Technische Detailbilder und Informationen zum Fronius Symo 3.0-3-S

Seit einigen Jahren haben wir einen Fronius Symo Einspeisewechselrichter, welcher bei uns sehr gute Dienste leistet. Da ich ein leidenschaftlicher Techniker, Bastler und Forscher bin, habe ich im Internet nach weiteren Informationen gesucht. Gar nicht so einfach, da ranzukommen, wenn es um technische Detailinformationen geht. Es ist wenig zu finden. Darum habe ich mir die Infos selbst beschafft, und veröffentliche sie hier.


Die meisten Menschen interessieren sich nicht dafür, warum ein Auto funktioniert. Es soll einfach funktionieren. Genauso beim Einspeisewechselrichter, oder auch PV Wechselrichter. Der soll zuverlässig funktionieren – und Einspeisevergütung einspielen. Denn es geht ja den meisten Menschen – hoffe das so knallhart schreiben zu dürfen – nur um das Geld. Und nicht um die gute Sache. Nicht um die Umwelt. Denn wer bitte baut sich eine PV Anlage, wenn er keine Einspeisevergütung bekommt? Früher niemand. Heute kaum jemand!

Aber wenn man mehr wissen möchte, ist es gar nicht so einfach, an Detailinformationen ranzukommen. Bis heute (04-2022) ist es mir nicht gelungen, im Internet zum Beispiel Schaltbilder, oder auch nur Blockschaltbilder, nicht mal eine Innenansicht der Platinen des Fronius Symo Wechselrichters zu bekommen. Es wird also viel geheim gehalten. Wir wollen hier mal etwas lüften 🙂

So hängt er bei uns in der Technikgarage an der Wand, seit 2013. Das ist nur ein kleiner Teil unserer aktuellen Technik. Wir haben auch einen 3 phasigen 20kVA Inselwechselrichter, der aber offiziell auch am öffentlichen Stromnetz angekoppelt werden darf (keine Unterbrechung, egal in welche Umschaltrichtung). Natürlich ist da auch ein HV (HochVolt) Akku angekoppelt. Und unsere PV Anlage liefert mit Ihren 4 x 10 moduligen Strängen 10 kWp Sonnenstromnachschub 🙂

Aber wie sieht der Fronius Symo detailliert von innen aus, wie lauten die technischen Daten, und vor allem; wie funktioniert das Gerät? Wir unternehmen ein paar Versuche des Erklärens. Die Wandmontage ist übrigens echt clever gelöst von Fronius. Man montiert die Wandhalterung, wo auch die Kabel angeschlossen werden. Der Wechselrichter selber wird dann einfach eingehängt, und ist elektrisch verbunden. Echt gut! Bitte nicht böse sein, aber Fronius ist meiner Meinung nach einer der ganz wenigen besten PV Wechselrichterhersteller ever. Und die können noch viel mehr, als nur Wechselrichter bauen.

Leider ist der Inhaber Günter Fronius im Jahre 2015 im Alter von 107 Jahren gestorben. Aber die Firma führt die Linie von Günter Fronius weiter fort. Und das finde ich einfach genial.
Das Objekt der technischen Begierde; Fronius Symo, hier in der 3kWp Version.

Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0, technische Daten.
Fronius Symo und seine technischen Daten. Wir haben die kleinste Version mit einer 3 kWp Endstufe. Es gibt diese Geräte auch in erheblich größeren Leistungsklassen.
Fronius Symo PV Einspeisewechselrichter Symo 3.0

Die technischen Daten des Fronius Symo.

Beim Fronius Symo handelt es sich um einen über N und 3 Phasen gleichmäßig einspeisenden PV Wechselrichter. Das Besondere an diesem Gerät ist die clevere Bedienung und Programmierung. So ist es zum Beispiel – wenn man denn meint das machen zu müssen – über spezielle Codes möglich in tiefere Menüebenen zu gelangen. Dort kann man sehr detaillierte techn. Eigenschaften einstellen. Hoch interessant, welche Möglichkeiten man hier hat. Wer jedoch offiziell für Geld Strom einspeist (wir machen sowas nicht), muss natürlich die Gesetzmäßigkeiten beachten, darauf wird im Handbuch auch hingewiesen.

Leistung und DC Eingangsspannung.

Das Gerät hat einen sehr großen Eingangsspannungsbereich von 150V DC bis 1000V DC. Während fast des kompletten Bereiches kann die volle Leistung abverlangt werden, und der integrierte MPPT (Maximum Power Point Tracker) findet immer den optimalen Leistungspunkt (Produkt aus Spannung x Strom) der PV Anlage.

Dazu wird die DC der PV über einen Boost-Buck Wandler, welcher gleichzeitig die MPPT Funktion programmtechnisch integriert hat, geleitet. Dies wird mit einem Infinion DF80R12W2H3F IGBT realisiert. Dazu ist auch noch ein HF Trafo als Speicherdrossel erforderlich. Somit ist im Gerät selbst immer die gleiche symetrische DC Betriebsspannung / Busspannung (Plus, Masse, Minus / +/- rund 300V DC) vorhanden – ganz gleich ob die PV Anlage nur 200V DC liefert, oder vielleicht sogar knapp 1000V, was auch noch zulässig ist.

Die intern generierte Busspannung wird dann über den FS3L30R07W2H3F, (6 fach Brücke) zerhackt, und über Filter mittels N auf die drei Phasen gegeben. Eigentlich ganz einfach, oder? Konkret sind dazu nur zwei gekühlte Bauteile nötig, die beiden erwähnten IGBTs. Die Speicherdrossel, und die drei nachfolgenden Filterdrosseln müssen nicht gekühlt werden. Echt cool. Denn Wärme entsteht nicht wirklich viel. Unten finden Sie die Links zum jeweiligen Datenblatt der beiden verwendeten IBGTs. Was will man mehr?

