anspruch genommen werden. Es wäre ja alles so einfach, doch dann wäre es nicht mehr so kompliziert, und man könnte nicht mehr so viel „beraten“.

Das Superwahljahr 2021

Dieses Jahr gibt es viele Möglichkeiten, Kreuzchen auf Zettelchen zu machen. Ich rede nicht vom knobeln. In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen Landtagswahlen an. Und seit Beginn der Klimaproteste von Fridays for Future wählen die Bürger*Innen einen (neuen) Bundestag. Machen Sie, lieber Bürger bitte Ihr Kreuzchen an die richtig Stelle. Dankeschön 🙂

Freundliche Grüße. Jürgen Blumenkamp

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

PV Anlage. Registrierung im Marktstammdatenregister MaStR

Der Staat mag ja eine gute Sache sein. Oftmals mischt er sich jedoch viel zu sehr in Dinge ein, die sich besser selbst regulieren sollten. Konkret geht es um die Eintragung im Marktstammdatenregister, in dem alle PV Anlagen vermerkt sind. Wirklich alle? Und warum überhaupt?


Hallo Freunde der Alternativen Energie. In diesem Artikel ist nicht wenig Ironie enthalten. Aber die Lage ist dennoch sehr ernst! Schreibt mir eure Meinung! Danke.

Wir schreiben das Jahr 2020, und am 31.01.2021 ist die Frist abgelaufen. Wahnsinn! Dann müssen alle (alle?) PV Anlagen in das oben genannte „Register“ eingetragen sein. Register? Eintragen? Man will ja schließlich wissen, wer was so am „Start“ hat, wer also quasi „unerwünschterweise“ selbst Strom erzeugt, und es zur Mittagszeit – fies wie man als PV Verstrahlter ist – in das arme öffentliche Stromnetz einspeist. Das ist auch wirklich nicht in Ordnung, von diesen verstrahlten PV Tanten und Onkels. Deswegen wird den PV Verstrahlten auf den Weg zum eigenen Strom jede Menge Steine in den Weg gelegt. Und müssen wirklich alle PV Anlagen eingetragen werden? Wir werden sehen – und lesen.

PV Modul
Bild oben: Pixabay 1306024. Ein PV Modul. So ein Modul ist wohl was Böses. Es kann zusammen mit weiteren Modulen kostenlosen Strom erzeugen. Das möchte man von Seiten des Staates (und der Politik) aber nicht. Denn Strom sollen nur die erzeugen dürfen, die auch große Kraftwerke haben. Damit die schön damit Geld verdienen können. Nicht schlecht! Und Kohlekraftwerke sind auch schön. Die qualmen so schön, und verbrennen diese schwarze Kohle. Dann ist die auch endlich weg. Klasse. Weiter so!
Mag die Regierung keine PV Anlagen und keine Windkraftanlagen? Scheint so. Schade.

Was ist das Marktstammdatenregister?

Es handelt sich um ein Register aller Strom- und Gaserzeugungsanlagen, und gehört zur Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. Aktuell werden in diesem MaStR alle anderen Register von Stromerzeugungsanlagen zusammen gefasst. Früher war z.B. für PV Anlage das PV Meldeportal vorgesehen. Wenn heute (nach aktuellem Stand) ein PV Anlage eingetragen werden soll, muss man als Minimum rund 30 Min Zeit einplanen – die man natürlich nicht bezahlt bekommt! Aber einen Trost gibt es; hat man es geschafft, die PV Anlage – meist geht es ja um genau diese Anlagen – einzutragen, dann bekommt man…genau, eine Marktstammdatenregisternummer! Wahnsinn 🙂 Jetzt könnte man ja mal die Frage in den Raum werfen, oder sie auch schön in eine Ecke ablegen; wenn es da früher das PV Meldeportal gegeben hat, dann liegen doch alle Daten vor, oder? Hier gibt es ein „ja aber“. Fairerweise muss erwähnt werden, dass viele Daten in den alten Registern nicht mehr korrekt sind. Darum ist eine Neueintragung erforderlich.

Wer hat Zugriff auf die Daten?

Oh, eine ganze Menge viele Leute, wie z.B. das Bundeskartellamt, Umweltbundesamt, Wirtschafts- und Energieministerium, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Statistisches Bundesamt, Landesregulierungsbehörden, und die Finanzbehörden. Alle dort gespeicherten Daten sind jedoch nicht öffentlich abrufbar, wohl aber viele. Aktuell (Stand Sommer 2020) fehlen wohl mehrere 100.000 Anlagen. Das ist nicht wenig!

Langsam. Wer bitte soll (oder muss) im MaStR seine PV Anlage eintragen?

Am liebsten alle Personen. Auch die, welche ihre PV Anlage schon mal eingetragen haben. Jaha, die auch! Am besten auch die Personen, welche noch gar keine PV Anlage haben, und wohl nie – aus welchen Gründen auch immer – eine bekommen werden. So geht die Zahl der PV Anlagen schnell in die Höhe, und man kann von Seiten der Regierung sagen; stopp, wir haben jetzt genug PV Anlagen.

Wo genau findet man das Register?

Wer wirklich meint, seine PV Anlage eintragen zu müssen, warum auch immer, vielleicht auch nur aus Angst, man würde gesteinigt werden, oder gar in den Knast kommen, hier der Link zur Eintragung; www.marktstammdatenregister.de Jetzt aber zack zack, alles schön eintragen!

Und wenn man seine PV Anlage nicht einträgt (böses Wort „Unterlassung“)?

Dann gibts einen Haufen Ärger. Eine „unterlassene“ Eintragung – meine Güte, was für eine Wortwahl – führt dazu, dass die Förderung, die ja sowieso aktuell nicht so üppig ist – Altanlagen ausgenommen (aber die waren ja auch teuer, und bekommen somit eine höhere Vergütung) – eingestellt wird. Oh, da bekommt man ja direkt Angst. Bestandsanlagen mit einer Inbetriebnahme vor dem 01.07.2017 sind betroffen. Danach in Betrieb genommene Anlagen bis zum 31.01.2019 sind ebenso besoffen. Ach ne, betrunken. Quatsch, betroffen sind die. Manno. Wer aktuell eine neue Anlage in Betrieb nimmt, muss diese innerhalb eines Monats eintragen. Muss? Habe ich da „muss“ gehört? Man „muss“ gar nichts, außer Steuern zahlen und eines Tages sterben. Boh Eye. Also betrifft diese Regelung alle PV Anlagen. Irre. Echt? Oder doch nicht? Moment…

Und was ist mit Stromspeicher (auch Akku genannt)?

Die haben es auch nicht besser, bzw. deren Besitzer! Erstmal werden die sowieso von vielen Leuten schief angesehen, so nach dem Motto; „was soll der Scheiß eigentlich? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, die holen sich das aus dem Akku“. Und; „meine Güte, für diese Akkus müssen arme Leute gebuckelt im fernen Australien, in Chile, China und Argentinien für einen Hungerlohn in Minen das Lithium abbauen.“ Dabei brauchen moderne Akkus immer weniger Lithium, Lithium kann auch immer besser recycelt werden. Die Technik geht eben weiter. Akkus werden immer leistungsfähiger, können immer schneller geladen werden, und sind schon heute ziemlich umweltfreundlich. Ach nee, sorry, die können ja plötzlich anfangen zu brennen. Schitt. Na ja, Atomkraftwerke können auch plötzlich anfangen zu strahlen, und Menschen und Umwelt zerstören. Ist eben so. Und überhaupt, am besten wir entwickeln uns weiter zurück, einschließlich unsere Technik. Wir fangen einfach noch mal von vorne an, mit Dampfmaschinen.

Na ja, jedenfalls endet auch bei Akkus die Übergangsfrist zur Eintragung am 31.01.2021. Auf die Website der Bundesnetzagentur gibt´s dazu noch ein Hinweispapier. Lesen! Wichtig! Gaaaanz wichtig!!!

Und wenn die Anlage verändert wird?