Und der Fronius Symo Hybrid?

Jo, der Fronius Symo Hybrid ist eine Erweiterung des Fronius Symo. Denn der Hybrid kann (muss nicht zwingend) auch an eine HV Batterie (Akku) angeschlossen werden, und kann auch – wenn es sein muss jedoch eingeschränkt – ein (etwas schwächliches) 3 phasiges Inselnetz aufbauen. Dieses Inselnetz reicht jedoch nicht für ein ganzes Haus mit allen eingeschalteten Großverbrauchern. Außerdem wandert die Frequenz (leider, aber absichtlich) auf 54 Hz. Damit laufen garantiert alle netzsynchronen Uhren nach dem Mond. Aber; der Fronius Symo Hybrid kann bei Dunkelheit (Nachts) fast vollständig den Strombedarf aus dem Akku decken, welcher tagsüber über die PV Anlage wieder aufgeladen wird. Immerhin.

Vielen Dank Ihnen und Euch fürs lesen von Teil 1 der Vorstellung des Fronius Symo Netzwechselrichter.

Bitte lesen Sie sich auch noch den bald folgenden zweiten Teil zur internen Technik und Funktionsweise durch, welcher bald hier erscheint/verlinkt wird.

Ihr/Euer Jürgen

Bitte mehr PV auf Kirchendächer installieren

Viele Solarverbände und Vereinigungen fordern im Kampf gegen die Erderwärmung, gegen die drohende Klimakatastrophe viel mehr Alternative Energie, z.B. PV Anlagen zu montieren. Können wir der Klimakrise entkommen?


PV ist die Abkürzung für Photo Voltaik, also eine Stromerzeugung, welche bei Lichteinstrahlung, z.B. Sonnenlicht, beginnt. Doch was so einfach klingt – denn die Sonne (und auch der Wind) schickt ja keine Rechnung, netterweise sozusagen – kann in der Praxis problematisch sein. Dann nämlich, wenn viel mehr elektrischer Strom benötigt wird, als aktuell von der Sonne geliefert werden kann. Dies kann passieren bei kurzen dunklen Wintertagen. Doch wo ein Problem ist, ist auch eine Lösung 🙂 Man muss diese Lösung nur suchen und finden. Denn die Stromerzeugung (und damit auch die Wärmeerzeugung) aus PV und Windkraft ist sehr umweltverträglich. Hier können keine Atomkraftwerke hochgehen, und mit Ihrer krebserregenden Gammastrahlung Flora und Fauna vernichten.

katholische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die katholische Dreifaltigkeitskirche in Hunteburg am Wilhelm-Busch-Weg 2. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite der sog. „kleinen Kirche“. Die große Kirche direkt dahinter hat ein West- und Ostdach, welche beide deutlich größer sind…und viel PV Fläche bieten!
Die katholische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Solarenergiefördervereine drängen

Führend ist vermutlich der Solarenergieförderverein Deutschland e.V. in Aachen, deren Fördermitglied ich persönlich übrigens schon seit vielen Jahren bin. Der studierte Maschinenbauer Wolf von Fabeck gründete 1986 zusammen mit dem Pfarrer Ernst Toenges den SFV und ist seit dem bis einschließlich 2019 dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer. Nach über 30 Jahren ist Wolf von Fabeck im Ruhestand, jedoch weiterhin für den Umweltschutz aktiv.

Evangelische Kirche in Hunteburg
Bild oben; die Ev.-luth. St. Matthäus-Kirche in Hunteburg an der Hauptstraße 8. Leider noch immer ohne PV Anlage. Hier sieht man die Südseite…ebenfalls mit reichlich Platz für eine PV Anlage.
Die evangelische Kirche in Hunteburg – leider ohne PV Anlage

Die Kirchen können ein Beispiel geben, wenn es um den Klimaschutz geht – und dabei sogar noch Geld verdienen

Und so hat Wolf von Fabeck freundlich beide Kirchen angeschrieben, sich im Brief vorgestellt; Herr Fabeck wünscht sich im Namen aller PV Anhänger, ja letztlich aller Verfechter von Alternativer Energie, dass die Kirchen darüber nachdenken auf Ihre Dächer auch eine PV Anlage zu montieren. Immerhin sind die Kosten heute nicht mehr hoch, und die Kirchen können damit auch den Wert Ihrer Gebäude steigern – und sogar noch Geld durch die (wenn auch geringe) Einspeisevergütung verdienen. Geld, welches auch für gute soziale Zwecke der Kirchen eingesetzt werden könnte. Beide Kirchen haben sich bereits vor vielen Jahren gegen eine Stromerzeugung aus Atomkraftwerken ausgesprochen. Und es gibt bereits Kirchen in Deutschland mit einer PV Anlage, z.B. die Stadtkirche von Hagenow. Eine Frage bleibt aber noch offen, liegt hier also Potenzial, oder ist das nur ein Mitläufertum der Kirchen, wenn von der Abweisung der Atomkraftwerke gesprochen wird? Wir werden sehen.

Wie wird die Reaktion der Kirchen sein?

Diese Antwort kenne ich leider noch nicht. Aber ich stehe im engen Kontakt zum SFV in Aachen, und werde hier bald dazu berichten.

Freundliche Grüße, Jürgen Blumenkamp

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