Oh ja, Riesenproblem. Das will man gar nicht! Jegliche Änderung welche die Leistung betrifft, müssen unverzüglich (also am besten gestern) gemeldet werden. Also Obacht! Bloß nicht daran rumbasteln. Und wenn dann nur von einem Fachmann! Oder von einer Fachfrau! Denkt an die hohe DC Spannung, die sau gefährlich ist (Lichtbögen)! Aua.

Sind wirklich alle PV Anlagen betroffen?

Nee, nicht alle. Aber die meisten PV Anlagen. Aber es gibt ein paar Leute, das sind die total Verstrahlten. Das sind die Bekloppten, die Geisteskranken. Die haben Ihre Anlage überhaupt nicht als Vergütungsanlage eingetragen. Watt? Sowas gibt´s? Die bekommen also gar keine Knete (Eurogeld) für den eingespeisten Strom. Die müssen ja total doof sein. Na ja, eben verstrahlt. Diese Leute können nichts dafür. Die verbrauchen darum soviel wie möglich von dem selbst erzeugten Strom. Nicht das sie mehr Strom verbrauchen. Nein, nur so viel wie möglich selbst verbrauchen. Das geht noch besser, wenn man noch in Akkus investiert. So ein Verfahren ist auch völlig frei von völlig unsinnigen bürokratischen Aufwendungen und Abrechnungen. Bei so einem Verfahren gibt´s also viele Vorteile. Aber natürlich auch ein paar Nachteile. Leider. Muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten sich selbst erstmal verstrahlen lassen, dann kann man besser entscheiden. Auf geht´s.

Und wer nicht weiß, wie es geht, hier ist ein Bericht von einem Verstrahlten, der so ein Projekt über mehrere Jahre durchgezogen hat, sich dabei immer wieder gegen die Mitmenschen stellen musste, die sowas einfach nicht verstehen können; Ein (fast) autarkes Wohnhaus. Und ja, es war nicht einfach. Aber das ganze Leben ist nicht einfach…

Jetzt ganz im ernst: Das traurige Fazit

Man sieht schon deutlich, über die letzten Jahrzehnte im Besonderen, dass die Alternative Energie (die ist eben anders, eben „Alternativ“, und daher von vielen Leuten einfach nicht „verstehbar“), also PV Anlagen, Windkraftanlagen (oh je, diese bösen Türme in der Landschaft, die „töten“ sogar Vögel), Biogasanlagen, usw. nicht gewollt sind. Nicht von der Regierung, nicht vom Staat, und eben auch nicht von vielen anderen Leuten. Diese „anderen Leute“, die haben eben andere Meinungen und Vorstellungen. Die meinen, Strom kommt immer nur aus Atomkraftwerken, und aus Kohlekraftwerken (da gibt´s übrigens auch Minen, in denen mühsam gebuckelt abgebaut wird, und Atom- und Kohlekraftwerke werden genauso gefördert wie PV- und Windkraftanlagen, also Alternative Energie).

Der Grund kann in dem EEG liegen, dem Erneuerbare Energien Gesetz, welches besagt, dass der Eigentümer für 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung bekommt. Diese Anlagen werden also subventioniert, also gefördert. Die Förderung dient also der Planungssicherheit. Jedenfalls werden aktuell recht wenige PV Anlagen erbaut, einfach weil die Vergütung zu schlecht ist, und weil die Auflagen zu gut sind – äh, die sind nicht zu gut, die sind zu kompliziert. Das ist so, als wenn Sie ständig über große Steine gehen müssen, die auf dem Weg liegen. Macht keinen Spaß 😦

Eigentlich ist eine Förderung/Subvention nicht wirklich gut, aber andererseits auch nicht ganz schlecht. Viele Dinge werden gefördert, eben um die Technik anzuschieben. Das Gesetz ist letztlich dennoch eine eher weniger gute Lösung, die längst hätte überarbeitet werden müssen. Aber nicht so, wie es aktuell in Beratung ist. So nicht. Aber lasse man machen. Die schlauen Leute in der Politik wissen schon, wie es geht 🙂 Denen brauchen wir nichts erzählen. Die wissen alles selbst am besten!

Grüße, Euer Jürgen

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